Trailbikes

9 Trailbikes bis 2700 Euro im BIKE-Test

Ludwig Döhl

 · 12.01.2020

9 Trailbikes bis 2700 Euro im BIKE-TestFoto: Max Schumann

Trailbikes sollen Touren-Fahrer bergauf und bergab gleichermaßen glücklich machen. Für 2700 Euro zaubern aber nur drei von neun Test-Bikes ein breites Strahlen auf die Gesichter der BIKE-Tester.

Testfahrer Laurin Lehner fummelt gerade die Stangen seines Einmann-Zeltes zusammen, als die Windböe die Zeltplane zum zweiten Mal auf links dreht. Eine Aussage können wir schon vor der ersten Testrunde mit den neun Trailbikes im Kofferraum unseres Busses treffen: Die Übernachtung im Hotel wäre einfacher und vor allem deutlich komfortabler gewesen. Dennoch waren drei Einzelzimmer mit Halbpension keine Option für diesen Trailbike-Test. Wer im Zelt schläft, klinkt sich, wie beim Mountainbiken, bewusst aus dem normalen Leben zwischen Radiowecker und Tagesschau aus. Wir haben uns also, zumindest temporär, auf Schlafsack, Zelt und Iso-Matte reduziert, um die Aufmerksamkeit auf die wesentlichen Faktoren für Mountainbiker zu lenken: frische Luft, Natur und den Spaß auf dem Singletrail. Bleibt nur noch die entscheidende Frage zu klären: Welches Touren-Fully für unter 2700 Euro lässt einen die Zeit in der Natur am besten genießen?

  Diskussion der Testeindrücke am knisternden Lagerfeuer. Links: Laurin Lehner, daneben Ludwig Döhl.Foto: Max Schumann
Diskussion der Testeindrücke am knisternden Lagerfeuer. Links: Laurin Lehner, daneben Ludwig Döhl.

Mittlerweile stehen unsere Zelte am Ufer des Moldau-Stausees. Lipno liegt im Böhmerwald, etwa 40 Kilometer entfernt von Passau. Vergilbte Restaurant-Reklamen und fehlender Putz an den Hauswänden zeugen noch heute vom Versagen der einstigen Sowjetregierung. Neue Hotels und der Jachthafen am malerischem Seeufer sollen eine neue Ära symbolisieren, interessieren uns aber genauso wenig wie die bröckelnden Relikte der Vergangenheit. Wir sind hier, weil sich Trail-Künstler Tomáš Kvasnicka, Erbauer des legendä­ren Trailcenters Pod Smrkem, auch in diesem Wald mit Singletrails verewigt hat. Ein kleiner Bikepark inklusive umliegenden "Floutrejl" haben uns angelockt. Die bobbahnähnlichen Wege mit unzähligen Anliegerkurven, kleinen Sprüngen und Rumpelpassagen machen die 200 Höhenmeter großen Hügel des Böhmerwalds zum Paradies für Mountainbiker. Ideale Testbedingungen also für unsere Trailbikes mit 120 bis 140 Millimetern Federweg.

Den gesamten Artikel zu diesen neun Trialbikes mit allen Testergebnissen inklusive Punktetabellen, technischen Daten und Noten gibt es als PDF unten im Download-Bereich:

