Enduro

Spaß-Bikes: 7 E-Enduros unter 6000 Euro im Vergleich

Markus Greber

 · 24.11.2020

Spaß-Bikes: 7 E-Enduros unter 6000 Euro im VergleichFoto: Markus Greber
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Bislang wurden E-Mountainbikes vom Gros der Gravity-Klientel verschmäht. Mit der neuen Generation der E-Enduros dürfte sich das ändern.

Der Uphill im Bikepark Oberammergau ist heute wieder besonders flowig. Den Bügel des Schlepplifts hinter den Sattel geklemmt, lassen wir uns entspannt zum Start der Downhill-Strecke ziehen. Die Uphill-Prüfung haben die Bikes am Vormittag bereits hinter sich gebracht, und die Batterien würden die 240 Höhenmeter, um zum Start des Testkurses zu gelangen, kaum mehr mitmachen. Außerdem sparen wir uns lieber jedes Quäntchen Kraft, um die Bikes auf der anspruchsvollen Abfahrt artgerecht zu bewegen. Uphill-Flow und Reichhöhen sind heute ohnehin Nebensache, denn es geht um maximalen Spaß bergab.

180 Millimeter Federweg, massive Stahlfederdämpfer und robuste Laufräder: Specialized lieferte vor ein paar Jahren – damals noch als Nischenprodukt – mit dem Kenevo die Vorlage, nun kommt eine ganze Generation potenter Enduro-Bikes auf den Markt. Zielgruppe ist weniger das reifere Touren-Fahrer-Publikum, sondern junge, abfahrts- und spaßorientierte Shredder, für die der Motor in erster Linie der eingebaute Lift ist. „The Power to ride more Trails“ – so brachte Specialized die Zielrichtung schon vor Jahren auf den Punkt. Mittlerweile hat die Konkurrenz nachgezogen.

  Eingebauter Bikepark? Mit den 625 Wattstunden-Reserven der Bosch-Antriebe kommt man ohne Lift am weitesten.Foto: Markus Greber
Eingebauter Bikepark? Mit den 625 Wattstunden-Reserven der Bosch-Antriebe kommt man ohne Lift am weitesten.

Wir haben uns für den Test der neuen Enduros kompetente Verstärkung geholt. Markus Reiser ist auf Bikes mit langen Federwegen zu Hause. Drei Jahre lang tourte der 35-jährige Oberammergauer mit der EWS (Enduro World Series) durch die Welt, bevor er sich hauptberuflich seinem Projekt, dem Bikepark Oberammergau, widmete. Das ist auch gleichzeitig Markus’ erster Joker. Denn der ehemalige Bankkaufmann kennt hier jeden Stein, jede Kurve und jeden Sprung, denn er hat alles selbst gebaut. Auf Markus’ Eindrücke zur neuen E-Enduro-Generation waren wir besonders gespannt, denn der Ex-Profi hatte gewisse Vorbehalte gegenüber E-Mountainbikes.

Der Fichtenschreck ist die Downhill-Strecke des Parks und damit der forderndste und technischste Kurs. Auf 1300 Metern sind alle Situationen eingebaut, die sogar echten Downhillbikes alles abfordern: steile, technische und schnelle Linien, weite Sprünge mit Landungen in Wurzelteppichen, Dutzende Steilkurven unterschiedlichster Ausprägung, Wallrides aus Holz und hohe Drops. Punkte sammeln hier vor allem die Bikes mit guter Geometrie und einem potenten Fahrwerk.

Warum diese E-Enduros bergab den ultimativen Kick bieten, lesen Sie im Testbericht. Den kompletten Vergleichstest von sieben E-Enduros unter 6000 Euro aus EMTB 4/2020 können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

Warum nicht kostenlos? Weil Qualitätsjournalismus einen Preis hat. Dafür garantieren wir Unabhängigkeit und Objektivität. Das betrifft ganz besonders die Tests in EMTB. Die lassen wir uns nicht bezahlen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Wir lassen sie uns etwas kosten, und zwar Zigtausende Euro jedes Jahr.

