PlaymobileLeichte E-Kinderbikes von Woom und Ben-E-Bike

Josh Welz

 · 29.11.2020

Playmobile: Leichte E-Kinderbikes von Woom und Ben-E-BikeFoto: Markus Greber
Playmobile: Leichte E-Kinderbikes von Woom und Ben-E-Bike
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Mit sportlichen Modellen wollen Woom und Ben-E-Bike den Nachwuchs aufs E-MTB locken. Das Versprechen: viel Fahrspaß und neue Perspektiven für Familien.

„Also Papa“, sagt mein Sohn Matti, „ich glaube, ich brauch’ keinen Motor.“ Gerade sind wir vom Wank bei Garmisch-Partenkirchen abgefahren und rollen die letzten Meter über rumpelige Karrenwege zum Auto zurück. Die Abfahrt hat bei meinen federwegverwöhnten Kindern gemischte Gefühle hinterlassen, und die mühelose Auffahrt scheint bereits in Vergessenheit geraten zu sein. „Okay!“, rufe ich, „dann ziehen wir nächs­tes Wochenende ohne Motor los!“ „Und in welchen Bikepark?“, will meine Tochter Milla wissen.

Verlagssonderveröffentlichung

Genau hier liegt unser Problem. Während sich Milla (13) noch zu Ausflügen mit kleineren Anstiegen überreden lässt, scheut Matti (10) jedwede Kurbelumdrehung bergauf. Also spielt sich unsere Wochenendgestaltung seit geraumer Zeit in den Bikeparks der oberbayerischen Provinz ab. Vielen Eltern mit jüngeren Kindern geht das ähnlich – der Aktionsradius beim Biken bleibt auf die Reichhöhe der Lifte und Bergbahnen beschränkt. Und doch scheuen sich viele Eltern, ihre Kinder aufs E-MTB zu setzen. Die Gründe dafür: Zum einen will man es den Kleinen nicht zu einfach machen. Zum anderen konnten in der Vergangenheit die wenigsten Modelle überzeugen. Die Herausforderung, vor der die Entwickler stehen: Motoren und Akkus müssen in klein skalierte Rahmen passen, die Aggregate sollen fein ansprechen und die Power kontrollierbar sein – mit Konfektionsware lässt sich das nicht erreichen. Kindgerechte Anbauteile, niedriges Gesamtgewicht und ein überschaubarer Preis stehen obendrein im Lastenheft.

  Das Ben-E-Bike ist mit langem Radstand und flachem Lenkwinkel für schnelle Bergabstrecken gerüstet. Das <a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14805&awinaffid=471469&clickref=B+Woom+Up+6&ued=https%3A%2F%2Fwoom.com%2Fde_DE%2Ffahrraeder%2Fup-6%3Fvariant%3Ddefault-title" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Woom Up6</a> * überzeugt mit wendiger Geometrie und fein ansprechender Gabel. Links: An DurchzugFoto: Markus Greber
Das Ben-E-Bike ist mit langem Radstand und flachem Lenkwinkel für schnelle Bergabstrecken gerüstet. Das Woom Up6 * überzeugt mit wendiger Geometrie und fein ansprechender Gabel. Links: An Durchzug

Anforderungen, an denen bei unserem letzten Vergleichstest 2017 die meisten Hersteller gescheitert sind und – wie unsere Marktrecherche ergab – auch heute noch scheitern würden. Die meisten am Markt verfügbaren Modelle wirken wie zu heiß gewaschene Erwachsenen-Bikes: 20 Kilo schwer, mit überdimensionierten Motoren und ungeeigneten Komponenten – bergauf ein guter Liftersatz, bergab echte Spaßbremsen.

Ein Hersteller, der schon bei unserem letzten Test positiv herausstach: Ben-E-Bike. Die Schwaben schickten damals ihr zwölf Kilo leichtes Hardtail Twentyfour E-Power Air an den Start und ließen damit die Konkurrenz uralt aussehen. Allerdings haben es die Rottweiler in unserem Duell mit einem ernst zu nehmenden Mitbewerber zu tun: Kinder-Bike-Spezialist Woom hat sich über die letzten Jahre mit durchdachten Produkten einen Namen gemacht und stellte zu dieser Saison sein erstes E-MTB für Nachwuchs-Biker auf die Räder. Der Trumpf der Niederösterreicher: Sie entwickeln einen Großteil der Komponenten für die speziellen Anforderungen selbst.

Wie das Duell zwischen Woom und Ben-E-Bike ausgeht, lesen Sie im Testbericht. Den kompletten Vergleichstest von den zwei E-Kinderbikes aus EMTB 4/2020 können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,49 Euro.

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Mit sportlichen Modellen wollen Woom und Ben-E-Bike den Nachwuchs aufs E-MTB locken. Das Versprechen: viel Fahrspaß und neue Perspektiven für Familien. Kompromisse muss man trotzdem eingehen.
Foto: Markus Greber

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