Trailbikes

Giant Anthem 2 im Test

Ludwig Döhl

 · 04.12.2017

Giant Anthem 2 im TestFoto: Georg Grieshaber

Produzentenriese Giant stellt selbstbewusst für 2400 Euro das günstigste Rad in unserem Vergleichstest.

Der leichte Rahmen und die 27,5-Zoll-Laufräder sorgen trotz niedrigem Preis für ein konkurrenzfähiges Gesamtgewicht unter den Trailbikes. Noch nicht mal auf den Komfort einer Teleskopstütze muss man verzichten. Bergauf wippt der Maestro-Hinterbau leicht, kann aber mit einer Plattform ruhiggestellt werden. Dass am Anthem lediglich eine Shimano-SLX-Schaltgruppe verbaut ist, fiel während der Testfahrten nicht negativ auf. Über die 2x11-Übersetzung mit hoher Bandbreite freut man sich besonders im Anstieg. Der Sitzwinkel ist mit 72,2 Grad vergleichsweise flach, reicht aber aus, um effektiv zu kurbeln. Das tiefe Tretlager sorgt im Singletrail bergab für eine sichere Position hinter dem Lenker und lässt einen mit Vollgas durch Anlieger rauschen. Trotz flachem Lenkwinkel bleibt das Handling verspielt und verlangt nach einer aktiven Fahrweise. Schwalbes günstige Perfomance-Reifen und vor allem das schwache Racing-Ralph-Profil am Hinterrad können mit der restlichen Leistung des Bikes bergab nicht mithalten. Die Rhythm-Gabel von Fox funktioniert gut, könnte nach dem Geschmack der Tester aber gerne auch etwas mehr Federweg haben.


Fazit: Solide Leistung trotz niedrigem Preis. Wer viel Wert auf Spaß in der Abfahrt liegt, sollte die Reifen tauschen.
Die Alternative


Die Alternative: Das Anthem SX kostet zwar 3200 Euro, hat dafür aber eine komplette XT-Ausstattung und 10 Millimeter Federweg mehr an der Gabel.

  Giant Anthem 2 – Kennlinien: Die Fox-Gabel ist sensibler als der Maestro-Hinterbau und hat über den kompletten Federweg weniger Druckstufe.Foto: BIKE Magazin
Giant Anthem 2 – Kennlinien: Die Fox-Gabel ist sensibler als der Maestro-Hinterbau und hat über den kompletten Federweg weniger Druckstufe.
  Giant Anthem 2Foto: BIKE Magazin
Giant Anthem 2
  Giant Anthem 2Foto: BIKE Magazin
Giant Anthem 2


Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 8/2017 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

Meistgelesene Artikel