Hardtail

Ghost feiert Wiedergeburt seines Race-Hardtails Lector

Stefan Loibl

 · 30.06.2015

Ghost feiert Wiedergeburt seines Race-Hardtails LectorFoto: Hersteller

1993 bildete das Lector die Speerspitze von Ghosts Modellpalette. Nun beleben die Oberpfälzer ihr Race-Hardtail der ersten Stunde wieder. Das Worldcup-Team steht bereits mit dem Lector am Start.

Wer bei den vergangenen Cross Country-Worldcups genau hingeschaut hat, konnte die Fahrerinnen des Ghost Factory Racing Teams auf einem schwarz-weiß karierten Bike sehen. Das war der Erlkönig des neuen Ghost Lector, das uns die Oberpfälzer beim Worldcup in Albstadt präsentierten. Doch die World Cup-Version ist nur die Speerspitze des neuen Lector, darunter wird es acht Modelle der Race-Hardtails in 29 Zoll geben.

Wiedergeburt nach 22 Jahren

Im Jahr 1993 war das Lector das erste Topmodell in der überschaubaren Modellpaltte des Oberpfälzer Radherstellers. Die beiden Ghost-Gründer Klaus Möhwald und Uwe Kalliwoda hatten ihre ganze Leidenschaft in die Entwicklung dieses Bikes gesteckt. Für das Jahr 2016 belebt Ghost das Lector wieder. Das neue Hardtail ist damit seit 22 Jahren das erste Bike in der Ghost-Palette, das den Namen Lector tragen darf.

  Das Ur-Lector von 1993 mit Titan-Teilen war das erste Topmodell von Ghost.Foto: Hersteller
Das Ur-Lector von 1993 mit Titan-Teilen war das erste Topmodell von Ghost.

Lector World Cup: das Topmodell

950 Gramm leicht ist die leichteste Version (Lector ULC) des Lector-Carbon-Rahmens, der bei den drei hochwertigsten Modellen zum Einsatz kommt. Mit durchgängigen Linern verschwinden alle Züge inklusive der hinteren Bremse im Steuerrohr im Rahmeninneren. Über eine abschraubbare Klappe am Unterrohr kommt man leicht an die Züge. Auch für eine Teleskopstütze ist das Ghost Lector vorbereitet: Denn die Oberpfälzer glauben fest daran, dass man die absenkbaren Stützen auch bald im Worldcup sehen wird. Deshalb auch der Sattelstützen-Durchmesser von 31,6 Millimeter, da man in diesem Durchmesser die freie Auswahl bei Variostützen hat. Im Vergleich zum Vorgänger-Hardtail, dem HTX, sind die Kettenstreben etwas geschrumpft. Kürzere Steuerrohre (95 Millimeter in Größe S) und Kettenstreben sorgen für noch agileres und direkteres Fahrverhalten. Die verringerte Überstandshöhe verschafft auch in schwierigen Passagen mehr Freiheit. Das Oberrohr wurde etwas länger, was einen längeren Reach zur Folge hat. Der Lenkwinkel wurde um ein halbes Grad auf 69,5 Grad angepasst. Da die World Cup-Version dasselbe Bike ist, das das Ghost Factory Racing Team im Cross Country-Worldcup fährt, werden nur die leichtesten Carbon-Parts drangeschraubt: AX-Lightness-Laufräder, Tune-Naben und AX Lightness-Anbauteile.

  Im Worldcup erprobt und für die Damen des Ghost Factory Racing Teams optimiert: Das Ghost Lector World Cup.Foto: Hersteller
Im Worldcup erprobt und für die Damen des Ghost Factory Racing Teams optimiert: Das Ghost Lector World Cup.

Leichtestes Bike im Worldcup

Mit gerade einmal 8,1 Kilo ist das Lector World Cup das leichteste Serien-Bike in der Formel 1 des MTB-Rennsports. Die integrierte hintere Bremsenaufnahme, die sich bereits beim Ghost Riot bewährt hat, wurde noch einmal optimiert. So ist die Hinterradbremse ist bei den Lector ULC-Modellen direkt mit dem X12 Steckachs-System verbunden und schützt den Rahmen vor thermischen und mechanischen Belastungen. Zudem hängt auf der Antriebsseite das Schaltauge an der X12-Achse. Dadurch können die Antriebs- und Bremskräfte in die X12-Steckachse fließen anstatt in den Carbonrahmen. Die Kettenstrebe wird durch einen speziell geformten Kunststoff vor Schäden geschützt. Der Deckel auf der Unterseite des Tretlagerbereichs schützt den Rahmen bei Aufsetzer.

