Rotwild mit Wechsel-Akku

EMTB Magazin

 · 16.08.2017

Rotwild mit Wechsel-AkkuFoto: Markus Greber
Rotwild mit Wechsel-Akku
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Rotwild bringt einen Wechsel-Akku aus Carbon, der sich im U-förmigen Unterrohr versteckt und gleichzeitig eine größere Kapazität hat. Außerdem arbeitet der neue Brose-Motor in den E-MTBs.

Auf diese Neuheit haben vor allem Touren-Fahrer gewartet: Rotwild bringt einen Wechsel-Akku, den man zum Laden entnehmen kann. Möglich macht das ein neues Carbon-Unterrohr, das wie ein U-Profil geformt ist. Der Akku sitzt mit einem Bolzen gesichert in diesem Profil. Außerdem bietet er jetzt 660 statt 518 Wattstunden Kapazität und kann so die Reichhöhe deutlich erweitern. Der Akku kann also jederzeit entnommen werden, sei es zum Laden auf einer Hütte, oder zum Tausch auf einer längeren Tour. Das neue Energie-Reservoir stammt vom deutschen Batterie-Riesen BMZ und besitzt im Inneren weitere zehn Zellen. Somit ist der Akku etwa ein halbes Kilo schwerer.

Verlagssonderveröffentlichung
  Der neue Akku liefert 660 Wh und versteckt sich im U-förmigen Unterrohr.Foto: Markus Greber
Der neue Akku liefert 660 Wh und versteckt sich im U-förmigen Unterrohr.
  Einen ausführlichen Test des Brose Drive-S-Motors gibt's in EMTB 3/17.Foto: Markus Greber
Einen ausführlichen Test des Brose Drive-S-Motors gibt's in EMTB 3/17.

Angetrieben wird das R.E+ vom neuen Brose Drive-S-Motor. Dieser hat jetzt deutlich mehr Leistung und lässt sich besser dosieren. Alle Rotwild-Modelle ab dem mittleren Preissegment kommen im Jahr 2018 mit dem neuen Unterrohr samt Wechsel-Akku. Da das Unterrohr auch bei früheren Modellen nicht fester Bestandteil des Hauptrahmens ist, lässt sich das Ensemble sogar bei allen alten Rotwild-Modellen nachrüsten.

Das Enduro-Modell R.E+ kommt weiterhin mit e-optimierten Komponenten von Fox und DT-Swiss. Der neue, größere Akku wiegt etwa ein halbes Kilo mehr, das Gesamtgewicht des Enduros soll trotzdem bei etwa 22 Kilo liegen. Drei Modelle stehen vom 160-Millimeter-Enduro R.E+ FS zur Auswahl: Das 7800 Euro teure Ultra und das 6400 Euro teure Pro verfügen über den neuen wechselbaren 660 Wh-Akku. Das 5700 Euro teure Core hat einen festen 518 Wh-Akku.

  Am Topmodell wechselt die Sram EX1-Schaltung die acht Gänge.Foto: Markus Greber
Am Topmodell wechselt die Sram EX1-Schaltung die acht Gänge.
  Wir konnten das Topmodell R.E+ FS Ultra bereits ausgiebig testen.Foto: Markus Greber
Wir konnten das Topmodell R.E+ FS Ultra bereits ausgiebig testen.

Wir hatten bereits die Möglichkeit, das R.E+ ausgiebig zu testen. Abgesehen von der Top-Performance des neuen Brose Drive-S-Aggregats – den kompletten Fahrbericht zum Drive-S gibt's in EMTB 3/17 – ist Rotwilds Flaggschiff auch bei den Fahreigenschaften erwachsener geworden: Das RE+ liegt mit seiner langen Front und dem leistungsstarken Fox-Fahrwerk wie ein Brett auf schnellen Kursen. Im Vergleich zum Vorgänger wurde hier stark an den Komponenten gefeilt: Schwalbe-Magic-Mary-Reifen mit der neuen Addix-Gummimischung und Apex-Verstärkung in der neuen Breite 2,6 Zoll, steife E-MTB-Laufräder von DT Swiss und die Sram-EX1-Schaltung sorgen beim Top-Modell für einen stimmigen Komponenten-Mix. Besonders die Reifen fallen im Fahrtest positiv auf: Die 2,6er-Breite bietet die Sicherheit von Plus-Reifen ohne deren Nachteile.

  Das Rotwild R.E+ FS kann bergab mit seinem satten 160-Millimeter-Fahrwerk überzeugen.Foto: Markus Greber
Das Rotwild R.E+ FS kann bergab mit seinem satten 160-Millimeter-Fahrwerk überzeugen.

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