Spaßig: Der Curved Wallride mit abschließendem Sprung auf die  Holzrampe ist nur 
eines der Highlights auf dem Oberammergauer Fichtenschreck-Trail.Foto: Markus Greber
Spaßig: Der Curved Wallride mit abschließendem Sprung auf die Holzrampe ist nur eines der Highlights auf dem Oberammergauer Fichtenschreck-Trail.
Cannondale Moterra Neo 2Foto: Markus Greber
Cannondale Moterra Neo 2
Cannondale Moterra Neo 2Foto: Markus Greber
Cannondale Moterra Neo 2
Cannondale Moterra Neo 2: Ergonomisch und platz­­sparend – der Remote-Hebel für die Teleskopstütze sitzt unter der Bedieneinheit.
Foto: Markus Greber
Cannondale Moterra Neo 2: Ergonomisch und platz­­sparend – der Remote-Hebel für die Teleskopstütze sitzt unter der Bedieneinheit.
Cannondale Moterra Neo 2: Können nicht groß genug sein – die Rotoren der Scheibenbremse. Cannondale verbaut als einziger Hersteller in diesem Testfeld 220er-Discs. Das sollte Schule machen.Foto: Markus Greber
Cannondale Moterra Neo 2: Können nicht groß genug sein – die Rotoren der Scheibenbremse. Cannondale verbaut als einziger Hersteller in diesem Testfeld 220er-Discs. Das sollte Schule machen.
Cube Stereo Hybrid 160 HPCFoto: Markus Greber
Cube Stereo Hybrid 160 HPC
Cube Stereo Hybrid 160 HPC: Der Speichenmagnet ist anfällig. Die modernere Lösung: Der Magnet wird in die Bremsscheibe integriert.
Foto: Markus Greber
Cube Stereo Hybrid 160 HPC: Der Speichenmagnet ist anfällig. Die modernere Lösung: Der Magnet wird in die Bremsscheibe integriert.
Cube Stereo Hybrid 160 HPC: Die teure Fox-Kashima-Beschichtung findet sich nicht nur an der Gabel, auch Dämpfer und Sattelstütze erstrahlen in edlem Gold.Foto: Markus Greber
Cube Stereo Hybrid 160 HPC: Die teure Fox-Kashima-Beschichtung findet sich nicht nur an der Gabel, auch Dämpfer und Sattelstütze erstrahlen in edlem Gold.
Giant Reign E+1 ProFoto: Markus Greber
Giant Reign E+1 Pro
Giant Reign E+1 Pro: Minimal-Info à la Yamaha: Den Batteriestatus zeigen Mini-Leuchtdioden an. Diese sind aber je nach Lichteinfall nur schwer ablesbar.
Foto: Markus Greber
Giant Reign E+1 Pro: Minimal-Info à la Yamaha: Den Batteriestatus zeigen Mini-Leuchtdioden an. Diese sind aber je nach Lichteinfall nur schwer ablesbar.
Giant Reign E+1 Pro: Ultra sensibel: Der klassische Giant-Maestro-Hinterbau bügelt zusammen mit dem Fox-Float-Performance-Dämpfer alles glatt.Foto: Markus Greber
Giant Reign E+1 Pro: Ultra sensibel: Der klassische Giant-Maestro-Hinterbau bügelt zusammen mit dem Fox-Float-Performance-Dämpfer alles glatt.
KTM Macina Prowler MasterFoto: Markus Greber
KTM Macina Prowler Master
KTM Macina Prowler Master:  Gut ablesbar – das Kiox-Display auf dem Vorbau. Schwierig: Auf der Oberseite des Vorbaus lassen sich keine Spacer anbringen. Im Zweifel muss man den Gabelschaft kürzen.
Foto: Markus Greber
KTM Macina Prowler Master: Gut ablesbar – das Kiox-Display auf dem Vorbau. Schwierig: Auf der Oberseite des Vorbaus lassen sich keine Spacer anbringen. Im Zweifel muss man den Gabelschaft kürzen.
