Merida Big Ninety-Nine CF Team

Christoph Listmann

 · 18.03.2014

Merida Big Ninety-Nine CF TeamFoto: Markus Greber
Merida Big Ninety-Nine CF Team

Echte Fans wollen das Material der Profis fahren. Vorhang auf fürs Dienstfahrzeug des Multivan Merida Teams.

Das Big Ninety-Nine ist die erste Wahl der jungen Wilden aus dem Multivan-Merida-Rennstall. Ondrej Cink und Thomas Litscher vertrauen auch im Worldcup auf vollgefederte 29er. Leichte, schnelle Racefullys haben schließlich Tradition (und Erfolg) im Hause der Taiwanesen. Dass das Big Ninety-Nine für Racer entwickelt wurde, spürt man sofort. Man sitzt gestreckt (langes Oberrohr), vorne tief und steuert mit vergleichsweise schmalem Lenker. Der Vorbau zeigt 17 Grad steil nach unten, ein flacheres Modell wäre für alle ohne Profi-Lizenz entspannter. Für 6599 Euro gibt es Vollcarbon-Fahrwerk und Team-Ausstattung, das grün-weiße Team-Design überzieht das komplette Bike inklusive den Fulcrum-Laufrädern. Warum die jedoch vorne mit Schnellspanner und nicht mit Steckachsen ausgerüstet sind? Wunsch der Team-Fahrer. Mit 10,9 Kilo komplett trägt das Big Ninety-Nine die rote Laterne im Startblock (die "echten" Teambikes sind durch spezielles Tuning leichter).

Verlagssonderveröffentlichung

Ab auf den Trail: So, wie die starke Sattelüberhöhung bergauf für einen aggressiven Fahrstil sorgt, so führt diese Frontlastigkeit bergab zu einem Kampf mit dem Sportgerät. Man hängt über dem Vorderrad, nutzt dadurch auch den Federweg am Heck nicht aus. Wie gesagt: ein neutraler Vorbau löst das Problem sofort. Denn dass das Bike erfolgreich ist, daran zweifelt niemand.


Fazit Von Profis für Profis: Das Big Ninety-Nine ist für den Worldcup gemacht. Wer das Bike beherrscht, wird belohnt. Wer den Vorbau tauscht, kriegt ein Top-Marathon-Bike.


PLUS Fünf Rahmengrößen, Team-Design und -Ausstattung
MINUS Schnellspanner vorne (keine Steckachse), Cockpit im Vergleich wenig aufgeräumt


Die Alternative

Wer auf die Team-Optik steht, kriegt diese beim Modell Big Ninety-Nine CF X0 Edition mit Alu-Hinterbau für 4249 Euro. Das bedeutet Rock Shox Reba statt SID, Sram X0 statt XX. Gewicht laut Merida: 12,1 Kilo.

  Wunsch der Profis, doch wir finden: Gegenüber einer Steckachse ist die Bedienung der Schnellspanner von Fulcrum umständlicher.Foto: Markus Greber
Wunsch der Profis, doch wir finden: Gegenüber einer Steckachse ist die Bedienung der Schnellspanner von Fulcrum umständlicher.
  Der stark nach unten  zeigende Vorbau ist nur was für durchtrainierte Oberkörper. Tuning-Tipp: ein Modell mit Null-Grad-Winkel.Foto: Markus Greber
Der stark nach unten  zeigende Vorbau ist nur was für durchtrainierte Oberkörper. Tuning-Tipp: ein Modell mit Null-Grad-Winkel.
  Die Bedienung der Armaturen ist mit zwei Lockouts und je einem Schalthebel komplizierter als bei Konkurrenten.Foto: Markus Greber
Die Bedienung der Armaturen ist mit zwei Lockouts und je einem Schalthebel komplizierter als bei Konkurrenten.
  Auch das Merida zeigt ein harmonisches Fahrwerk. Das Heck spricht gut an, nutzte den Federweg aber nicht ganz aus.Foto: BIKE Magazin
Auch das Merida zeigt ein harmonisches Fahrwerk. Das Heck spricht gut an, nutzte den Federweg aber nicht ganz aus.

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