Santa Cruz Hightower – alles neu für 2020

Ludwig Döhl

 · 02.07.2019

Santa Cruz Hightower – alles neu für 2020Foto: Max Schumann

Die Amerikaner von Santa Cruz hören einfach nicht auf, MTB-Neuheiten zu präsentieren. Nach dem Megatower folgt jetzt die Neuauflage des Hightowers für 2020.

Keinen Durchblick mehr in der MTB-Modellpalette von Santa Cruz? Uns geht es ähnlich. Freunde des gepflegten Abfahrtssports finden bei den US-Amerikanern fünf Mountainbike-Fullys von 130 bis 170 Millimeter Federweg zur Auswahl. Während sich das Santa Cruz 5010 mit weniger Federweg noch klar von seinen Brüdern abgrenzt, wird es bei den Modellen Nomad, Bronson, Megatower und Hightower schon schwieriger, den Unterschied im Einsatzbereich zu definieren. Es scheint, als wolle Santa Cruz seine Kunden nicht bevormunden und einfach eine maximale Auswahlmöglichkeit bieten. Das 5010 (130 mm Federweg) rollt wie das Bronson (150 mm Federweg) und das Nomad (170 mm Federweg) auf kleineren 27,5-Zoll-Laufrädern. Das neue Hightower folgt mit großen 29er Laufrädern dem erst kürzlich vorgestellten Megatower (160 mm Federweg). Der wesentliche Unterschied vom Hightower zum Megatower sind zwei Zentimeter weniger Federweg im Heck und ein 0,5 Grad steilerer Lenkwinkel.

  Das neue Santa Cruz Hightower 2 ist mit 140 Millimeter Federweg am Heck und großen 29er-Laufrädern ein klassisches All Mountain.Foto: Max Schumann
Das neue Santa Cruz Hightower 2 ist mit 140 Millimeter Federweg am Heck und großen 29er-Laufrädern ein klassisches All Mountain.

Fakten zum neuen Santa Cruz Hightower:

Das neue Santa Cruz Hightower hat 140 Millimeter Federweg am Heck und wird als Komplettbike mit einer 150-mm-Gabel ausgeliefert. Komplettbikes kommen ab Werk ausschließlich mit 29er-Laufrädern. Einzelne Rahmen können auch mit Plus-Reifen in 27,5 Zoll aufgebaut werden. Neben einem Aluminium-Rahmen für 1999 Euro gibt es auch ein Carbon-Chassis für 3299 Euro. Für Damen gibt es mit dem Juliana Maverick den gleichen Rahmen wie für Männer ebenfalls für 3299 Euro. Alle Rahmenpreise verstehen sich inklusive Dämpfer. Dem bewähretn Flipchip zur Anpassung der Geometrie (wie bei allen Santa Cruz-Bikes) bleibt man treu. Im Gegensatz zum Megatower lassen sich die Kettenstreben aber nicht mehr in der Länge verstellen. Ein Rahmengewicht konnte man uns bei der Präsentation nicht nennen. Höchstwahrscheinlich wird das Rahemngewicht der CC-Carbon-Version wie beim Megatower um die 2600 Gramm ohne Dämpfer liegen. Das 8599 Euro teure komplettbike mit Reverse-Carbonfelgen wiegt 13,6 Kilo (in Größe L und ohne Pedale). Die abfahrtslastige Ausstattung mit Sram Code-Bremsen, Rockshox Lyrik-Gabel und breiten 30-mm-Felgen verhindern ein niedrigeres Gewicht. Wie alle Bikes, die Santa Cruz zuletzt vorgestellt hat, hat auch das neue Hightower einen Lowerlink-VPP-Hinterbau. Neben einem tiefen Schwerpunkt glänzte dieser Hinterbau in anderen Bikes durch geringe Antriebseinflüsse.

  Der Flipchip am Dämpfer lässt den Lenkwinkel um 0,3 Grad variieren.Foto: Max Schumann
Der Flipchip am Dämpfer lässt den Lenkwinkel um 0,3 Grad variieren.
  Wie fast alle Santa Cruz-Fullys besitzt auch der jüngste Sprössling der US-Amerikaner einen Lowerlink-VPP-Hinterbau.Foto: Max Schumann
Wie fast alle Santa Cruz-Fullys besitzt auch der jüngste Sprössling der US-Amerikaner einen Lowerlink-VPP-Hinterbau.
  Mit der Code hat man sich für eine starke Bremsanlage entschieden.Foto: Max Schumann
Mit der Code hat man sich für eine starke Bremsanlage entschieden.
  Auf die <a href="mtb_news/teile_zubehoer/santa-cruz-laufraeder-reserve/a36199.html"  rel="noopener noreferrer">Reverse-Carbon-Laufräder</a>  gibt es wie auf den Rahmen lebenslange Garantie. Foto: Max Schumann
Auf die Reverse-Carbon-Laufräder gibt es wie auf den Rahmen lebenslange Garantie. 
  Zahlreiche Kunststoffteile schützen den Rahmen vor Beschädigungen durch Kette oder Steine.Foto: Max Schumann
Zahlreiche Kunststoffteile schützen den Rahmen vor Beschädigungen durch Kette oder Steine.
  Wer will, kann an die ISCG-Aufnahme eine Kettenführung schrauben. Eine Möglichkiet, einen Umwerfer zu montieren, gibt es am Hightower nicht.Foto: Max Schumann
Wer will, kann an die ISCG-Aufnahme eine Kettenführung schrauben. Eine Möglichkiet, einen Umwerfer zu montieren, gibt es am Hightower nicht.

Die Geometrie des neuen Hightower 2:

Die Geometrie unterscheidet sich nur unwesentlich zum Santa Cruz Megatower. Der Lenkwinkel ist ein halbes Grad steiler, der Reach drei Millimeter länger, der Radstand bleibt gleich. Der Flipchip macht den Lenkwinkel im Vergleich zur Tabelle 0,3 Grad steiler.

  Eine zweite Farbversion des Hightowers von Santa Cruz.Foto: Max Schumann
Eine zweite Farbversion des Hightowers von Santa Cruz.

So schlägt sich das neue Hightower auf dem Trail:

  Bergab fühlt sich das Hightower wohl.Foto: Max Schumann
Bergab fühlt sich das Hightower wohl.
  Ganz so verspielt wie sein Vorgänger geht es allerdings nicht mehr um die Kurve. Foto: Max Schumann
Ganz so verspielt wie sein Vorgänger geht es allerdings nicht mehr um die Kurve. 

Wir konnten bereits eine Runde auf dem neuem Hightower drehen. Bergauf klettert das Hightower gut. Alledings hatten wir schon günstigere All Mountains, die leichter waren. Der Hinterbau braucht dafür keine Plattform. Er ist auch im offenen Zustand ruhig. Bergab arbeitet der Hinterbau etwas straffer als beim Megatower. So verspielt wie sein Vorgänger ist das neue Santa Cruz Hightower aber nicht. Mit flachem Lenkwinkel und langem Radstand lechtst es nach Speed im Gelände. Einen ausführlichen Test finden Sie in BIKE 11/19 – seit 1. Oktober im Handel.


Das neue Santa Cruz Hightower ist ab sofort erhältlich. Es gibt zehn verschidene Komplettbikes mit Ausstattungsvarianten von 3399 bis 10899 Euro. Zusätzlich gibt es noch vier Juliana Maverick Komplettbikes zwischen 4699 und 8599 Euro.

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