Merida Ninety-Nine 9.700 im BIKE-Test

Christoph Listmann

 · 24.02.2016

Merida Ninety-Nine 9.700 im BIKE-TestFoto: Georg Grieshaber
Merida Ninety-Nine 9.700 im BIKE-Test

Schon aus seinem Stammbaum heraus kann das Ninety-Nine gar nicht anders als zu fordern: "Her mit der Startnummer." Unmissverständlich optimiert der tiefe Vorbau die Aerodynamik.

Schnelle Reifen sparen die entscheidenden Watt. Und das Doppel-Lockout am Lenker leitet für Gabel und Federbein den Ziel-Sprint ein. Der Blick auf den Vollcarbon-Rahmen zeigt ein geringes Gewicht, sehr gute Verarbeitung und eine gestreckte Geometrie. Als langlebig, funktionell und vernünftig darf man die Ausstattung bezeichnen. Fahrspaß auf wurzeligen Trails schenkt das Bike trotzdem – freilich gebietet das Setup etwas mehr Vorsicht als bei Trek oder Marin, bei denen man es unbeschwert laufen lassen kann. Wer das Bike kauft, ohne Renneinsätze in Erwägung zu ziehen, dreht einfach den Vorbau um und entspannt die Lage. Wer das nicht tut, wird merken: Man fährt immer schneller, als es die eigene Form eigentlich zulässt.

Verlagssonderveröffentlichung


Fazit: Meridas Ninety-Nine ist ein klassisches Marathon-Rennpferd, kompromisslos auf Tempo getrimmt. Die lange Gabel macht bergab Sinn.


PLUS Fünf Rahmengrößen, lebenslange Garantie
MINUS Preisgünstiges Gabelmodell (Fox-Evolution-Serie), Lockout am Lenker schwergängig


Die Alternative Die Steigerung des 9.700 ist das Werkzeug des Renn-Teams: Für 5899 Euro kriegt man das Ninety-Nine 9.Team im Design der Multivan-Merida-Mannschaft. Es soll nur 10,4 Kilo wiegen. Achtung: Einfach-Kurbel!

  Die gleichzeitige Bedienung von Gabel und Federbein am Merida ist zwar praktisch, der Fox-Hebel aber schwergängig.Foto: Georg Grieshaber
Die gleichzeitige Bedienung von Gabel und Federbein am Merida ist zwar praktisch, der Fox-Hebel aber schwergängig.
  Eine 120er-Gabel wie bei Centurion, Marin, Merida und Trek, vergrößert den Einsatzbereich und bringt bergab mehr Sicherheit und Reserven.Foto: Georg Grieshaber
Eine 120er-Gabel wie bei Centurion, Marin, Merida und Trek, vergrößert den Einsatzbereich und bringt bergab mehr Sicherheit und Reserven.
  Test 2015 Marathon-Fullys: Merida Ninety-Nine 9.700Foto: BIKE Magazin
Test 2015 Marathon-Fullys: Merida Ninety-Nine 9.700
  Auch beim Merida ist die 120er-Gabel eine gute Wahl, entschärft sie doch den Downhill. Das Heck spricht sensibel an und nutzt den Federweg aus.Foto: BIKE Magazin
Auch beim Merida ist die 120er-Gabel eine gute Wahl, entschärft sie doch den Downhill. Das Heck spricht sensibel an und nutzt den Federweg aus.


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