Test Gravitybike 2023Ribisu Rocket DH RS

FREERIDE Magazin

 · 01.12.2022

Test Gravitybike 2023: Ribisu Rocket DH RSFoto: Hersteller
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Erst fräste Adrian Summermatter kunstvolle Bike-Rahmen aus Aluminium. Jetzt schneidert er superleichte Gravitybikes aus Kohlefaser. Sein ganzer Stolz heißt Ribisu Rocket DH und wiegt gerade mal 15 Kilo. Wir sind das Federgewicht testgefahren.

Die Story von Ribisu

Ingenieur und Downhill-Racer Adrian Summermatter aus Visp in der Schweiz konstruierte schon 2007 übergroße Bremsscheiben (220 mm) für die steilen Hänge des Wallis. Er nannte sie Ribisu, ein Schweizer Wortspiel für Reibeisen. Danach konstruierte er aufwändige Alu-Fräs-Bikes bis er nun Carbon ins Visier nahm. Ergebnis: Vollcarbonrahmen, die sich als Super-Enduro, Freerider oder Downhiller aufbauen lassen. Merkmale: edle Leichtbauweise, tiefer Schwerpunkt und ein kurzes Heck. Letzteres soll das Bike besonders wendig und agil machen, ideal für alpines Freeriden und Bikepark-Einsätze.

Das Downhill Bike Ribisu Rocket DH von seiner dunklen Seite.Foto: Adrian Summermatter
Das Downhill Bike Ribisu Rocket DH von seiner dunklen Seite.

So fährt sich das Ribisu Rocket auf dem Trail

Ursprünglich wollten wir das Schweizer Leichtgewicht (15,2 kg!) gegen die Downhill Bikes in unserem Test antreten lassen, doch in M fiel das Bike zu gedrungen aus. Ein fairer Vergleich war da unmöglich. Das leichte Gewicht und seine Geometrie machen das Ribisu Rocket irre wendig. Wie ein Enduro zirkelt es durch die Kurven und lässt sich spielend zum Jump in die Luft ziehen. Das Heck wirkte sehr progressiv, das ist vom Hersteller gewollt. Wir hätten uns mehr Komfort und Laufruhe gewünscht. Lag das eher an der Geo oder am Fahrwerk? Der demnächst anstehende Test des Large-Bikes wird es zeigen.

Schwarz-golden schmiegt sich das Rocket in die herbstliche Umwelt.Foto: Adrian Summermatter
Schwarz-golden schmiegt sich das Rocket in die herbstliche Umwelt.

Für wen ist das Gravity-Bike geeignet?

Der Edel-Downhiller ist laut Hersteller das vermutlich leichteste Big Bike auf dem Markt, unter 15 Kilo in der leichtesten Ausführung. Die aufwändige Carbon-Bauweise macht’s möglich. Dass so ein Kohlefaserbolide kein Schnäppchen ist, kann sich jeder denken: 9599 Schweizer Franken will Ribisu fürs Top-Modell haben. Dafür gibt es ein Downhill Bike exklusiv wie eine Patek-Philippe-Uhr. Wahlweise kann man das Rocket in 29 Zoll, 27,5 oder Mullet kriegen, schwarz matt, glänzend oder weiß.

Technische Daten Ribisu Rocket DH RS 27.5”

  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Rahmengrößen: M / L (getestet in Größe M)
  • Federweg: 200 mm / 200 mm
  • Fahrwerk: Fox 40 Factory / DHX RC4
  • Reach: 420 mm
  • Stack: 619 mm
  • Kettenstrebe: 434 mm
  • Lenkwinkel: 62,2°
  • Sitzwinkel: 74°
  • Radstand: 1242 mm
  • Gewicht: 15,2 kg
  • Preis: ab 5199 Euro

Anmerkung: Der M-Rahmen fällt sehr klein aus. Das Large-Bike (Reach: 461 mm) ist ab Dezember lieferbar.

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