News aus BelgienRidley stellt mit Raft und Probe RS zwei schnelle MTB vor

Marc Strucken

 · 04.10.2022

News aus Belgien: Ridley stellt mit Raft und Probe RS zwei schnelle MTB vorFoto: Hersteller; Montage: BIKE Redaktion
News aus Belgien: Ripley stellt zwei neue schnelle MTB vor

Ridley Raft und Ridley Probe RS - das sind die zwei neuen Experten bei den Belgiern, wenn es um schnell und leicht geht. Das Raft Fully ergänzt das Ridley Sablo Richtung Down-Country. Das Probe ist das hochwertige Race-Hardtail neben dem Ignite - das auch derzeit online nicht mehr zu haben ist beim Hersteller.

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Der belgische Hersteller Ridley ist über die MTB-Welt bekannt für seine Rennräder- aber vor allem für Gravel- und Cyclo-Cross-Geschosse. Daher wunderte es nicht, dass schon das Ridley Sablo vor einiger Zeit kein Downhiller war, sondern eine leichte, schnittige Crosscountry-Race-Maschine. Auf diesem Trail - wenn man im Bild bleiben möchte - wandert Ridley weiter und legt seine beiden neuen Modelle nach. Das Probe RS soll ein “Performance-orientiertes” Hardtail sein, mit einem nur 760 Gramm (unlackiert) schweren Rahmen. Das Ridley Raft als Fullsuspension-MTB gibt es in zwei Varianten: als Raft XC mit 100 Millimeter Federweg und Raft TR mit Trail-tauglichen 120 mm. Auch der Steuerrohrwinkel ist dem Einsatzgebiet angepasst: 66,6 Grad beim Raft TR (120 mm Federweg) und 67,5 Grad beim Raft XC (100 mm Federweg).

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Ridley Raft - Cross-Race-Down-Country?

Ridley Raft - zwei Modelle und zwei Farben stehen zur Auswahl.Foto: Hersteller
Ridley Raft - zwei Modelle und zwei Farben stehen zur Auswahl.

Ein wenig versucht Ridley bei seinen Fullys wohl alles mitzunehmen, was gefragt ist. Das Raft soll schnell und leicht für den Renneinsatz sein, hat aber diverse Anschraubpunkte für drei Flaschen und Oberrohrtasche, so soll es laut Hersteller auch bei Offroad-Bikepacking Freude bringen. Das Gewicht des unlackierten Rahmen (Größe M) liegt bei 1750 Gramm (Herstellerangabe). Das Gewicht eines Raft TR mit einer XX1-Schaltgruppe - also dem Trail-Biker - beträgt nur 11,5 kg in Größe L. Damit steht es etwa dem Scott Spark RC in puncto Gewicht nichts nach.

Ridley Raft - weniger Federweg und veränderter Steuerrohrwinkel machen das Raft XC im Vergleich zum TR-Modell zum Crosscountry-BikeFoto: Hersteller
Ridley Raft - weniger Federweg und veränderter Steuerrohrwinkel machen das Raft XC im Vergleich zum TR-Modell zum Crosscountry-Bike

Ridley Raft: Zwischen TR und XC liegen 20 mm und unterschiedliche Dämpfer

Der größte Unterschied zwischen den beiden Ausführungen des Ridley Raft ist die Ausstattung bei Federgabel und Dämpfer. Beim Raft XC gibt ein RockShox SIDluxe-Dämpfer mit 40 mm Hub 100 mm Federweg am Hinterbau frei. Bei Raft TR sorgt ein RockShox Deluxe-Dämpfer mit 45 mm Hub für einen Federweg von 120 mm. Vorne arbeiten entsprechend entweder eine SID SL-Gabel mit 100 mm bzw. eine SID-Gabel mit 120 mm Federweg und 35 mm dicken Standrohren.

Ridley Raft TR mit RockShox SIDluxe-Dämpfer
Federgabel und Dämpfer machen den Unterschied zwischen XC und TR beim Raft

Preislich liegen die Ridley Raft-Modelle zwischen 4199 Euro (XC mit Sram GX, 12-fach) und 7799 Euro (XC mit Sram XX1) beziehungsweise 4999 Euro (TR mit Sram X1, 12-fach) und 5999 Euro (TR mit Sram GX AXS, 12-fach). Beide Varianten sind in grau und gelb verfügbar - und in den Größen S bis XL.

Ridley Probe RS - der Buckel ist weg

Ridley Probe RS - ersetzt es das Hardtail Ignite im Portfolio?Foto: Hersteller
Ridley Probe RS - ersetzt es das Hardtail Ignite im Portfolio?

Auffällig ist beim neuen Ridley Probe RS im Vergleich zum bisherigen Race-Hardtail Ignite SLX der Belgier, dass es keinen Buckel mehr am Oberrohr hat. Die Race-Tauglichkeit hat sich das Probe RS wohl bewahrt mit dem geringen Rahmengewicht und einer sportlichen Geometrie aus steilem Sitzwinkel in Kombination mit einem längeren Oberrohr sowie flacherem Lenkwinkel.

Das alte Modell, Ridley Ignite SLX - der Buckel war Geschmackssache. Beim Online-Portal des Herstellers ist das Modell dennoch ausverkauft.Foto: Hersteller
Das alte Modell, Ridley Ignite SLX - der Buckel war Geschmackssache. Beim Online-Portal des Herstellers ist das Modell dennoch ausverkauft.

Das Probe RS hat eine 100-mm-Federgabel an Bord, kann aber auch eine 120-mm-Federgabel aufnehmen, was das Hardtail wiederum zu einem eher Trail-orientierten Bike macht, zumindest aber zu einem MTB für technischeres Gelände.

Der Rahmen des Ridley Probe kommt aus Portugal

Bei der Produktion des Probe RS folgt Ridley dem langsam erwachenden Trend zu europäischen Fertigungsstätten und lässt den Rahmen in Portugal bauen. Das funktioniert so gut, dass einerseits das Gewicht des unlackierten Rahmens beim Probe RS nur bei 760 Gramm in Größe M liegt. Andererseits der Preis des Komplettrades aber nicht in exorbitante Höhen schießt, sondern zwischen 3999 Euro und 7999 Euro (Sram XX1 AXS) liegt.

Das Ridley Probe RS in sehr nüchterner Umgebung
Das Ridley Probe RS en Detail

Die Schaltgruppe beim Ridley Probe RS beruht komplett auf Sram. Die günstigste Ausführung wird mit Sram X01 12-fach Schaltwerk und der Level TL-Bremse geliefert. Dazu gesellen sich eine RockShox SID SL Rush Gabel mit 100 Millimeter Federweg und DT Swiss X1900 Spline Felgen. Für das high-end Probe gibt es Sram XX1 AXS an der Schaltung, die Sram Level Ultimate Carbon Disc Brake für die negative Beschleunigung, eine RockShox SID SL Ultimate Charger sowie DT Swiss XRC1501 Spline Laufräder.

Die Laufruhe des Ridley Probe RS wird hier auf die... Probe... gestellt.Foto: Hersteller
Die Laufruhe des Ridley Probe RS wird hier auf die... Probe... gestellt.

Verfügbar ist das Race-Hardtail von Ridley ebenfalls in den Größen S bis XL. Der Hersteller kündigt zusätzlich einen Konfigurator an, mit dem man das Bike nach seinen Vorlieben mit verschiedenen Designs, Farben, Lackierungen, Schaltgruppen, Komponenten, Laufrädern, Reifen, Sätteln ausstatten kann. Aktuell ist dieser aber noch nicht für die neuen Modelle unter ridley-bikes.com nutzbar.

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