Rotwild R.R2 FS Team

Tomek

 · 28.10.2007

Rotwild R.R2 FS TeamFoto: Unbekannt
Rotwild R.R2 FS Team

Rotwilds neues Carbon-Race-Fully setzt mit 10,6 Kilo die Messlatte hoch. Kann es auf dem Trail genauso begeistern wie auf dem Papier? (BIKE 9/2007)

Lange garte das Projekt im Ofen. Jetzt, fast ein Jahr nach seiner Präsentation auf der Eurobike 2006, steht das neue Race-Flaggschiff „R.R2 FS“ von Rotwild zum Test bereit. „Wir haben uns von der sicheren Seite nach unten getastet“, erklärt Entwickler Peter Böhm den Verzug. Bei der aufwändigen Fertigung hat Rotwild die Kriterien Haltbarkeit und Stabilität auf Priorität eins gesetzt.

Das klingt vernünftig und trotzdem überzeugt das fertige Produkt sofort: Der Rahmen ist sehr leicht (1955 Gramm plus Dämpfer 202 Gramm) und besitzt dadurch einen sehr guten STW-Wert (27,6, absolute Steifigkeit 59,6 Nm/Grad). Zusammen mit der luxuriösen Ausstattung und den leichten Laufrädern setzt man sich auf ein nur 10,6 Kilo schweres Race-Fully. Im Jahresvergleich 2007 ist das der beste Wert aus der Fully-Luxusklasse, sogar noch 150 Gramm leichter als das Scott „Spark 10“ (BIKE 1/07) mit ähnlichen Maßen und aus adäquater Preisklasse.

Verlagssonderveröffentlichung

Auf der zweistündigen Isar-Trail-Testrunde spürte man das unmittelbar. Man fühlt sich verdammt schnell auf dem „R.R2“. Es lenkt sich agil und wendig, eine Freude im Kurvenlabyrinth. Das Fahrwerk arbeitet sehr aktiv, überraschenderweise hat man bei keiner Gelegenheit das Bedürfnis, den Dämpfer zu blockieren, selbst eine Plattform-Funktion vermisst man nicht. Das Heck arbeitet mit viel spürbarem Hub, ohne dass man sich davon im Vortrieb beeinträchtigt fühlt – so sollen Race-Fullys funktionieren!

Nur wenn es sehr schnell wird, muss man aufmerksam sein: In Schotter-Downhills flext das Vorderteil etwas, die hundertprozentige Lenkpräzision fehlt. Das kann man aber verschmerzen. Das Bike wurde für sportliche, gute Fahrer entwickelt, subjektiv würden wir sagen: für Fahrer unter 90 Kilo. Doch diese Einschätzung geben wir schließlich für fast alle Carbon-Race-Bikes ab. Rotwild sagt trotzdem: „Schweren Fahrern empfehlen wir Carbon, weil es in den Prüfstandtests langlebiger ist als Alu.“

Neben dem tollen Handling besitzt das „R.R2 FS“ weitere Pluspunkte, die der Zielgruppe gefallen werden: Zwei Flaschenhalter passen ins Rahmendreieck, die Sattelstütze lässt sich voll versenken. Perfekte Eigenschaften für Alpenüberquerungen, lange Touren oder Etappenrennen. Dass das Bike auch in der Formel 1 mithalten kann, hat Profi-Racer Wolfram Kurschat kürzlich mit dem achten Platz im CC-Worldcup bewiesen.


FAZIT: Das „R.R2 FS“ stellt sich als Top-Race-Fully für leichte Fahrer vor. Man darf gespannt sein auf den ersten Vergleichstest mit der etablierten Race-Konkurrenz.


Fotos: Daniel Simon

  * Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig.  BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.Foto: Unbekannt
* Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super, sehr gut, gut, befriedigend, mit Schwächen, ungenügend.

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