Hardtail

Schlägt Canyon oder Stoll das Trek Supercaliber im Test?

Peter Nilges

 · 05.03.2020

Schlägt Canyon oder Stoll das Trek Supercaliber im Test?Foto: Max Fuchs

Das kurzhubige Supercaliber von Trek definiert eine neue Racebike-Kategorie. Wir haben das kernige MTB-Fully im Kampf gegen die Uhr gegen ein Stoll-Hardtail und das Canyon Lux CF SLX Team getestet.

Hardtails profitieren von einem Trugschluss. Erst, wenn es richtig rappelt, gaukelt einem das Gehirn vor, bewegt man sich am Limit. Das Brettharte, Direkte, Unverfälschte schüttelt unsere Synapsen ordentlich durch und signalisiert uns unmissverständlich: Das ist der Grenzbereich. Mit dem Fully hingegen erlebt man so manche Hardtail-Rodeo-Passage wie im Schaukelstuhl. Von Grenzerfahrung keine Spur. Daher fühlt sich das indirekte und schwerere Fully viel langsamer an. Doch oftmals trügt der Schein, und die Stoppuhr spricht eine andere Wahrheit.

  Ist das Trek Supercaliber zu schlagen? Die Herausforderer waren die Team-Edition des Canyon Lux CF, das auch Mathieu van der Poel fährt, und das superleichte Stoll-Hardtail R1.Foto: Max Fuchs
Ist das Trek Supercaliber zu schlagen? Die Herausforderer waren die Team-Edition des Canyon Lux CF, das auch Mathieu van der Poel fährt, und das superleichte Stoll-Hardtail R1.
  Trek Supercaliber 9.9 XX1. Preis: 9499 Euro, Gewicht: 9,8 kg.Foto: Max Fuchs
Trek Supercaliber 9.9 XX1. Preis: 9499 Euro, Gewicht: 9,8 kg.
  SRM-Chef Uli Schoberer (gelbe Weste) sorgte während der Vergleichstests für die präzise Aufzeichnung der Leistungsdaten. Mit den SPD-kompatiblen Leistungsmesspedalen gelang das Setup in wenigen Minuten.Foto: Max Fuchs
SRM-Chef Uli Schoberer (gelbe Weste) sorgte während der Vergleichstests für die präzise Aufzeichnung der Leistungsdaten. Mit den SPD-kompatiblen Leistungsmesspedalen gelang das Setup in wenigen Minuten.

Was aber wäre, wenn man sich nicht zwischen Hardtail und Fully entscheiden müsste und es noch etwas dazwischen gäbe? Ein Bike, das das Beste aus beiden Welten miteinander verbindet? Direkt im Antritt, aber doch mit Komfort. Genau diesen Ansatz verfolgten auch die Trek-Ingenieure bei der Konzeptionierung des neuen Supercaliber. Das Arbeitsgerät von Jolanda Neff wurde bereits erfolgreich im Worldcup eingesetzt und hat es nun endlich nach vielen Verzögerungen auf den Markt und zu uns in die Redaktion geschafft. Mit nur knappen 60 Millimetern Federweg am Heck wandelt es zwischen den Welten. Doch kann es den insgeheimen Wunsch vieler Racer tatsächlich befriedigen?

Um das neue Trek Supercaliber auf Herz und Nieren zu testen, haben wir uns mit dem Trek-Fully, einem Canyon Lux CF und dem superleichten Stoll R1-Hardtail auf die Cross-Country-Rennstrecke in Bundenthal gewagt. Den gesamten Artikel mit allen Testergebnissen inklusive Punktetabellen, technischen Daten und Noten gibt es als PDF unten im Download-Bereich:

