KellerfundWas ist mein altes Mountainbike wert?

Henri Lesewitz

 · 04.12.2022

Einst technischer Meilenstein, jetzt verstaubte Kellerleiche: Bikes, wie dieses 1995er Staiger Black Arrow, stehen in vielen Kellern.
Foto: Tom Bierl
Ein Kellerfund der besonderen Art: Das Staiger Black Arrow war Anfang der Neunziger eines der ersten Carbon-Mountainbikes und damals schon eine Design-Ikone.

Kaum ein Sportgerät hat eine derart rasante Entwicklung hinter sich wie das Mountainbike. Innerhalb von gerade mal 30 Jahren wurde aus dem ungefederten 26-Zoll-MTB mit Stahlrahmen ein vollgefederter Highend-Offroader mit Funkschaltung und elektronisch gesteuertem Fahrwerk. Eine Folge dieser fortwährenden Evolution: In Kellern und Garagen schlummern tausende ausrangierte Mountainbikes. Was tun mit so einer “Kellerleiche”? Was ist das Vintage-Bike wert? Hat es mittlerweile vielleicht sogar Kultstatus als MTB-Classic?

Alles voller Spinnenweben, überall Staub und kein Fitzel Luft mehr in den Reifen: So sieht es aus, wenn ein Kellerfund erstmals seit Jahrzehnten wieder Tageslicht sieht. Foto: Henri Lesewitz
Alles voller Spinnenweben, überall Staub und kein Fitzel Luft mehr in den Reifen: So sieht es aus, wenn ein Kellerfund erstmals seit Jahrzehnten wieder Tageslicht sieht.

90er Jahre MTB: Wertloser Sperrmüll oder gesuchte Rarität?

Die gute Nachricht zuerst. Ein Mountainbike ist niemals Sperrmüll. Egal, ob es sich um ein ehemals preisgünstiges Serienmodell handelt oder um ein teures Race-Modell. Solange es fahrbereit ist, oder mit wenigen Handgriffen flott gemacht werden kann, hat es einen Nutzwert. Vielleicht nicht mehr als MTB für harte Alpen-Touren, aber zumindest noch als Klassiker fürs tägliche Pendeln oder für den Weg in die City. Da diese Bikes hochwertiger gearbeitet sind, als neue Günstig-Räder, suchen viele Preisfüchse auf dem Second Hand-Markt nach älteren Mountainbikes. 150 Euro sind mindestens drin für ein funktionierendes Stahl-MTB aus den frühen Neunzigern. Eine starre Gabel ist eher ein Kaufargument als ein Makel. Federgabeln alter Bauart bringen keinen nennenswerten Komfort und erhöhen nur das Pannenrisiko. Handelt es sich bei dem Bike um das Race-Modell einer bekannten Großserienmarke, wie beispielsweise Scott, Specialized oder Trek, lassen sich ohne Weiteres 200 bis 400 Euro für das Vintage MTB erzielen.

Das Black Arrow wurde von der kleinen, deutschen Carbon-Manufaktur Holder für den Fahrrad-Konzern Staiger produziert. Ein kleiner Aufkleber weist drauf hin. Foto: Henri Lesewiz
Das Black Arrow wurde von der kleinen, deutschen Carbon-Manufaktur Holder für den Fahrrad-Konzern Staiger produziert. Ein kleiner Aufkleber weist drauf hin.

Einst technisch revolutionäre Exoten, wie das Staiger Black Arrow mit einem der ersten Monocoque-Carbon-Rahmen der MTB-Geschichte, ab 1993 gefertigt von der kleinen deutschen Manufaktur Holder, lassen sich für 500 bis 1000 Euro verkaufen. Vorausgesetzt, man findet denjenigen MTB-Liebhaber, der emotionale Jugend-Erinnerungen mit genau diesem Modell verbindet. Besitzt man aber eine echte Ikone der frühen Neunziger, wie etwa ein frühes Yeti C-26, sind bis zu fünfstellige Beträge drin.