KTM Macina Prowler Master: Unterdimensioniert – eine 180-Millimeter-Scheibe ist auch hinten zu klein für ein Enduro.Foto: Markus Greber
KTM Macina Prowler Master: Unterdimensioniert – eine 180-Millimeter-Scheibe ist auch hinten zu klein für ein Enduro.
Moustache Samedi 29 Game 6Foto: Markus Greber
Moustache Samedi 29 Game 6
Moustache Samedi 29 Game 6: Gib Gummi – der Maxxis Assegai ist einer der stärksten Performance-Reifen fürs E-MTB. 
Foto: Markus Greber
Moustache Samedi 29 Game 6: Gib Gummi – der Maxxis Assegai ist einer der stärksten Performance-Reifen fürs E-MTB.
Moustache Samedi 29 Game 6: Geometrieverstellung – per Flipchip passt Moustache die Geometrie auf 27,5er- und 29er-Laufräder an. Das Samedi Trail (150 mm, 27,5") setzt auf den gleichen Rahmen.Foto: Markus Greber
Moustache Samedi 29 Game 6: Geometrieverstellung – per Flipchip passt Moustache die Geometrie auf 27,5er- und 29er-Laufräder an. Das Samedi Trail (150 mm, 27,5") setzt auf den gleichen Rahmen.
Specialized Kenevo CompFoto: Markus Greber
Specialized Kenevo Comp
Specialized Kenevo Comp: Puristisch – Specialized verzichtet bewusst auf ein Display. Stattdessen setzt man auf die Mission-Control-App, als Display dient dann das Smartphone.
Foto: Markus Greber
Specialized Kenevo Comp: Puristisch – Specialized verzichtet bewusst auf ein Display. Stattdessen setzt man auf die Mission-Control-App, als Display dient dann das Smartphone.
Specialized Kenevo Comp: Stahlfeder-Power – das massive Marzocchi-Stahlfederbein gibt satte 180 Millimeter Federweg frei.Foto: Markus Greber
Specialized Kenevo Comp: Stahlfeder-Power – das massive Marzocchi-Stahlfederbein gibt satte 180 Millimeter Federweg frei.
YT Industries Decoy ShredFoto: Markus Greber
YT Industries Decoy Shred
YT Industries Decoy Shred: Praktisch und solide – der Akku wird mittels zweier Bolzen am Unterrohr gehalten und kann  ohne Schlüssel entnommen werden.
YT Industries Decoy Shred: Praktisch und solide – der Akku wird mittels zweier Bolzen am Unterrohr gehalten und kann ohne Schlüssel entnommen werden.
YT Industries Decoy Shred: Premiere am Decoy Shred – die neue Fox 38 Float Performance. 38 Millimeter starke Standrohre sorgen für Steifigkeit.Foto: Markus Greber
YT Industries Decoy Shred: Premiere am Decoy Shred – die neue Fox 38 Float Performance. 38 Millimeter starke Standrohre sorgen für Steifigkeit.
Eingebauter Bikepark? Mit den 625 Wattstunden-Reserven der Bosch-Antriebe kommt man ohne Lift am weitesten.Foto: Markus Greber
Eingebauter Bikepark? Mit den 625 Wattstunden-Reserven der Bosch-Antriebe kommt man ohne Lift am weitesten.
EMTB-Redakteur Chris Schleker im Landeanflug auf dem Fichtenschreck-Trail.Foto: Markus Greber
EMTB-Redakteur Chris Schleker im Landeanflug auf dem Fichtenschreck-Trail.
Mit 180 Millimetern Federweg ist das Kenevo für gröberes Geläuf und beherzte Flugeinlagen gut gerüstet.Foto: Markus Greber
Mit 180 Millimetern Federweg ist das Kenevo für gröberes Geläuf und beherzte Flugeinlagen gut gerüstet.
Spaßig: Der Curved Wallride mit abschließendem Sprung auf die  Holzrampe ist nur 
eines der Highlights auf dem Oberammergauer Fichtenschreck-Trail.Foto: Markus Greber
