MountainbikeGefährliche Falle für Mountainbiker im Wald aufgebaut

Matthias Dreuw

 · 11.08.2010

Gefährliche Falle für Mountainbiker im Wald aufgebautFoto: Unbekannt

Ein selbstgefertigtes Nagelbrett hat ein Unbekannter dieser Tage auf dem Mountainbike-Trail am Gehrenberg oberhalb von Möggenweiler ausgelegt. Einem 43-jährigen Mountainbiker wäre dieses Hindernis am Samstagabend, gegen 19 Uhr beinahe zum Verhängnis geworden, als er darüber hinwegrollte, dabei glücklicherweise lediglich beide Reifen einbüßte.

Markdorf – Wieder einmal versuchte ein Unbekannter, das Befahren des Montainbike-Trails zwischen Gehrenbergturm und Möggenweiler zu unterbinden. Er hat dieser Tage ein selbstgefertigtes Nagelbrett oberhalb von Möggenweiler ausgelegt. Einem 43-jährigen Mountainbiker wäre dieses Hindernis am Samstagabend gegen 19 Uhr beinahe zum Verhängnis geworden, als er darüber hinwegrollte. Glücklicherweise wurden dabei nur seine beiden Reifen zerstört.Bei der Überprüfung des Streckenabschnitts entdeckte der Mann auf der Biker-Route ein mit zwei langen Nägeln im Erdreich verankertes Holzbrett, aus dem etwa 80 Nägel rund 30 Millimeter weit heraus ragten. „Die Polizei geht anhand der Situation davon aus, dass das Nagelbrett bewusst an dieser Stelle ausgelegt wurde, an der bekanntermaßen zahlreiche Mountainbiker unterwegs sind“, berichtete Wolfgang Hoffmann, Pressesprecher der Polizeidirektion Friedrichshafen. Einen vereinzelten dummen Streich schließt er aus.Es ist nicht das erste Mal, dass versucht wird, Mountainbiker auf dieser Strecke zum Stürzen zu bringen, offenbar ohne jede Rücksicht auf die Gesundheit und das Leben der Radfahrer. Schon etliche Male wurden in den vergangenen Jahren einfach umgestürzte Baumstämme auf den Pfad gelegtGroße Wirkung hatte dies allerdings nicht, berichtet Hoffmann, denn die Mountainbiker fuhren einfach um das Hindernis herum. Berichtet wurde auch von einem Unbekannten, der auf dem so genannten „Leimbach-Trail“ Drahtseile über die Fahrspur spannte. Vor zwei Jahren wurde dadurch ein Radfahrer leicht verletzt, erzählte Hoffmann.Die Ermittlungen verliefen allerdings im Sande. „Es gab keinerlei Hinweise auf Personen“, sagte der Pressesprecher der Polizei gestern. Auch Nagelbretter sind nicht neu auf dieser Strecke. Davon berichtetet vor zwei Jahren bereits Adrian Hänfling vom MTB-Club Gehrenberg dem SÜDKURIER.Klar ist aber auch, das Benutzen des inzwischen weit über Markdorf hinaus in der Szene bekannten „Leimbach-Trails“ mit dem Rad ist eine Ordnungswidrigkeit nach dem Landeswaldgesetz. Das Befahren einer solchen Strecke wäre nur erlaubt, wenn sie über zwei Meter breit wäre, erläuterte Hoffmann. Dies ist am Gehrenberg nicht der Fall. Die Waldeigentümer müssten eigentlich die ordnungswidrigen Zustände beseitigen. Offenbar gebe es aber eine Art Duldung, meinte der Pressesprecher der Polizei.Die Ordnungswidrigkeiten der Mountainbiker, die dort unterwegs sind, rechtfertigen aber keine Selbstjustiz. Sollte ein Radfahrer dabei zu Schaden kommen, können die Anzeigen von Sachbeschädigung, wie bei den zerstörten Reifen, bis hin zu Totschlag und Mord reichen, wenn ein Radfahrer durch einen Sturz zu Tode kommt, erklärte Hoffmann.Personen, die Hinweise zu dem unbekannten Täter geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Markdorf, Tel. 0 75 44/9 62 00, in Verbindung zu setzen.QUELLE:Fotos und Text aus dem SÜDKURIER vom 10.08.2010

  Kaum zu sehen - das Nagelbrett zerstört nicht nur Reifen sonder wird mit etwas Pech zur lebensgefährlichen FalleFoto: Unbekannt
Kaum zu sehen - das Nagelbrett zerstört nicht nur Reifen sonder wird mit etwas Pech zur lebensgefährlichen Falle

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