  • Canyon Neuron CF 8.0
  • Cube Stereo 120 TM
  • Focus Jam 6.8 Nine
  • Giant Trance 29 2
  • Kona Satori
  • Marin Hawk Hill 3 27,5
  • Norco Fluid FS 1
  • Rock Machine Blizzard TRL90-29
  • Rose Root Miller 3
Die Dämpfer in Norco und Focus haben keine Plattform oder Blockiermöglichkeit. Foto: Max Schumann
Die Dämpfer in Norco und Focus haben keine Plattform oder Blockiermöglichkeit. 
Trailbikes sollen Touren-Fahrer bergauf und bergab gleichermaßen glücklich machen. Für 2700 Euro zaubern aber nur drei von neun Test-Bikes ein breites Strahlen auf die Gesichter der BIKE-Tester. Unser Test im Trailcenter Lipno deckt die Stärken und Schwächen dieser Kategorie auf. (Im Foto: Max SchumannFoto: Marin Hawk Hill 3 27,5)
Trailbikes sollen Touren-Fahrer bergauf und bergab gleichermaßen glücklich machen. Für 2700 Euro zaubern aber nur drei von neun Test-Bikes ein breites Strahlen auf die Gesichter der BIKE-Tester. Unser Test im Trailcenter Lipno deckt die Stärken und Schwächen dieser Kategorie auf. (Im Foto: Max Schumann
Trotz üppiger Gewichte haben wir alle Test-Bikes ohne Liftunterstützung zum Trail-Einstieg hochpedaliert.Foto: Max Schumann
Trotz üppiger Gewichte haben wir alle Test-Bikes ohne Liftunterstützung zum Trail-Einstieg hochpedaliert.
Moderate Anstiege sind kein Problem. Erst, wenn es steil wird, kommen einige Bikes an ihre Grenzen.Foto: Max Schumann
Moderate Anstiege sind kein Problem. Erst, wenn es steil wird, kommen einige Bikes an ihre Grenzen.
Die Testfahrer besprechen ihre Fahreindrücke.Foto: Max Schumann
Die Testfahrer besprechen ihre Fahreindrücke.
Bergab machen alle Test-Bikes Spaß. Die überwiegend verbauten 29er-Laufräder sorgen für ein sicheres Fahr­verhalten.Foto: Max Schumann
Bergab machen alle Test-Bikes Spaß. Die überwiegend verbauten 29er-Laufräder sorgen für ein sicheres Fahr­verhalten.
Diskussion der Testeindrücke am knisternden Lagerfeuer.Foto: Max Schumann
Diskussion der Testeindrücke am knisternden Lagerfeuer.
Eine unserer Teststrecken: der Floutrejl Lipno.Foto: Max Schumann
Eine unserer Teststrecken: der Floutrejl Lipno.
Canyon Neuron CF 8.0Foto: Georg Grieshaber
Canyon Neuron CF 8.0
Cube Stereo 120 TMFoto: Georg Grieshaber
Cube Stereo 120 TM
Focus Jam 6.8 NineFoto: Georg Grieshaber
Focus Jam 6.8 Nine
Giant Trance 29 2Foto: Georg Grieshaber
Giant Trance 29 2
Kona SatoriFoto: Georg Grieshaber
Kona Satori
Marin Hawk Hill 3 27,5Foto: Georg Grieshaber
Marin Hawk Hill 3 27,5
Norco Fluid FS 1 Foto: Georg Grieshaber
Norco Fluid FS 1 
Rock Machine Blizzard TRL90-29Foto: Georg Grieshaber
Rock Machine Blizzard TRL90-29
Rose Root Miller 3Foto: Georg Grieshaber
Rose Root Miller 3
Das Fahrverhalten der Bikes hängt maßgeblich vom richtigen Setup der Federelemente ab. Gut: Alle Gabeln haben mittlerweile Luftdrucktabellen mit Orientierungswerten je nach Fahrergewicht. Schlecht: Beim Dämpfer ist man von solchen Tabellen noch weit entfernt. Hier hilft nur das Herantasten über den Negativ­-Federweg.Foto: Max Schumann
Das Fahrverhalten der Bikes hängt maßgeblich vom richtigen Setup der Federelemente ab. Gut: Alle Gabeln haben mittlerweile Luftdrucktabellen mit Orientierungswerten je nach Fahrergewicht. Schlecht: Beim Dämpfer ist man von solchen Tabellen noch weit entfernt. Hier hilft nur das Herantasten über den Negativ­-Federweg.
Sram-Eagle-NX- Schaltungen haben zwar zwölf Ritzel, aber mit dem 11er-Abschlussritzel eine geringere Band­breite als die GX-Versionen. Außerdem funktionierten sie im Test etwas schwammig.Foto: Max Schumann
Sram-Eagle-NX- Schaltungen haben zwar zwölf Ritzel, aber mit dem 11er-Abschlussritzel eine geringere Band­breite als die GX-Versionen. Außerdem funktionierten sie im Test etwas schwammig.
Rose Root Miller 3: Den übetrieben breiten 820-Millimeter-Lenker am Rose haben wir auf immer noch breite 780 Millimeter gestutzt. Rose-Kunden können solche Details aber konfigurieren.Foto: Max Schumann
Rose Root Miller 3: Den übetrieben breiten 820-Millimeter-Lenker am Rose haben wir auf immer noch breite 780 Millimeter gestutzt. Rose-Kunden können solche Details aber konfigurieren.