Spaßig: Der Curved Wallride mit abschließendem Sprung auf die Holzrampe ist nur eines der Highlights auf dem Oberammergauer Fichtenschreck-Trail.
Cannondale Moterra Neo 2Foto: Markus Greber
Cannondale Moterra Neo 2
Cannondale Moterra Neo 2
Cannondale Moterra Neo 2
Cannondale Moterra Neo 2: Ergonomisch und platz­­sparend – der Remote-Hebel für die Teleskopstütze sitzt unter der Bedieneinheit.
Cannondale Moterra Neo 2: Können nicht groß genug sein – die Rotoren der Scheibenbremse. Cannondale verbaut als einziger Hersteller in diesem Testfeld 220er-Discs. Das sollte Schule machen.
Cube Stereo Hybrid 160 HPC
Cube Stereo Hybrid 160 HPC: Der Speichenmagnet ist anfällig. Die modernere Lösung: Der Magnet wird in die Bremsscheibe integriert.
Cube Stereo Hybrid 160 HPC: Die teure Fox-Kashima-Beschichtung findet sich nicht nur an der Gabel, auch Dämpfer und Sattelstütze erstrahlen in edlem Gold.
Giant Reign E+1 Pro
Giant Reign E+1 Pro: Minimal-Info à la Yamaha: Den Batteriestatus zeigen Mini-Leuchtdioden an. Diese sind aber je nach Lichteinfall nur schwer ablesbar.
Giant Reign E+1 Pro: Ultra sensibel: Der klassische Giant-Maestro-Hinterbau bügelt zusammen mit dem Fox-Float-Performance-Dämpfer alles glatt.
KTM Macina Prowler Master
KTM Macina Prowler Master:  Gut ablesbar – das Kiox-Display auf dem Vorbau. Schwierig: Auf der Oberseite des Vorbaus lassen sich keine Spacer anbringen. Im Zweifel muss man den Gabelschaft kürzen.
KTM Macina Prowler Master: Unterdimensioniert – eine 180-Millimeter-Scheibe ist auch hinten zu klein für ein Enduro.
Moustache Samedi 29 Game 6
Moustache Samedi 29 Game 6: Gib Gummi – der Maxxis Assegai ist einer der stärksten Performance-Reifen fürs E-MTB.
Moustache Samedi 29 Game 6: Geometrieverstellung – per Flipchip passt Moustache die Geometrie auf 27,5er- und 29er-Laufräder an. Das Samedi Trail (150 mm, 27,5") setzt auf den gleichen Rahmen.
Specialized Kenevo Comp
Specialized Kenevo Comp: Puristisch – Specialized verzichtet bewusst auf ein Display. Stattdessen setzt man auf die Mission-Control-App, als Display dient dann das Smartphone.
Specialized Kenevo Comp: Stahlfeder-Power – das massive Marzocchi-Stahlfederbein gibt satte 180 Millimeter Federweg frei.
YT Industries Decoy Shred
YT Industries Decoy Shred: Praktisch und solide – der Akku wird mittels zweier Bolzen am Unterrohr gehalten und kann  ohne Schlüssel entnommen werden.
YT Industries Decoy Shred: Premiere am Decoy Shred – die neue Fox 38 Float Performance. 38 Millimeter starke Standrohre sorgen für Steifigkeit.
Eingebauter Bikepark? Mit den 625 Wattstunden-Reserven der Bosch-Antriebe kommt man ohne Lift am weitesten.
EMTB-Redakteur Chris Schleker im Landeanflug auf dem Fichtenschreck-Trail.
Mit 180 Millimetern Federweg ist das Kenevo für gröberes Geläuf und beherzte Flugeinlagen gut gerüstet.
Spaßig: Der Curved Wallride mit abschließendem Sprung auf die  Holzrampe ist nur 
eines der Highlights auf dem Oberammergauer Fichtenschreck-Trail.

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