Enduro

Votec V.SX

Peter Nilges

 · 14.07.2011

Votec V.SXFoto: Daniel Simon

Das V.SX krallt sich mit ausgezeichnetem Fahrwerk, Top-Handling und hochwertiger Ausstattung den Testsieg. Manche Details sind noch verbesserungswürdig.

Auch in diesem Jahr konnte sich das V.SX souverän in die Herzen der Tester punkten und begeisterte mit einem satten Fahrwerk und ausgezeichnetem Handling. Dabei sollte man nicht meinen, dass der Hinterbau zu den geschmeidigsten im Vergleich zählt und bei Highspeed wie Pattex am Trail klebt. Denn, langsame, einzelne Schläge dringen relativ ungefiltert zum Fahrer durch. Dafür bleibt das Heck auch bergauf sehr ruhig und stabil. Gepaart mit hochwertiger Ausstattung, Tele-Stütze, großen Bremsscheiben und breitem Cockpit lässt sich das Votec auch in Größe L mit Leichtigkeit durch verwinkelte Trails schleusen und geht gut aufs Hinterrad. Dank dem Angleset Steuersatz von Cane Creek passt der Lenkwinkel mit 66 Grad optimal. Ohne dieses Feature wäre das V.SX deutlich nervöser unterwegs. Doch wo Licht ist, gibt’s auch Schatten. Die bereits im letzten Jahr bemängelte permanent am Bein oder Rahmen schleifende Zugführung am Oberrohr ist eine wahre Zumutung. Zudem können wir nur hoffen, dass sich das ein oder andere Montage-Problem nicht auf die Qualität der Serien-Bikes niederschlägt. Bis auf die fehlende Kettenführung komplett Enduro-tauglich.


PLUS Sattes Fahrwerk, überzeugendes Handling, gute Ausstattung
MINUS Schlechte Zugverlegung


BIKE-TIPP

  Mit Hilfe eines Angleset-Steuersatzes fällt der Lenkwinkel ein Grad flacher aus.Foto: Daniel Simon
Mit Hilfe eines Angleset-Steuersatzes fällt der Lenkwinkel ein Grad flacher aus.
  Die Zugverlegung ist ein Desaster und nervt durch Scheuern an Beinen und Rahmen.Foto: Daniel Simon
Die Zugverlegung ist ein Desaster und nervt durch Scheuern an Beinen und Rahmen.
  Gabel und Hinterbau besitzen einen sehr ähnlichen Verlauf und ergänzen sich gut. Der Hinterbau sackt nicht durch, bietet einen großen Arbeitsbereich und Durchschlagsreserven.Foto: Peter Nilges
Gabel und Hinterbau besitzen einen sehr ähnlichen Verlauf und ergänzen sich gut. Der Hinterbau sackt nicht durch, bietet einen großen Arbeitsbereich und Durchschlagsreserven.


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