EnduroNorco Range Alloy 7.1

Peter Nilges

 · 20.04.2014

Norco Range Alloy 7.1Foto: Daniel Simon

In der reinen Downhill-Wertung sichert sich das orange Norco-Bike aus Kanada zusammen mit dem Orbea souverän den Platz auf dem obersten Treppchen.

Man sitzt super integriert im Bike, hat ein sehr sicheres Gefühl, das Handling ist tadellos, und auch der Hinterbau mit "nur" normalem Fox-Float-Dämpfer zeigt enorme Nehmerqualitäten bei bester Traktion. Dennoch erreicht das Range nur ein Gut in unserer Wertung. Wie kann das sein? Das Norco hadert wie kaum ein anderes Bike mit dem BIKE-Punktesystem und könnte mit nur wenig Optimierung ein sattes Sehr Gut abräumen. Eine Teleskop-Sattelstütze, kein Ausschluss der Garantie bei Renneinsatz und eine etwas bessere Ausstattung würden bereits viel bewegen. Das relativ hohe Gewicht und die starken Antriebseinflüsse auf dem kleinen Kettenblatt kosten weitere Punkte. Schließlich geht es bei Enduro-Touren nicht immer nur bergab, sondern auch mal länger bergauf.


Fazit: deutlich abfahrtsorientiertes, schwergewichtiges Enduro mit günstiger Ausstattung. Für längere Touren wenig geeignet.


PLUS Ausgewogenes Handling und Fahrposition bergab wie bergauf, sehr feinfühliges, sattes Fahrwerk
MINUS Hohes Gewicht, starke Antriebseinflüsse auf dem kl. Kettenblatt, günstige Ausstattung, keine Tele-Stütze, 160er-Bremsscheibe hinten, Speichen im Hinterrad lockern sich schnell, keine Garantie bei Rennen


Die Alternative

Wer 700 Euro draufpackt, bekommt das Range 7.2 bereits mit leichtem und schickem Carbon-Rahmen. Die Ausstattung des Bikes mit Fox-Fahrwerk bleibt auf vergleichbarem Niveau.

  Nur was für Flachland-Enduro-Einsätze: Die 160er-Scheibe hat beim Einsatz in den Bergen nichts verloren und bietet zu wenig Standfestigkeit.Foto: Daniel Simon
Nur was für Flachland-Enduro-Einsätze: Die 160er-Scheibe hat beim Einsatz in den Bergen nichts verloren und bietet zu wenig Standfestigkeit.
  Vorsicht Speichenverlust: Bereits nach 3000 Tiefenmetern am Gardasee waren die Hinterräder von Focus und Norco reif für den Zentrierständer.Foto: Daniel Simon
Vorsicht Speichenverlust: Bereits nach 3000 Tiefenmetern am Gardasee waren die Hinterräder von Focus und Norco reif für den Zentrierständer.
  Alutech: Orbea, Norco und Carver verzichten auf eine Kettenführung. Wer auf Nummer sicher geht, setzt auf eine leichte C-Guide-Führung von Bionicon.Foto: Daniel Simon
Alutech: Orbea, Norco und Carver verzichten auf eine Kettenführung. Wer auf Nummer sicher geht, setzt auf eine leichte C-Guide-Führung von Bionicon.
  Im Vergleich zur Gabel könnte der sensible Hinterbau, der sich nach viel Hub anfühlt, etwas mehr Progression vertragen.Foto: BIKE Magazin
Im Vergleich zur Gabel könnte der sensible Hinterbau, der sich nach viel Hub anfühlt, etwas mehr Progression vertragen.

Downloads:

Meistgelesene Artikel