Kein Gramm zuviel: In Serie kommt der Sattel von Tune, die Stütze von AX Lightness.Foto: Hersteller
Kein Gramm zuviel: In Serie kommt der Sattel von Tune, die Stütze von AX Lightness.
Ein extrem kurzes Steuerrohr: Speziell in den kleinsten zwei Rahmenhöhen misst es lediglich 95 Millimeter und sorgt für ein tiefes Cockpit.Foto: Hersteller
Ein extrem kurzes Steuerrohr: Speziell in den kleinsten zwei Rahmenhöhen misst es lediglich 95 Millimeter und sorgt für ein tiefes Cockpit.
Feinste Anbauteile von AX Lightness wohin man schaut.Foto: Hersteller
Feinste Anbauteile von AX Lightness wohin man schaut.
Das kantige Design ist nicht nur Markenzeichen des Lector, sondern auch der kompletten Ghost-Palette.Foto: Hersteller
Das kantige Design ist nicht nur Markenzeichen des Lector, sondern auch der kompletten Ghost-Palette.
Statt einer flexenden 27,2er-Sattelstütze steckt im Ghost Lector eine voluminöse mit 31,6 mm. So lässt sich leichte eine Variostütze nachrüsten.Foto: Hersteller
Statt einer flexenden 27,2er-Sattelstütze steckt im Ghost Lector eine voluminöse mit 31,6 mm. So lässt sich leichte eine Variostütze nachrüsten.
Steif und nur 950 Gramm schwer: der Carbon-Rahmen des Ghost Lector in der ULC-Version.Foto: Hersteller
Steif und nur 950 Gramm schwer: der Carbon-Rahmen des Ghost Lector in der ULC-Version.
Links die integrierte Bremsaufnahme, die an der X12-Steckachse hängt.Foto: Hersteller
Links die integrierte Bremsaufnahme, die an der X12-Steckachse hängt.
Kein Gramm zuviel: In Serie kommt der Sattel von Tune, die Stütze von AX Lightness.Foto: Hersteller
Kein Gramm zuviel: In Serie kommt der Sattel von Tune, die Stütze von AX Lightness.
Ein extrem kurzes Steuerrohr: Speziell in den kleinsten zwei Rahmenhöhen misst es lediglich 95 Millimeter und sorgt für ein tiefes Cockpit.Foto: Hersteller
Ein extrem kurzes Steuerrohr: Speziell in den kleinsten zwei Rahmenhöhen misst es lediglich 95 Millimeter und sorgt für ein tiefes Cockpit.
Ein extrem kurzes Steuerrohr: Speziell in den kleinsten zwei Rahmenhöhen misst es lediglich 95 Millimeter und sorgt für ein tiefes Cockpit.
Feinste Anbauteile von AX Lightness wohin man schaut.
Das kantige Design ist nicht nur Markenzeichen des Lector, sondern auch der kompletten Ghost-Palette.
Statt einer flexenden 27,2er-Sattelstütze steckt im Ghost Lector eine voluminöse mit 31,6 mm. So lässt sich leichte eine Variostütze nachrüsten.
Steif und nur 950 Gramm schwer: der Carbon-Rahmen des Ghost Lector in der ULC-Version.
Links die integrierte Bremsaufnahme, die an der X12-Steckachse hängt.
Kein Gramm zuviel: In Serie kommt der Sattel von Tune, die Stütze von AX Lightness.

Ghost Lector 2016: sieben weitere Modelle

Unter der ausgereizten World Cup-Version bietet Ghost sieben weitere Modelle des Lector an. Angefangen von den beiden Einsteiger-Modellen Lector 3. Mit 2x11 Shimano XT-Schaltgruppe und dem etwas schwereren LC-Carbon-Rahmen. Über zwei Lector 6-Modelle mit grün-greller Farb-Alternative bis hin zum 1x11-Team-Replica mit Sram X01 und Rock Shox-SID-Gabel. Auch ein Modell mit Shimano XTR Di2 wird es geben – das Lector 10. Preise für die 29er-Race-Hardtails von Ghost stehen noch nicht final fest. Alle Modelle des Ghost Lector für 2016 kann man aber bereits auf der Ghost-Website sehen.

  Das Ghost Lector 3: Das Einstiegs-Modell in die Lector-Palette der Oberpfälzer für 2016.Foto: Hersteller
Das Ghost Lector 3: Das Einstiegs-Modell in die Lector-Palette der Oberpfälzer für 2016.
  Das Ghost Lector 6 in der grünen Alternativfarbe.Foto: Hersteller
Das Ghost Lector 6 in der grünen Alternativfarbe.
  Beim Ghost Lector 10 kommt derselbe Rahmen wie beim Topmodell zum Einsatz, geschaltet wird mit Shimanos elektronischer XTR Di2.Foto: Hersteller
Beim Ghost Lector 10 kommt derselbe Rahmen wie beim Topmodell zum Einsatz, geschaltet wird mit Shimanos elektronischer XTR Di2.

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