Damals schon angebetet, heute mit einer ikonische Aura behaftet: Die Bikes der später von Trek aufgekauften und eingestellten US-Marke Klein sind bei Sammlern hochbegehrt
Foto: Henri Lesewitz
Kultbikes der frühen Neunziger, wie solche Klein Attitude, erzielen die besten Preise, denn hier ist Emotion das Kaufargument. Und die kennt manchmal keine Grenzen.
Kultbikes der Neunziger sind eine Wertanlage, wie seltene Rolex-Uhren oder analoge Leica-Kameras. – Henri Lesewitz, BIKE-Redakteur und Fan klassischer MTBs

Woher weiß ich, ob mein Bike eine MTB-Ikone ist? Und wie bekomme ich raus, mit welcher Summe ich rechnen kann?

Der Bereich Kultbikes und MTB-Ikonen ist hochkomplex und den wenigen Experten vorbehalten, die sich in speziellen Internet-Foren tummeln. Retrobike UK heißt eines der bekanntesten, auch das Classic-Forum auf mtb-news.de ist ein beliebtes Portal. Dort lässt sich ein ungefährer Wert schnell ermitteln. Generell wird zwischen Klassikern (bis Baujahr 1996) und Youngtimern unterschieden (bis Baujahr 2000). Wirklich hoch werden nur Klassiker gehandelt. Besonders die aus den frühen Neunzigern, die als die goldene Zeit des MTB-Sports gelten. Damals kamen die Innovationen von (damals) kleinen Schmieden, die zumeist auch im Worldcup aktiv waren:

  • Yeti
  • Klein
  • Ritchey
  • Merlin
  • DeKerf
  • Rocky Mountain
  • Mountain Cycle
  • Fat Chance
  • Manitou
  • Miyata
  • Groove Innovations

Die Liste ließe sich ewig fortsetzen. Die Modelle aus den Achtzigern sind, obwohl oft noch geschichtsträchtiger, weniger begehrt. Doch auch hier gibt es einzelne Modelle, die hohe Preise erzielen.

  • American Breezer
  • GT
  • Cannondale
  • Slingshot
  • Kestrel

Diese Hersteller seien hier stellvertretend für die 80ies genannt.

Das Supermodell Klein Adroit war schon selten. Eins in der raren Farbversion Mardi Gras ist so etwas wie eine Blaue Mauritius. In dem ein oder anderen Keller könnte so eine Klein noch schlummern. Foto: Henri Lesewitz
Das Supermodell Klein Adroit war schon selten. Eins in der raren Farbversion Mardi Gras ist so etwas wie eine Blaue Mauritius. In dem ein oder anderen Keller könnte so eine Klein noch schlummern.

Wer ein Bike mit einem dieser schillernden Namen hat, der der besitzt etwas von echtem Wert. Exorbitante Preise lassen sich aber nur für absolute Ausnahme-Bikes erzielen. Ein Yeti A.R.C. des Spitzenjahrgangs 1993 in gutem Zustand bringt um die 3000 bis 4000 Euro. Ein Klein Attitude des gesuchten 1992er oder 1993er Jahrgangs erzielt ähnlich viel. Was keiner raketenhaften Wertsteigerung entspricht, aber immerhin in etwa dem damaligen Neuwert. Richtig teuer sind originale Profi-Bikes, berühmte Prototypen und schon damals seltene Modelle wie das Yeti C-26 oder das Klein Adroit in einer raren Farbvariante. Hier geht es schnell um bis zu fünfstellige Summen. Doch so etwas findet sich leider selten in einem Keller. Die wenigen Modelle sind meist längst in fester Sammlerhand.

Wenn der Rahmen Schrott ist, aber schwer verkäuflich, empfiehlt sich der Verkauf in Einzelteilen. Alleine solche XTR-Kurbeln können mehrere Hundert Euro bringen. Foto: Henri Lesewitz
Wenn der Rahmen Schrott ist, aber schwer verkäuflich, empfiehlt sich der Verkauf in Einzelteilen. Alleine solche XTR-Kurbeln können mehrere Hundert Euro bringen.

Komplett verkaufen oder in Einzelteilen?

