Alleskönner8 Freerider im Vergleich

Dimitri Lehner

, Laurin Lehner

 · 30.07.2019

Alleskönner: 8 Freerider im VergleichFoto: Wolfgang Watzke
Alleskönner: 8 Freerider im Vergleich
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Viel Federweg bedeutete früher eines: viel Gewicht, daher einen begrenzten Einsatz­bereich. Die neue Freerider-Generation will davon nix mehr wissen. Sie möchte alles können und das viel besser denn je.

  Im Grenzbereich: YT jagt Liteville über die Downhill-Strecke im Bikepark Geißkopf. Wird’s richtig ruppig, heißt die Devise: gut festhalten. Trotz üppigem Federweg erreichen die Freerider nicht ganz den Komfort eines Bigbikes.Foto: Wolfgang Watzke
Im Grenzbereich: YT jagt Liteville über die Downhill-Strecke im Bikepark Geißkopf. Wird’s richtig ruppig, heißt die Devise: gut festhalten. Trotz üppigem Federweg erreichen die Freerider nicht ganz den Komfort eines Bigbikes.

Oh, ja – jetzt wünsche ich mir eine Zeitmaschine! Dann würde ich 1996 einstellen und in Kamloops, British Columbia auftauchen. Was würden die Freeride-Pioniere Wade Simmons, Richie Schley und Brett Tippie glotzen, wenn ich plötzlich neben ihnen stünde. Sie mit ihren üblen Fullys von damals: 60 Millimeter Federweg, 71er-Lenkwinkel, 120-mm-Vorbauten, 620er-Lenker, 1,9er-Reifen. Und ich mit dem Scott Ransom. Oder YT Capra. Oder noch besser: dem Bold. Da würden sie nicht einmal den Dämpfer entdecken, denn der versteckt sich im Unterrohr. Was wäre das für ein Spaß! Die Kanadier würden so dumm schauen – und dann noch dümmer, wenn ich an ihnen vorbeidroppe, um die berühmten Kamloops-Klippen wie ein Motocrosser zu durchfräsen. Das sind Allmachtsträume, aber auch Gedanken, die wir unweigerlich hatten, als wir das aktuelle Testfeld inspizierten. Denn diese Bikes definieren den Begriff Freerider neu. Vorbei sind die Zeiten, wo man sich für den maximalen Fahrspaß bergab, bergauf richtig quälen musste. So sehr, dass wir oft neben unserem Specialized SX Trail (17,7 kg) am Einstieg des Lago-Trails 601 niedersackten und in ein Mini-Koma fielen. So war das damals zur Hochzeit des Freeridings, also etwa 2006.

Verlagssonderveröffentlichung

Wir haben es uns diesmal nicht leichtgemacht und die Räder ausgiebiger getestet denn je. Wir ballerten nicht nur über Bikepark-Strecken, sondern erklommen mit den Bikes tatsächlich Berggipfel, kurvten durch alpine Trails, gewellte Singletrails, Wurzel-Trails und knüppelten über richtige Downhill-Tracks. Auf letzteren wollten wir checken, ob diese Alleskönner wirklich alles können.

Den gesamten Test dieser acht Freeride-Bikes mit allen Daten und Noten gibt's als PDF unten im Download-Bereich:

  • Bold Unplugged
  • Canyon Torque CF 9.0 Pro
  • Ghost FR amR 8.7
  • Kona Process 165
  • Liteville 601 MK4
  • Scott Ransom 900 Tuned
  • Rocky Mountain Slayer C70
  • YT Capra 27 CF Pro Race
Im Grenzbereich: YT jagt Liteville über die Downhill-Strecke im Bikepark Geißkopf. Wird's richtig ruppig, heißt die Devise: gut festhalten. Trotz üppigem Federweg erreichen die Freerider nicht ganz den Komfort eines Bigbikes.
Foto: Wolfgang Watzke
  Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 4/2018 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App Foto: Christoph Breiner
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