Enduro

Scott Genius LT 30

Peter Nilges

 · 14.07.2011

Scott Genius LT 30Foto: Daniel Simon

Mit seinem üppigen Federweg und dem variablen Fahrwerk ist das Genius LT ein potenter Allrounder. In schnellen Downhills kommt der Hinterbau an seine Grenzen.

Scott selbst betitelt das Genius LT als langhubiges All Mountain statt reinrassiges Enduro oder gar Freerider, auch wenn der opulente Federweg von 177 vorne und 186 Millimetern hinten etwas anderes vermuten lässt. Um dem Genius LT bergauf ordentliche Kletterqualitäten einzuverleiben, basiert auch dieses Scott-Modell auf der bekannten Dreifach-Federwegsverstellung per TwinLoc-Hebel am Lenker. Ein echter Pluspunkt, wobei der Hinterbau selbst im offenen Zustand sehr angenehm und vortriebsorientiert zu pedalieren ist. Durch das vorverlegte Sitzrohr fällt das Oberrohr recht kurz aus und beschert dem Scott in Kombination mit den ebenfalls kurzen Kettenstreben ein angenehmes Handling. Bergab ist das Plus an Federweg jederzeit spürbar und gibt Sicherheit in allen Lebenslagen. Bei schnellen Schlägen neigt der Hinterbau allerdings etwas zum Verhärten und rauscht aufgrund der fehlenden Endprogression bei harten Landungen deutlich leichter durch den Federweg als die Gabel. Für eine bessere Fahrwerks-Balance sollte der Dämpferdruck etwas überhalb der Empfehlung bei maximal 25 Prozent SAG liegen. Eine Kettenführung sowie ein etwas breiterer Lenker würden das Paket abrunden.


PLUS Stark bergauf, steifer, leichter Rahmen
MINUS Aufwändiges Setup, unharmonisches Fahrwerk

  Die Luftdruckempfehlung fällt zu niedrig aus und verlangt nach einer Spezialpumpe.Foto: Daniel Simon
Die Luftdruckempfehlung fällt zu niedrig aus und verlangt nach einer Spezialpumpe.
  Twinloc ermöglicht ein schnell anpassbares Fahrwerk auf Knopfdruck am Lenker.Foto: Daniel Simon
Twinloc ermöglicht ein schnell anpassbares Fahrwerk auf Knopfdruck am Lenker.
  Die Kennlinie der Gabel fällt selbst im langen Federweg deutlich progressiver als die des Hinterbaus aus. Bei harten Landungen schlägt der Hinterbau schnell durch.Foto: Peter Nilges
Die Kennlinie der Gabel fällt selbst im langen Federweg deutlich progressiver als die des Hinterbaus aus. Bei harten Landungen schlägt der Hinterbau schnell durch.


BIKE-TIPP: Allround

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