Die Vorstellung, einen Oldtimer auszuschlachten und in seine Einzelteile zu zerlegen, lässt einen kurz erschaudern. Dennoch empfiehlt sich das tatsächlich in manchen Fällen. Wenn die Ausstattung Highend ist, der Rahmen aber nur ein 08/15-Modell. Klassik-Fans sind ständig auf der Suche nach Teilen für ihre Restaurations-Projekte. Ein altes XTR-Kurbelset der frühen M-900-Serie kann bis zu mehrere Hundert Euro bringen, während ein Komplett-Bike mit dieser Gruppe vielleicht gerade mal die 500 Euro-Grenze kratzt. Auch ein gut erhaltener Flite-Sattel aus den ersten Modelljahren kann bis zu 100 Euro erzielen. Verkauft man dann auch noch Schaltung, Bremsen, Laufräder, Ritzel-Paket und Rahmen einzeln, kann das rentabler sein als der Verkauf des Komplett-Bikes. Nachteil: Der Demontage-Aufwand und das Anbieten sowie das Verschicken jedes einzelnen Teils. Das Bike in Einzelteilen zu verkaufen empfehlen wir nur versierten Schraubern und denjenigen, die zumindest eine grobe Ahnung von der Preisstruktur der Klassik-Szene haben. Auch hier gilt: Fragen kostet nichts. In den Foren bekommt man meist schnell Hilfe.

Deutliche Gebrauchsspuren, aber technisch top: Ein altes XTR-Schaltwerk findet immer einen Käufer, auch wenn es Kampfspuren hat Foto: Henri Lesewitz
Deutliche Gebrauchsspuren, aber technisch top: Ein altes XTR-Schaltwerk findet immer einen Käufer, auch wenn es Kampfspuren hat
Rustikale Federgabeln, wie diese Answer Manitou 5, sehen nett aus, funktionieren aber selten noch gut. Eine Wartung ist aufgrund fehlender Ersatzteile kaum möglich. Und wenn, dann teuer. Foto: Henri Lesewitz
Rustikale Federgabeln, wie diese Answer Manitou 5, sehen nett aus, funktionieren aber selten noch gut. Eine Wartung ist aufgrund fehlender Ersatzteile kaum möglich. Und wenn, dann teuer.

Lohnt sich die Wartung einer alten Federgabel?

Klare Antwort: Nein. Wer nicht selbst über das Know How sowie das nötige Spezialwerkzeug verfügt, sollte die Gabel lassen, wie sie ist. Firmen wie Rockshox oder Fox haben ohnehin keine Ersatzteile für Uralt-Modelle vorrätig. Wer wert auf eine funktionierende Gabel legt, muss sich in Foren nach Experten umsehen. Doch auch die können bei dem Hauptproblem meist nicht helfen: Sind Elastomere einmal ausgehärtet, lässt sich nichts mehr machen. Die einst softe Gabel hat dann die Eigenschaften eines starren Modells. Die Gefahr, dass die Elastomere bei einem harten Schlag zerbröseln und die Gabel unkontrolliert eintaucht, fährt dann immer mit. Für Showbikes sind altersmürbe Gabeln okay. Wer das Bike richtig fahren will, sollte auf eine starre Gabel umrüsten. Wichtig: Die Einbauhöhe muss stimmen, sonst hat man einen verkorksten Lenkwinkel. Ebenfalls nervig sind porös gewordene Dichtungen bei Gabeln mit Öl-Federung. Auch hier ist die Funktion eingeschränkt und eine echte Reparatur aufgrund nicht verfügbarer Ersatzteile so gut wie unmöglich.

Diese Laufräder sind das reinste Spinnenparadies. Der Funktion schadet langes Stehen meist nichts. Einmal gründlich putzen, dann sieht alles wieder tadellos aus. Foto: Henri Lesewitz
Diese Laufräder sind das reinste Spinnenparadies. Der Funktion schadet langes Stehen meist nichts. Einmal gründlich putzen, dann sieht alles wieder tadellos aus.

Nur putzen oder großer Service: Wieviel Arbeit soll ich in die Aufbereitung des Vintage Bikes stecken?

Putzen ist obligatorisch. Nur, wenn das Mountainbike ansprechend aussieht und schick präsentiert wird, beißen Interessanten an. Wir empfehlen, dass Rad soweit es geht auseinander zu nehmen. Nicht nur, um Staub und Dreck besser entfernen zu können. Sondern auch, um das MTB auf mögliche Schäden zu checken. Besonders bei Carbon-Bauteilen oder CNC-gefrästen Parts ist das wichtig. Der Käufer soll ja keinem Risiko ausgesetzt werden. Wir empfehlen: Laufräder raus, Kurbeln ab, Ritzel-Paket runter. Und dann alles zunächst mit Wasser, Schwamm und Bürste grob säubern. Ist alles getrocknet, kommt die Feinreinigung mit Lappen.

