ZweigleisigNeues Simplon Cirex mit 100 & 120 mm

Stefan Loibl

 · 10.11.2020

Zweigleisig: Neues Simplon Cirex mit 100 & 120 mmFoto: Simplon
Zweigleisig: Neues Simplon Cirex mit 100 & 120 mm

Mit dem neuen Cirex fährt Simplon ab 2021 zweigleisig. Neben der klassischen Racefully-Variante gibt es auch noch eine Down-Country-Version mit etwas mehr Federweg.

Abfahrten werden immer rasanter, Kurse immer technischer. Simplon reagiert und stellt mit dem neuen Cirex ein 2021er-Bike vor, das diesen Anforderungen perfekt gewachsen sein soll. Die 100-Millimeter-Plattform wird zukünftig wieder ein reinrassiges Racefully mit 100 Millimeter hinten und vorne sein. Ein Race-Bike also, bei dem Effizienz und geringes Gewicht oberste Priorität haben. Aber auch mit zehn Millimetern weniger Hub am Heck soll es sich bergab besser schlagen als das Vorgängermodell. Der Hinterbau kommt dank flexenden Sitzstreben auch weiterhin ohne Horst-Link aus, das spart Gewicht und erhöht die Steifigkeit. Das Rahmengewicht geben die Vorarlberger mit 1800-1850 Gramm in Größe L (ohne Dämpfer) an. Das sind etwa 150 Gramm weniger als das alte Cirex, die Simplon mit einem schlichteren Rohrdesign, einer kompakteren Wippe und einem optimierten Carbon-Layup herausholt. Vier Rahmenhöhen von S bis XL wird es geben. Dass eine Kettenführung beim Cirex nun zur Serienausstattung gehört, spricht eine klare Sprache. Ebenso die deutlich flachere und längere Geometrie: Der Lenkwinkel beträgt 68 Grad, der Sitzwinkel steilt sich auf 76 Grad auf. Der Reach wächst auf 480 Millimeter in Größe L und die Kettenstreben schrumpfen auf 435 Millimeter.

  Weniger kantig und schlichter: Am Cirex-Rahmen spart Simplon 150 Gramm im Vergleich zum Vorgängermodell ein.Foto: Simplon
Weniger kantig und schlichter: Am Cirex-Rahmen spart Simplon 150 Gramm im Vergleich zum Vorgängermodell ein.
  Reduziert und leichter: Die neue Wippe ist kompakter und spart Gewicht.Foto: Simplon
Reduziert und leichter: Die neue Wippe ist kompakter und spart Gewicht.

Wie beim Vorgänger passen auch beim neuen Cirex zwei Trinkflaschen ins Rahmendreieck, nur bei der Rahmengröße S klappt das nicht. In den Hinterbau passen Reifen bis 2,35 Zoll Breite und im Lieferumfang befindet sich eine minimalistische Kettenführung, die am Hauptlager fixiert wird. Um den Carbon-Rahmen zuverlässig zu schützen, klebt Simplon nicht nur außen an die Kettenstrebe ein Chainsuck-Blech, sondern auch auf beiden Kettenstreben innen. Vor Einschlägen des Cockpits schützt ein Lenkeinschlagsbegrenzer das Oberrohr, der an der unteren Lagerschale sitzt. Eine weitere Simplon-Entwicklung, die man bereits vom Race-Hardtail Razorblade kennt, ist das Smart Headset. Durch den speziellen Steuersatz werden die Kabel direkt in die obere Lagerschale geführt und verschwinden im Steuerrohr. Der Steuerrohr selbst kommt dadurch ohne Leitungsöffnungen aus.

  Die Leitungen verschwinden oben über die Steuersatzkappe im Rahmeninneren. Diese Lösung hat Simplon zusammen mit Acros entwickelt und kommt bereits beim Razorblade zum Einsatz.Foto: Simplon
Die Leitungen verschwinden oben über die Steuersatzkappe im Rahmeninneren. Diese Lösung hat Simplon zusammen mit Acros entwickelt und kommt bereits beim Razorblade zum Einsatz.
  Die Klemmung der Züge am Hauptlager kann sich beim Einfedern des Hinterbaus mitdrehen. Auf diese Lösung hat Simplon ein Patent.Foto: Simplon
Die Klemmung der Züge am Hauptlager kann sich beim Einfedern des Hinterbaus mitdrehen. Auf diese Lösung hat Simplon ein Patent.

Fünf Modelle vom Cirex wird es geben, los geht's mit der Deore-Variante ab 4399 Euro. Darüber folgen GX Eagle, XT, XTR und XX1 Eagle AXS. Beim Fahrwerk hat man die Wahl zwischen drei Herstellern bzw. vier Varianten: zwei Mal Rockshox (SID/SIDluxe und Reba/Deluxe), Fox (32 Factory SC/DPS Factory) und DT Swiss (F232 One/R232). Die leichtesten Cirex-Modelle mit Rockshox SID SL Ultimate, DT Swiss XRC 1200 Carbon-Laufrädern, Magura MT8 und Shimano XTR bzw. Sram XX1 Eagle AXS sollen nur 9,95 Kilo als Komplettbike wiegen. Sie kosten aber auch 6399 bzw. 6799 Euro. Doch wie von Simplon gewohnt, kann man zudem im Konfigurator die Ausstattung bei jedem der fünf Modelle im Detail anpassen.

  Die 100-mm-Variante des Cirex mit Rockshox-Fahrwerk. Zudem hat man im Konfigurator die Wahl, Gabel und Dämpfer von Fox oder DT Swiss zu ordern.Foto: Simplon
Die 100-mm-Variante des Cirex mit Rockshox-Fahrwerk. Zudem hat man im Konfigurator die Wahl, Gabel und Dämpfer von Fox oder DT Swiss zu ordern.

Das Cirex mit Fox-Fahrwerk als leichtes Trailbike

Wer noch etwas mehr Komfort oder Fehlertoleranz für Marathons oder ein Bike für lange, tretlastige Mittelgebirgs-Touren sucht, kann auch zu einer Down-Country-Version mit 120 Millimetern Federweg greifen. Über die schönen Details wie den Lenkanschlagsbegrenzer, einen serienmäßigen Kettenstrebenschutz, die integrierte Kabelführung und die Möglichkeit, zwei Flaschenhalter zu montieren, verfügt natürlich auch die 120-mm-Version. Durch die zwei Zentimeter längere Gabel flacht sich der Lenkwinkel auf 67,4 Grad ab. Beim 120er-Cirex kommt das Fahrwerk ausschließlich von Fox und besteht aus einer 34 SC Factory-Gabel und einem Float DPS Factory-Dämpfer. Besonders sinnvoll ist hier die Konfigurator-Option bei der Sattelstütze: Für 240 Euro Aufpreis ersetzt eine Lev Integra-Variostütze mit 150 mm Hub die serienmäßige Simplon Carbon-Stütze mit 31,6er-Durchmesser.

  Zwei Trinkflaschen passen ins Rahmendreieck am Cirex, nur bei Rahmengröße S nicht. Hier das neue Simplon-Bike als sportliches Trailbike mit 120 Millimeter Federweg.Foto: Simplon
Zwei Trinkflaschen passen ins Rahmendreieck am Cirex, nur bei Rahmengröße S nicht. Hier das neue Simplon-Bike als sportliches Trailbike mit 120 Millimeter Federweg.
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