Hardtail

Bulls Copperhead: Kletter-Experte mit top Ausstattung

Ludwig Döhl

 · 10.04.2021

Bulls Copperhead: Kletter-Experte mit top Ausstattung

Das Bulls Copperhead 3S punktet vor allem, wenn es bergauf geht und man Strecke machen will. Mit seinem niedrigen Gewicht und einer sehr guten Ausstattung macht es ausgedehnte Touren auch für MTB-Anfänger möglich.

Das Bulls Copperhead 3S punktet in unserem Vergleich der Einsteiger-Mountainbikes vor allem dann, wenn es bergauf geht und man Strecke machen will. Mit seinem niedrigen Gewicht und einer extrem guten Ausstattung macht es ausgedehnte Bike-Touren mit vielen Höhenmetern auch für MTB-Neulinge möglich.

Mit 11,78 Kilo ohne Pedale ist das 29-Zoll-Hardtail von Bulls das leichteste Bike in unserem Vergleichstest. Doch nicht nur das Gesamtgewicht des Aluminium-Mountainbikes fällt niedrig aus. Schmale Felgen und leichte Reifen drücken auch das Gewicht der Laufräder, die entscheidend sind für eine leichtfüßige Beschleunigung. Zusammen mit der gut rollenden Schwalbe Reifen-Kombi klettert das Bulls wie eine Bergziege. Wer hauptsächlich lange Touren auf Schotter und im leichten Gelände fahren will, findet im Bulls ein sehr gut ausgestattetes Bike. Auch wenn man sich erstmals an einen Marathon heranwagen will, findet man im Bulls einen treuen Untersatz.

Sowohl die Geometrie als auch die Sitzposition fallen sehr moderat aus. Das hohe Steuerrohr und der leicht gekröpfte Lenker entschärfen die sportliche Sitzposition mit üppigem Reach-Wert und langem Oberrohr. In der Abfahrt schlägt sich das Copperhead Bulls mit seinem wendigen Handling solide, wenn auch nicht so souverän wie die Abfahrtsspezialisten im Test. Allerdings klappern die innen verlegten Züge leicht. Die verbauten Shimano-Bremsen mit kurzen Zwei-Finger-Hebel liegen ergonomisch in der Hand und verzögern mit den großen 180er-Scheiben sehr gut. Die Rockshox-Reba-Gabel funktioniert gut, bietet aber nur 101 Millimeter Federweg. Dafür lässt sie sich vom Lenker aus blockieren.

  Unter 12,0 Kilo wiegt das 2021er-Modell des Bulls Copperhead 3S laut BIKE-Messung in Größe 51. Damit gehört das 1549 Euro teure MTB-Hardtail zu den leichtesten in dieser Klasse. Insgesamt gibt es fünf Rahmenhöhen von 41 bis 61 Zentimeter.
Unter 12,0 Kilo wiegt das 2021er-Modell des Bulls Copperhead 3S laut BIKE-Messung in Größe 51. Damit gehört das 1549 Euro teure MTB-Hardtail zu den leichtesten in dieser Klasse. Insgesamt gibt es fünf Rahmenhöhen von 41 bis 61 Zentimeter.
  Einzigartig sind die sogenannten Mokey-Link-Aufnahmen an der Sattelklemme und am Vorbau, an die man spezielle Lichter oder Schutzbleche anstecken kann.
Einzigartig sind die sogenannten Mokey-Link-Aufnahmen an der Sattelklemme und am Vorbau, an die man spezielle Lichter oder Schutzbleche anstecken kann.
  Der nach oben gekröpfte Lenker macht die Sitzposition etwas aufrechter. Gerade auf längeren Touren und für Mountainbike-Anfänger macht das Sinn.
Der nach oben gekröpfte Lenker macht die Sitzposition etwas aufrechter. Gerade auf längeren Touren und für Mountainbike-Anfänger macht das Sinn.
  Die Rockshox Reba RL-Federgabel bietet 101 Millimeter Federweg und lässt sich vom Lenker aus über eine Fernbedienung blockieren.
Die Rockshox Reba RL-Federgabel bietet 101 Millimeter Federweg und lässt sich vom Lenker aus über eine Fernbedienung blockieren.
  Mit einer kompletten Shimano XT-Schaltung ist das Copperhead 3S sehr gut ausgestattet für den Preis. Die 1x12-Schaltung hat durch die 10-51er-Kassette eine Übersetzung von 510%.
Mit einer kompletten Shimano XT-Schaltung ist das Copperhead 3S sehr gut ausgestattet für den Preis. Die 1x12-Schaltung hat durch die 10-51er-Kassette eine Übersetzung von 510%.

Wer hauptsächlich lange Touren im leichten Gelände fahren will und dabei anspruchsvollere Trailabschnitte ohnehin meidet, wird mit dem Bulls glücklich. Mit dem 1549 Euro teuren Bike ist sogar ein Start bei einem Marathon oder regionalen Cross-Country-Rennen möglich. Denn das Bulls Copperhead zählt ganz klar zu den vortriebsorientierten und sportlichen Rädern in der Klasse der Einsteiger-Mountainbikes.

Alle Ergebnisse des Vergleichstests

Welcher Hersteller bietet beim Jahrgang 2021 die beste Ausstattung fürs Geld? Welches Bike glänzt auf Singletrail-Abfahrten bergab und mit welchem Rad kurbelt man effizient und sportlich längere Touren? Wir haben die sieben Mountainbike-Hardtails im direkten Vergleich auf abwechslungsreichen Testrunden im Gelände getestet. Außerdem hat jeder Kandidat ein aufwändiges Laborprozedere durchlaufen. Im BIKE-Labor zerlegen wir jedes Testrad in seine Einzelteile und prüfen vor allem Rahmen, Laufräder und Gabeln nach standardisierten Verfahren ab. Die aufwändigen Messungen ermöglichen eine differenzierte Bewertung. Den Vergleichstest der sieben MTB-Hardtails ab 1300 Euro mit allen Ergebnissen, Daten und Details gab's in BIKE 5/21. Heiß auf mehr? Bestellen Sie sich jetzt Ihre BIKE-Ausgabe, geduckt oder digital, einzeln oder im günstigen Abo.

Den kompletten Test mit allen Fahreindrücken und Laborwerten aus BIKE 5/2021 können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen.

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