HardtailKoga Beachracer im BIKE-Test

Christian Artmann

 · 05.01.2016

Koga Beachracer im BIKE-TestFoto: Markus Greber

Wenn ein 29er und ein Cyclocrosser Nachwuchs bekämen und der durch einen seltenen Gendefekt auch noch mit stollenfreien Ballonreifen zur Welt käme, sähe das Ergebnis wohl dem Koga Beachracer ähnlich.

Dabei macht das skurrile Gefährt in seiner Heimat, den Niederlanden, durchaus Sinn. Denn dort gibt es tatsächlich Mountainbike-Rennen über endlos lange Sandstrände. Und genau dafür ist das mattschwarze Bike gemacht. Wenn auch optisch ein Crosser, ähneln Geometrie und Rahmendetails doch eher denen eines 29ers. Entsprechend laufruhig und sicher fährt sich das Beachracer auch. Die Reifenfreiheit für 2,35 hinten und 2,1er vorne, mechanische Disc-Bremsen, Einfach-Kurbel mit Kettenführung sowie der spezielle Lenker – der viel Kontrolle in der Aero-Position bietet und dennoch auch oben gut zu greifen ist – sind weitere Kuriositäten.

  Der 2,25er-Thunder-Burt ist ein bemerkenswerter Anblick am Koga Beachracer Bike, in Serie kommt es sogar mit einem 2,35er-Super-Moto. Foto: Georg Grieshaber
Der 2,25er-Thunder-Burt ist ein bemerkenswerter Anblick am Koga Beachracer Bike, in Serie kommt es sogar mit einem 2,35er-Super-Moto. 
  Auch in die Disc-Carbon-Gabel des Koga Beachracer passt ein 2,1erFoto: Georg Grieshaber
Auch in die Disc-Carbon-Gabel des Koga Beachracer passt ein 2,1er

Über die Brems-Schalthebel-Kombi aus der 105er-Straßengruppe ist das Bike zudem schnell auf 2x10 umgerüstet, falls gewünscht. Für unsere Wege und Trails ist der riesige Super-Moto-Slick-Reifen hinten aber doch zu extrem. Deshalb haben wir für den Test einen 2,25er-Thunder-Burt montiert. Der Erstkontakt mit dem Beachracer ist eine Mischung aus Respekt und Unglauben. Hat man sich aber erst einmal an die tiefe, schmale Lenkposition und die gestreckte Haltung gewöhnt, macht das Beachracer selbst auf heimischen Trails ungemein viel Spaß. Aus den großvolumigen Reifen und der angenehm flexenden Carbon-Gabel zieht das Bike eine Menge Komfort. Die mechanischen Disc-Stopper arbeiten zwar nicht auf Mountainbike-Niveau, verzögern das Bike aber immer sicher.

  Der Drop-Bar mit stark schrägen Bögen am Koga Beachracer ist anfangs ungewohnt, macht sich aber auch im Gelände ganz gut.Foto: Georg Grieshaber
Der Drop-Bar mit stark schrägen Bögen am Koga Beachracer ist anfangs ungewohnt, macht sich aber auch im Gelände ganz gut.

Test-Fazit zum Koga Beachracer

Eigentlich als Nischenprodukt für Strandrennen entwickelt, hat das Beach­racer mit geringen Änderungen das Potenzial, ein wunderbar komfortables Trainingsgerät für Forststraßen und flowige Trails zu werden. Mit seinem 29er-artigen Handling ist es vor allem für Biker interessant, denen der Crosser schon zu extrem ist.

  Die Geometriedaten des Koga Beachracer im Überblick.Foto: BIKE Magazin
Die Geometriedaten des Koga Beachracer im Überblick.


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