Rose Root Miller 3: Den übetrieben breiten 820-Millimeter-Lenker am Rose haben wir auf immer noch breite 780 Millimeter gestutzt. Rose-Kunden können solche Details aber konfigurieren.Foto: Max Schumann
Rose Root Miller 3: Den übetrieben breiten 820-Millimeter-Lenker am Rose haben wir auf immer noch breite 780 Millimeter gestutzt. Rose-Kunden können solche Details aber konfigurieren.
Die 1x10-Shimano-Deore-Schaltung am Kona hat eine zu geringe Bandbreite, um steile Anstiege oder schnelle Abfahrten zu meistern.Foto: Max Schumann
Die 1x10-Shimano-Deore-Schaltung am Kona hat eine zu geringe Bandbreite, um steile Anstiege oder schnelle Abfahrten zu meistern.
Die Dämpfer in Norco und Focus haben keine Plattform oder Blockiermöglichkeit. Foto: Max Schumann
Die Dämpfer in Norco und Focus haben keine Plattform oder Blockiermöglichkeit. 
Trailbikes sollen Touren-Fahrer bergauf und bergab gleichermaßen glücklich machen. Für 2700 Euro zaubern aber nur drei von neun Test-Bikes ein breites Strahlen auf die Gesichter der BIKE-Tester. Unser Test im Trailcenter Lipno deckt die Stärken und Schwächen dieser Kategorie auf. (Im Foto: Max SchumannFoto: Marin Hawk Hill 3 27,5)
Trailbikes sollen Touren-Fahrer bergauf und bergab gleichermaßen glücklich machen. Für 2700 Euro zaubern aber nur drei von neun Test-Bikes ein breites Strahlen auf die Gesichter der BIKE-Tester. Unser Test im Trailcenter Lipno deckt die Stärken und Schwächen dieser Kategorie auf. (Im Foto: Max Schumann
Trailbikes sollen Touren-Fahrer bergauf und bergab gleichermaßen glücklich machen. Für 2700 Euro zaubern aber nur drei von neun Test-Bikes ein breites Strahlen auf die Gesichter der BIKE-Tester. Unser Test im Trailcenter Lipno deckt die Stärken und Schwächen dieser Kategorie auf. (Im Foto: Max Schumann
Trotz üppiger Gewichte haben wir alle Test-Bikes ohne Liftunterstützung zum Trail-Einstieg hochpedaliert.
Moderate Anstiege sind kein Problem. Erst, wenn es steil wird, kommen einige Bikes an ihre Grenzen.
Die Testfahrer besprechen ihre Fahreindrücke.
Bergab machen alle Test-Bikes Spaß. Die überwiegend verbauten 29er-Laufräder sorgen für ein sicheres Fahr­verhalten.
Diskussion der Testeindrücke am knisternden Lagerfeuer.
Eine unserer Teststrecken: der Floutrejl Lipno.
Canyon Neuron CF 8.0
Cube Stereo 120 TM
Focus Jam 6.8 Nine
Giant Trance 29 2
Kona Satori
Marin Hawk Hill 3 27,5
Norco Fluid FS 1 
Rock Machine Blizzard TRL90-29
Rose Root Miller 3
Das Fahrverhalten der Bikes hängt maßgeblich vom richtigen Setup der Federelemente ab. Gut: Alle Gabeln haben mittlerweile Luftdrucktabellen mit Orientierungswerten je nach Fahrergewicht. Schlecht: Beim Dämpfer ist man von solchen Tabellen noch weit entfernt. Hier hilft nur das Herantasten über den Negativ­-Federweg.
Sram-Eagle-NX- Schaltungen haben zwar zwölf Ritzel, aber mit dem 11er-Abschlussritzel eine geringere Band­breite als die GX-Versionen. Außerdem funktionierten sie im Test etwas schwammig.
Rose Root Miller 3: Den übetrieben breiten 820-Millimeter-Lenker am Rose haben wir auf immer noch breite 780 Millimeter gestutzt. Rose-Kunden können solche Details aber konfigurieren.
Rose Root Miller 3: Den übetrieben breiten 820-Millimeter-Lenker am Rose haben wir auf immer noch breite 780 Millimeter gestutzt. Rose-Kunden können solche Details aber konfigurieren.
Die 1x10-Shimano-Deore-Schaltung am Kona hat eine zu geringe Bandbreite, um steile Anstiege oder schnelle Abfahrten zu meistern.
Die Dämpfer in Norco und Focus haben keine Plattform oder Blockiermöglichkeit. 


Den kompletten Vergleichstest inkl. aller Daten, Punktetabellen und der Notenübersicht finden Sie in BIKE 7/2019. Als PDF kostet der Vergleichstest 1,99 Euro. Warum nicht kostenlos? Weil Qualitätsjournalismus einen Preis hat. Dafür garantieren wir Unabhängigkeit und Objektivität. Das betrifft ganz besonders die Tests in BIKE. Die lassen wir uns nicht bezahlen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Wir lassen sie uns etwas kosten, und zwar Hunderttausende Euro jedes Jahr.
Die gesamte Digital-Ausgabe können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe im DK-Shop nachbestellen – solange der Vorrat reicht:

Downloads:

Meistgelesene Artikel