Felt Edict Nine FRD

Christoph Listmann

 · 18.03.2014

Felt Edict Nine FRDFoto: Markus Greber
Felt Edict Nine FRD

Wirkt schon im Stand superschnell und messerscharf: Felts Top-Racer ist ein Präzisionswerkzeug für Könner.

Wer sich mit Klinge nass rasiert wie ein Barbier, muss wissen, was er tut. Ähnlich verhält es sich mit dem Felt FRD. Es ist eine Rasierklinge, die präzise geführt werden will. Der kurze Radstand und der steile Lenkwinkel machen aus dem 29er eine enorm agile, Haken schlagende Rennmaschine. Ein Bike für verwinkelte CC-Worldcups oder die Jagd über Singletrails. FRD steht schließlich für Felt Racing Development. Alle Tester waren sich einig: Das Felt sieht schon im Stand verdammt schnell aus. Durch spezielle Carbon-Fasern soll das Bike steifer und leichter sein als alle anderen aus der Edict-Baureihe.

Verlagssonderveröffentlichung

Mit 2,5 Kilo ist das Fahrwerk dennoch das schwerste aus der Gruppe. Sitzposition und Beschleunigung führen im Handling bergauf zur Maximalpunktzahl, das doppelte Lockout (Rock Shox X-Loc Full Sprint) verwandelt das Bike blitzschnell in ein Rennrad. Lässt man das Fahrwerk arbeiten, reagiert das Heck unter Last spürbar, spricht aber fein und komfortabel an. Über den Felsen-Downhill der Test-Runde wird’s dann anstrengend, der steile Lenkwinkel macht das Bike unruhig und zwingt den Piloten, vom Gas zu gehen. Um die engen Serpentinen zirkelt man hingegen spielerisch. Wir könnten uns das Felt sehr gut mit 120er-Gabel vorstellen – für mehr Reserven vorne und gleichzeitig einen flacheren Lenkwinkel.


Fazit Das Felt ist ein sehr schnelles, fast schon giftiges Race-Bike mit schmalem Grenzbereich. Könner werden es dafür lieben, Anfänger wirft es ab.


PLUS Tolles Rahmen-Finish, perfektes Cockpit mit Gripshift
MINUS Nur gesetzliche Gewährleistung (Crash Replacement nur nach Registrierung)


Die Alternative

Auch das Modell unterhalb des FRD ist ein teurer Spaß, für 5499 Euro gibt’s das Edict 1 mit Shimano-XT-Gruppe und Rock-Shox-SID-RL-Gabel. Allerdings kommt der Dämpfer ohne Lockout-Fernbedienung.

  Einfach cool: Das Rahmen-Finish wirkt wie eine Zielflagge. Das passt zum Charakter des Bikes wie die Faust aufs Auge. Der F.A.S.T-Hinterbau verzichtet auf ein Gelenk.Foto: Markus Greber
Einfach cool: Das Rahmen-Finish wirkt wie eine Zielflagge. Das passt zum Charakter des Bikes wie die Faust aufs Auge. Der F.A.S.T-Hinterbau verzichtet auf ein Gelenk.
  Besser geht es nicht: Konsequent bedienfreundliches Cockpit mit Doppel-Lockout und Gripshift. Durch den Drehgriff wechselt man die elf Gänge superschnell.Foto: Markus Greber
Besser geht es nicht: Konsequent bedienfreundliches Cockpit mit Doppel-Lockout und Gripshift. Durch den Drehgriff wechselt man die elf Gänge superschnell.
  Die Federwege nutzten wir vorne und hinten aus, Heck und Gabel sprechen sensibel an, das Lockout macht aus dem Felt ein Rennrad.Foto: BIKE Magazin
Die Federwege nutzten wir vorne und hinten aus, Heck und Gabel sprechen sensibel an, das Lockout macht aus dem Felt ein Rennrad.

Downloads:

Meistgelesene Artikel

Unbekanntes Element