  • Trek Supercaliber 9.9 XX1
  • Canyon Lux CF SLX 9.0 Team
  • Stoll R1 Layup 850
Stoll R1 Layup 850: Am Rahmeneingang werden die Züge zuverlässig geklemmt.Foto: Max Fuchs
Stoll R1 Layup 850: Am Rahmeneingang werden die Züge zuverlässig geklemmt.
Trek Supercaliber 9.9 XX1Foto: Max Fuchs
Trek Supercaliber 9.9 XX1
Trek Supercaliber 9.9 XX1: Der Hinterbau ist einteilig, und die Verbindung der Kettenstreben liegt vor dem Sitzrohr, was Reifenfreiheit schafft.Foto: Max Fuchs
Trek Supercaliber 9.9 XX1: Der Hinterbau ist einteilig, und die Verbindung der Kettenstreben liegt vor dem Sitzrohr, was Reifenfreiheit schafft.
Trek Supercaliber 9.9 XX1: Der lange Dämpfer mit 36er-Standrohr ist eine Spezialanfertigung von Fox und bietet gerade mal 30 Millimeter Hub.Foto: Max Fuchs
Trek Supercaliber 9.9 XX1: Der lange Dämpfer mit 36er-Standrohr ist eine Spezialanfertigung von Fox und bietet gerade mal 30 Millimeter Hub.
Canyon Lux CF SLX 9.0 TeamFoto: Max Fuchs
Canyon Lux CF SLX 9.0 Team
Canyon Lux CF SLX 9.0 Team: Die minimalistische Kettenführung wiegt fast nichts und erfüllt ihren Zweck. Die Performance der Race-Face-Kettenblätter konnte nicht ganz überzeugen.Foto: Max Fuchs
Canyon Lux CF SLX 9.0 Team: Die minimalistische Kettenführung wiegt fast nichts und erfüllt ihren Zweck. Die Performance der Race-Face-Kettenblätter konnte nicht ganz überzeugen.
Canyon Lux CF SLX 9.0 Team: Die Tele-Stütze ist auf schwierigen Kursen definitiv ein Vorteil.Foto: Max Fuchs
Canyon Lux CF SLX 9.0 Team: Die Tele-Stütze ist auf schwierigen Kursen definitiv ein Vorteil.
Stoll R1 Layup 850Foto: Max Fuchs
Stoll R1 Layup 850
Stoll R1 Layup 850: Die Duke-Carbon-Felgen haben eine üppige Maulweite von 28 Millimetern. Durch die Pirope-Faser-Speichen bleibt das Gewicht extrem niedrig.Foto: Max Fuchs
Stoll R1 Layup 850: Die Duke-Carbon-Felgen haben eine üppige Maulweite von 28 Millimetern. Durch die Pirope-Faser-Speichen bleibt das Gewicht extrem niedrig.
Stoll R1 Layup 850: Am Rahmeneingang werden die Züge zuverlässig geklemmt.Foto: Max Fuchs
Stoll R1 Layup 850: Am Rahmeneingang werden die Züge zuverlässig geklemmt.
Trek Supercaliber 9.9 XX1Foto: Max Fuchs
Trek Supercaliber 9.9 XX1
Trek Supercaliber 9.9 XX1
Trek Supercaliber 9.9 XX1: Der Hinterbau ist einteilig, und die Verbindung der Kettenstreben liegt vor dem Sitzrohr, was Reifenfreiheit schafft.
Trek Supercaliber 9.9 XX1: Der lange Dämpfer mit 36er-Standrohr ist eine Spezialanfertigung von Fox und bietet gerade mal 30 Millimeter Hub.
Canyon Lux CF SLX 9.0 Team
Canyon Lux CF SLX 9.0 Team: Die minimalistische Kettenführung wiegt fast nichts und erfüllt ihren Zweck. Die Performance der Race-Face-Kettenblätter konnte nicht ganz überzeugen.
Canyon Lux CF SLX 9.0 Team: Die Tele-Stütze ist auf schwierigen Kursen definitiv ein Vorteil.
Stoll R1 Layup 850
Stoll R1 Layup 850: Die Duke-Carbon-Felgen haben eine üppige Maulweite von 28 Millimetern. Durch die Pirope-Faser-Speichen bleibt das Gewicht extrem niedrig.
Stoll R1 Layup 850: Am Rahmeneingang werden die Züge zuverlässig geklemmt.
  Die CC-Rennstrecke in Bundenthal in der Pfalz umfasst 4,3 Kilometer mit 142 Höhenmetern. Der technische Anspruch bergab ist relativ gering, weshalb ein Fully hier nicht entscheidend Zeit gutmachen kann. Die Up- und Downhill-Passagen (braun und blau) wurden zusätzlich ausgewertet und die Zeiten miteinander verglichen.Foto: Infochart
Die CC-Rennstrecke in Bundenthal in der Pfalz umfasst 4,3 Kilometer mit 142 Höhenmetern. Der technische Anspruch bergab ist relativ gering, weshalb ein Fully hier nicht entscheidend Zeit gutmachen kann. Die Up- und Downhill-Passagen (braun und blau) wurden zusätzlich ausgewertet und die Zeiten miteinander verglichen.
  Mit Marathon-Legende Karl Platt und Hobby-Racer Patrick Titus (im Bild) holten wir uns zwei rennerprobte Testfahrer an Bord. Bevor es auf die Testrunde geht, muss die Einstellung des Bikes stimmen.Foto: Max Fuchs
Mit Marathon-Legende Karl Platt und Hobby-Racer Patrick Titus (im Bild) holten wir uns zwei rennerprobte Testfahrer an Bord. Bevor es auf die Testrunde geht, muss die Einstellung des Bikes stimmen.

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