EnduroYeti SB5.5c: neues 29er-Trailbike fürs Grobe

Adrian Kaether

 · 4/18/2016

Yeti SB5.5c: neues 29er-Trailbike fürs GrobeFoto: Pete Drew,Yeti

Das Yeti SB5.5c soll die neue eierlegende Wollmilchsau von Yeti sein. In 29 Zoll, mit 160/140 Millimeter Federweg, Carbonrahmen und Switch Infinity-Hinterbau. Hier alle Infos zum Yeti SB5.5c:

Mit dem Yeti SB5.5c bringt der legendäre amerikanische Hersteller ein langhubiges Trailbike auf den Markt, das in der Liga des neuen YT Jeffsy und des Santa Cruz Hightower spielt. Zwar lässt der Federweg mit 160/140 Millimeter eher auf ein Enduro schließen, doch die Laufräder sprechen eine andere Sprache. Das Yeti SB5.5c ist ein waschechtes Twentyniner und bietet auch aufgrund der begrenzten Reifenfreiheit gar nicht erst die Option, Plus-Reifen in 27,5 Zoll zu montieren. Ebenso wie auf eine zusätzliche Reifengröße wurde auf den Umwerfer verzichtet. Aber warum?

Eigentlich ist das neue Yeti-Bike laut BIKE-Definition ein Zwitter ist, also halb Enduro, halb All Mountain. Die Amerikaner nennen so ein Mountainbike aber lieber Trailbike, denn das Yeti SB5.5c ist ein Rad, mit dem man es auch richtig krachen lassen kann, aber auf Singletrails und nicht im Bikepark eben. Der Lenkwinkel ist mit 66,5 Grad Yeti-typisch recht flach, der Hinterbau ist mit 140 Millimetern eher progressiv ausgelegt, um mit der 160er-Gabel mithalten zu können. Auf diese Weise bleibt der Vortrieb trotz des satten Federwegs nicht auf der Strecke, was insbesondere auf flacheren Trails den Spaßfaktor deutlich erhöht.

Farbvariante: Das Yeti SB5.5c ist zudem auch in Silbergrau verfügbar.Foto: Pete Drew,Yeti
Farbvariante: Das Yeti SB5.5c ist zudem auch in Silbergrau verfügbar.
Die Reifenfreiheit beim Yeti SB5.5c ist nichts für Plus-Reifen.Foto: Pete Drew,Yeti
Die Reifenfreiheit beim Yeti SB5.5c ist nichts für Plus-Reifen.
Yeti setzt auf Srams 1x11-Konzept. Das macht das Rad leicht und antriebseffizient, schränkt aber den Einsatzbereich ein wenig ein.Foto: Pete Drew,Yeti
Yeti setzt auf Srams 1x11-Konzept. Das macht das Rad leicht und antriebseffizient, schränkt aber den Einsatzbereich ein wenig ein.
Ebenso typisch Yeti wie die Farbe: Der Hinterbau. Einfache Gelenke sucht man hier fast vergebens.Foto: Pete Drew,Yeti
Ebenso typisch Yeti wie die Farbe: Der Hinterbau. Einfache Gelenke sucht man hier fast vergebens.
Switch Infinity nennt Yeti sein komplexes Hinterbausystem. Es soll hoch im Hub die Pedaliereffizienz verbessern und trotzdem große Schläge besser abfangen.Foto: Pete Drew,Yeti
Switch Infinity nennt Yeti sein komplexes Hinterbausystem. Es soll hoch im Hub die Pedaliereffizienz verbessern und trotzdem große Schläge besser abfangen.
Farbvariante: Das Yeti SB5.5c ist zudem auch in Silbergrau verfügbar.Foto: Pete Drew,Yeti
Farbvariante: Das Yeti SB5.5c ist zudem auch in Silbergrau verfügbar.
Die Reifenfreiheit beim Yeti SB5.5c ist nichts für Plus-Reifen.Foto: Pete Drew,Yeti
Die Reifenfreiheit beim Yeti SB5.5c ist nichts für Plus-Reifen.
Die Reifenfreiheit beim Yeti SB5.5c ist nichts für Plus-Reifen.
Yeti setzt auf Srams 1x11-Konzept. Das macht das Rad leicht und antriebseffizient, schränkt aber den Einsatzbereich ein wenig ein.
Ebenso typisch Yeti wie die Farbe: Der Hinterbau. Einfache Gelenke sucht man hier fast vergebens.
Switch Infinity nennt Yeti sein komplexes Hinterbausystem. Es soll hoch im Hub die Pedaliereffizienz verbessern und trotzdem große Schläge besser abfangen.
Farbvariante: Das Yeti SB5.5c ist zudem auch in Silbergrau verfügbar.

1x11-Antrieb – aber dafür kurze Kettenstreben

In dieselbe Richtung tendiert die Entscheidung, keinen Umwerfer am SB5.5c zu verbauen. Zwar hätte uns das bei Yeti auch wirklich gewundert, denn die Amerikaner haben bereits komplett auf Einfach-Antriebe umgestellt, doch es ermöglicht den Yeti-Konstrukteuren auch, die Kettenstreben auf 437 Millimeter zu verkürzen, was den Spaßfaktor des neuen Bikes deutlich in die Höhe treiben sollte. Der Rahmen wiegt samt Dämpfer etwa 2,8 Kilogramm. Ein guter Wert, wenn man den Switch Infinity-Hinterbau und die Auslegung aufs Grobe bedenkt.

Die Rock Shox Reverb ist selbstverständlich, ebenso die sehr gute Antriebsneutralität mit optimaler Federungs-Performance, die bei Yeti mit dem sogenannten Switch Infinity-Hinterbausystem vonstatten geht. Laut unserem BIKE-Test im Jahr 2015 ist es eines der besten Hinterbausysteme, die es im All-Mountain- und Enduro-Bereich derzeit gibt. Weitere technische Features sind Boost-Achsen hinten und vorne. Der Rahmen des Yeti SB5.5c kostet alleine 3599 Dollar, Komplettbikes gibt es von 5699 bis 10599 Dollar. Das Gesamtgewicht liegt, je nach Ausstattung, zwischen 12,5 und 13 Kilogramm. Preise in Euro liegen uns noch nicht vor.

Genaueres zum SB5.5c auf der Yeti-Website.

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