Das Saubermachen sollte nicht nur mit dem Dampfstrahler erfolgen, sondern mit aller Gründlichkeit durchgeführt werden. Alleine schon, um mögliche Schäden aufzuspüren. Foto: Henri Lesewitz
Das Saubermachen sollte nicht nur mit dem Dampfstrahler erfolgen, sondern mit aller Gründlichkeit durchgeführt werden. Alleine schon, um mögliche Schäden aufzuspüren.

Ebay, Foren, Kleinanzeigen: Wo verkauft man ein altes MTB am besten?

Eine gründliche Reinigung inklusive der wichtigsten Reaktivierungsmaßnahmen, wie Ketteölen und Luftaufpumpen, dauert meist nur ein oder zwei Stunden. Danach wirkt das Bike wieder frisch. Weit komplexer ist die Frage, wo man das Bike zum Verkauf anbieten soll. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Es hängt von der Art des Bikes ab. Und vom Aufwand, den man bereit ist zu treiben.

Alltags-Klassiker: Bikes, die von Pendlern gesucht werden, sind bei Ebay-Kleinanzeigen gut aufgehoben. Das Inserat kostet nichts und der Interessent kann das Bike direkt Probe fahren und mitnehmen. Das spart Versandstress und schließt Missverständnisse zwischen Anbieter und Käufer aus.

Kult-Bike: Der beste Weg, ein historisch relevantes MTB zu verkaufen, ist, es in einem Classic-Forum anzubieten. Hier trifft man auf die versammelte Expertenschar. Allerdings sind die oft sehr diskussionsfreudig, was gelegentlich ausufern kann, ohne dass man als Anbieter tatsächlich ein Kaufangebot erhält. Kultige Modelle bis Baujahr 1995 oder 1996 wird man immer los. Die Frage ist, zu welchem Preis. Ist das Bike neuerer Bauart, ist es für Klassik-Fans zumeist uninteressant.

Ikonen: Classic-Foren sind ideal. Da weiß man, dass das Schätzchen in gute Hände kommt. Problem: Beim Einstellen des Angebots muss immer eine Preisangabe oder zumindest eine Verhandlungsbasis erfolgen. Ist man sich unsicher, was man verlangen kann, helfen Wertermittlungs-Threads. Will man das Bike zum möglichen Höchstpreis verkaufen, kann man es auch auf Ebay versteigern. Das kostet aber eine erhebliche Verkaufsgebühr. Zudem geht man das Risiko ein, einen geringeren Preis zu erzielen als man sich vorstellt. Ein entsprechend hoch festgelegtes Mindestgebot minimiert dieses Risiko. Der große Vorteil von Ebay: Der gute Schutz vor Betrügern sowie die hohe Reichweite.

Erst mal überlegen, statt überstürtzt verkaufen, rät BIKE-Chefredakteur Henri Lesewitz. Er selbst hat schon so manche Kellerleiche verkauft, die er heute gerne zurück hätte. Foto: Igor Schifris
Erst mal überlegen, statt überstürtzt verkaufen, rät BIKE-Chefredakteur Henri Lesewitz. Er selbst hat schon so manche Kellerleiche verkauft, die er heute gerne zurück hätte.
Ein Tipp: Lassen Sie sich Zeit mit dem Verkauf. Erst einmal überlegen, ob man das Bike, mit dem man so viel erlebt hat, nicht doch lieber behalten will. Manchmal holt einen die Sentimentalität ein. Ich könnte mich heute noch in den Hintern beißen, dass ich vor Jahren mein 1993er Klein Attitude verkauft habe, mit dem ich 1994 meinen ersten Marathon gefahren bin. –Henri Lesewitz, BIKE-Redakteur

Was ist mit Mountainbikes ab Baujahr 2000?

