Hardtail

Leicht & spritzig: Hardtail Storck Rebel

Adrian Kaether

 · 10.11.2021

Leicht & spritzig: Hardtail Storck RebelFoto: Hersteller

Mit leichterem Rahmen, erhöhtem Rahmenkomfort, mehr Federweg, laufruhiger und moderner Geometrie macht Storck sein Rebel-Hardtail fit für die Zukunft.

Ein Rahmengewicht ab 950 Gramm, vollständig innen laufende Züge von der Bremsleitung bis zum Schaltzug, eine moderne Geometrie und ein kantigeres Design: Für 2022 kommt der Hardtail-Klassiker Rebel, den Storck bereits seit 1995 im Programm führt, in völlig neuem Gewand auf die Trails. Um an die lange Tradition mit vielen Rennsiegen anzuknüpfen, setzt Carbon-Spezialist Markus Storck beim neuen Mountainbike auf einen Rahmen mit möglichst hoher seitlicher Steifigkeit, für minimale Kraftverluste im Antritt. Trotzdem soll sich der Rahmen komfortabel fahren. Ein Widerspruch? Nicht zwangsläufig. Durch quer-ovale Profile des Unterrohrs und der Sitzstreben soll eine hohe Steifigkeit in horizontaler Richtung und damit ein spritziger Antritt mit einem leichten Flex im Hinterbau in vertikaler Richtung verbunden werden. So nimmt das Heck Schlägen die Lastspitzen und reicht sie nicht in voller Härte an den Fahrer durch – gut für den Komfort auf der Langstrecke. Das Besondere an Storcks Hinterbau: Das Heck des Bikes soll langsamer zurück- als einfedern. „Kein Flummieffekt“, verspricht Markus Storck und spielt damit auf das spürbare Wippen flexender Sattelstützen an.

110-Millimeter-Gabel und ein Lenkwinkel von 68,5 Grad

Und apropos Sattelstütze: Statt der bei vielen Racehardtails üblichen dünnen 27,2er-Stütze kommt ein Durchmesser von 30,9 Millimetern zum Einsatz. Die Begründung: Der Sitzkomfort entsteht bereits durch den Hinterbau, und der größere Stützendurchmesser lässt den Einsatz besserer Vario-Stützen zu. Das hat einen positiven Nebeneffekt: Wenn der Sitzkomfort schon durch den Hinterbau entsteht, profitiert man auch im Stehen bergab noch von der leichten Schlagdämpfung. Überhaupt soll das neue Rebel gerade auch im Downhill seinen Vorgänger deutlich hinter sich lassen. Eine Gabel mit einem gesteigerten Federweg von 110 Millimetern kommt zu diesem Zweck zum Einsatz, auch die Geometrie wurde modernisiert, um mehr Fahrstabilität zu erzeugen. Mit einem um 2,5 Grad flacheren Lenkwinkel von jetzt 68,5 Grad dürfte man sich auf dem Bike auch bei höheren Geschwindigkeiten deutlich wohler fühlen. Ein verlängertes Oberrohr gleicht den um ein Grad steileren Sitzwinkel von jetzt 74 Grad aus und positioniert den Fahrer bergauf in einer sportlich aktiven Kletterposition.

Ab 3499 Euro mit Carbon-Laufrädern von DT Swiss

Damit das Hardtail trotzdem handlich bleibt, wurden die Kettenstreben um fünf Millimeter auf 430 Millimeter gekürzt. Das Rebel gibt sich damit erstaunlich modern und wird zumindest auf dem Papier nur noch durch recht extreme Geometrien wie die des BMC Twostroke übertrumpft. Fans von klassischen Hardtails könnte das BMC jedoch zu lang und progressiv ausfallen. Die Ausstattungen des Rebel beginnen mit dem 9,8 Kilogramm schweren Pro-Modell, das mit etwas schwerem Rahmen, Carbon-Laufrädern, XT-Antrieb und Bremsen sowie DT-Swiss-Gabel für 3499 Euro zu haben ist. Ein Modell mit Sram-GX-AXS-Antrieb für 4099 Euro wird noch folgen, ebenso die Modelle mit dem ab 950 Gramm leichten Highend-Rahmen Platinum, bei denen der Rahmen mit 500 Euro mehr zu Buche schlagen wird.

  Das Cockpit des Rebel: Die Züge verschwinden über die obere Steuersatzschale im Rahmeninneren.Foto: Hersteller
Das Cockpit des Rebel: Die Züge verschwinden über die obere Steuersatzschale im Rahmeninneren.
  Die flachen Sitzstreben und der Sitzknoten sollen dafür sorgen, dass der Rebel-Rahmen steif ist, aber gleichzeitig vertikal flexen kann.Foto: Hersteller
Die flachen Sitzstreben und der Sitzknoten sollen dafür sorgen, dass der Rebel-Rahmen steif ist, aber gleichzeitig vertikal flexen kann.

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