26 Zoll, Dreifach-Kurbel-Oldschool-Geometrie: Auf Bikes, wie diesem Radon Skeen von 2012, lag schon der Staub der Zeit. Dank aktuellem Kids-Boom lassen sich zumindest die Modelle mit kleinen Rahmen in XS und S ganz gut verkaufen. Foto: Georg Grieshaber
26 Zoll, Dreifach-Kurbel-Oldschool-Geometrie: Auf Bikes, wie diesem Radon Skeen von 2012, lag schon der Staub der Zeit. Dank aktuellem Kids-Boom lassen sich zumindest die Modelle mit kleinen Rahmen in XS und S ganz gut verkaufen.

Mountainbikes ab Baujahr 2000 unterliegen dem schlichten Gesetz von Angebot und Nachfrage. Hier gibt es weder Formeln noch Richtwerte. Vor der Corona-Pandemie und dem damit einsetzenden Mountainbike-Boom verlor ein neues Bike innerhalb eines Jahres Pi mal Daumen 50 Prozent seines Wertes. Dann sackte der Wert auf hochwertige Bikes im Laufe der nächsten Jahre kontinuierlich auf etwa 1000 Euro ab, wo er sich dann einpegelte. Ein gutes, gebrauchtes Mountainbike, dass fahrbereit war, kostete selten unter 800 Euro und nur in Ausnahmefällen mehr als 2000 Euro.

Inzwischen ist es etwas schwieriger geworden mit allgemeinen Richtwerten. Manche abgeschriebene 26-Zoll-MTBs erleben durch den Kids Boom ein Revival. Andere Modelle sind kaum noch gefragt, wie schwere Freerider rustikaler Bauart. Man muss den ungefähren Wert von Modell zu Modell recherchieren. Neben Gebraucht-MTB-Börsen in Foren und Ebay sowie Ebay-Kleinanzeigen gibt es inzwischen eine Vielzahl von speziellen Fahrrad-Verkaufsportalen. Angefangen von wirkaufendeinfahrrad.de über buycycle.com bis hin zu Fabio Wibmers bikeflip.com gibt es unzählige Möglichkeiten, ein Bike anzubieten. Tipp: In den Portalen recherchieren, was vergleichbare Modelle kosten. Und dann auf der Plattform, die einem am meisten zusagt, einstellen.

Aggressive Geometrie und 9 Kilo leicht: Dieses Merida Big Nine der ersten Generation ist nicht mehr ganz up to date und ziemlich speziell ausgestattet, fürs Kilometerschrubben aber ideal. Um die 1500 Euro wird man dafür in jedem Fall bekommen Foto: Henri Lesewitz
Aggressive Geometrie und 9 Kilo leicht: Dieses Merida Big Nine der ersten Generation ist nicht mehr ganz up to date und ziemlich speziell ausgestattet, fürs Kilometerschrubben aber ideal. Um die 1500 Euro wird man dafür in jedem Fall bekommen

Die grobe Preis-Orientierung für Kellerfunde bis Vintage Bikes zusammengefasst

  • Ein fahrbereites Mountainbike lässt sich immer verkaufen. Egal wie alt, egal welche Marke, egal welche Ausstattung.
  • Man unterscheidet zwischen reinen Nutz-Bikes und Bikes, bei denen der Kaufanreiz emotionale Gründe hat.
  • Der Second Hand-Markt bei Mountainbikes funktioniert ähnlich wie bei Autos. Nutz-Modelle verlieren Jahr für Jahr an Wert. Besondere Modelle und Oldtimer legendärer Marken sind begehrt.
  • Ein 08/15-MTB aus den Neunzigern bringt etwa 150 bis 300 Euro
  • Kultbikes aus den Neunziger kosten ab 1000 Euro. Begehrte Modelle liegen bei 2000 bis 4000 Euro. Ikonen kosten bis zu 5000 Euro, in Ausnahmefällen auch bis zu 15.000 Euro.
  • Ist die Ausstattung edel, der Rahmen aber ein wenig begehrtes Standard-Modell, lohnt sich der Verkauf in Einzelteilen oft mehr, als der Verkauf des Komplettbikes.
  • Selbst neuere, gebrauchte Mountainbikes erzielen selten mehr als 30 Prozent des Neupreises. Bikes, die drei oder vier Jahre alt sind, bringen selten mehr als 2000 Euro. Selbst, wenn sie ursprünglich mal 10.000 Euro gekostet haben.
  • Vor dem Anbieten unbedingt Preis-Recherche zu dem jeweiligen Modell betreiben.
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