EnduroHeiß auf Action: 7 Enduros um 4000 Euro im Test

Peter Nilges

 · 26.10.2021

Heiß auf Action: 7 Enduros um 4000 Euro im TestFoto: Wolfgang Watzke

Die Modelle um 4000 Euro lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Wir haben ihre Stärken und Schwächen analysiert, damit Sie das perfekte Bike finden.

Ein dumpfes Klonk. Ein lautes Zischen. Und schon spritzt die weiße Latexmilchfontäne aus dem Hinterreifen wie Schaumwein aus der Magnumflasche beim Siegesjubel. Der fünfte Defekt in der fünften Abfahrt unterstreicht ziemlich offenkundig: Das Material ist der Strecke nicht gewachsen. Trotz mittlerweile zwei Bar Druck im Reifen hat die Exo+Karkasse dem ausgesprochen steinigen Untergrund im Bikepark Bad Hindelang nur wenig entgegenzusetzen. Der erste Einsatz vor dem eigentlichen Vergleichstest hinterlässt bereits heftige Spuren. Unser Wochenendausflug hat den Alu-Felgen vom Last Coal etliche Dellen beschert. Immer noch besser als die gebrochene Carbon-Felge, die meinen Kumpel unfreiwillig zum Wanderer gemacht hat.

  Die beiden Carbon-Enduros von Cube und Conway sind die leichtesten im Vergleich. Meist ist die Abstimmung der teureren Federelemente durch die Fülle an Einstelloptionen aufwändiger als an den günstigen Exemplaren.Foto: Wolfgang Watzke
Die beiden Carbon-Enduros von Cube und Conway sind die leichtesten im Vergleich. Meist ist die Abstimmung der teureren Federelemente durch die Fülle an Einstelloptionen aufwändiger als an den günstigen Exemplaren.

Mit Ersatzreifen und sieben Enduros im Gepäck geht es die Woche drauf in den Bikepark Serfaus. Diesmal müssen alle Enduros im Vergleich beweisen, was sie können. Um es vorweg zu nehmen: Das Pannenglück spielte in Serfaus mit. Nicht ein einziger platter Reifen oder sonstiger Ausfall sabotierte den Test. Und das bei über 4000 Tiefenmetern pro Bike und einem Reifendruck von 1,6 bar vorne und 1,8 bar hinten.

Spannend: Unser Testfeld in der 4000-Euro-Klasse zeigt sich extrem heterogen. Zu diesem Preis gibt es bereits die ersten Carbon-Rahmen. Das stellt die Hersteller aber grundsätzlich vor die Entscheidung, ob sie ihr Geld in den Rahmen oder doch lieber in eine bessere Ausstattung investieren. Beim Fahrwerk gehen die Hersteller unterschiedliche Wege, auch wenn fast alle auf eine 170er-Federgabel setzen.

Radon Swoop 9.0: Trotz niedrigen Preises kommt eine hochwertige Kettenführung von MRP und eine Sram-GX-Kurbel zum Einsatz.Foto: Wolfgang Watzke
Radon Swoop 9.0: Trotz niedrigen Preises kommt eine hochwertige Kettenführung von MRP und eine Sram-GX-Kurbel zum Einsatz.
Enduros sind träge und nur per Lift den Berg hochzubekommen – so die landläufige Meinung. Weit gefehlt. Unser Test zeigt: Die Modelle um 4000 Euro lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Wir haben ihre Stärken und Schwächen analysiert, damit Sie das perfekte Bike für Ihre Bedürfnisse finden.Foto: Wolfgang Watzke
Enduros sind träge und nur per Lift den Berg hochzubekommen – so die landläufige Meinung. Weit gefehlt. Unser Test zeigt: Die Modelle um 4000 Euro lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Wir haben ihre Stärken und Schwächen analysiert, damit Sie das perfekte Bike für Ihre Bedürfnisse finden.
Sprünge, Steinfelder und Wurzelteppiche. Der Enduro-Alltag ist eine echte Belastung fürs Material. Je nach Fahrstil und Einsatzort muss man noch individuell tunen.Foto: Wolfgang Watzke
Sprünge, Steinfelder und Wurzelteppiche. Der Enduro-Alltag ist eine echte Belastung fürs Material. Je nach Fahrstil und Einsatzort muss man noch individuell tunen.
Die beiden Carbon-Enduros von Cube und Conway sind die leichtesten im Vergleich. Meist ist die Abstimmung der teureren Federelemente durch die Fülle an Einstelloptionen aufwändiger als an den günstigen Exemplaren.Foto: Wolfgang Watzke
Die beiden Carbon-Enduros von Cube und Conway sind die leichtesten im Vergleich. Meist ist die Abstimmung der teureren Federelemente durch die Fülle an Einstelloptionen aufwändiger als an den günstigen Exemplaren.
Conway WME 427Foto: Wolfgang Watzke
Conway WME 427
Conway WME 427: Der Carbon-Hinterbau baut sehr breit und bietet wenig Fersenfreiheit, weshalb man ihn häufig streift.Foto: Wolfgang Watzke
Conway WME 427: Der Carbon-Hinterbau baut sehr breit und bietet wenig Fersenfreiheit, weshalb man ihn häufig streift.
Conway WME 427: Unter dem Deckel am Unterrohr verbirgt sich ein Staufach, das kleine Teile wie ein Mini-Tool klapperfrei und dreckgeschützt aufnimmt.Foto: Wolfgang Watzke
Conway WME 427: Unter dem Deckel am Unterrohr verbirgt sich ein Staufach, das kleine Teile wie ein Mini-Tool klapperfrei und dreckgeschützt aufnimmt.
Cube Stereo 150 C:62 SL 29Foto: Wolfgang Watzke
Cube Stereo 150 C:62 SL 29
Cube Stereo 150 C:62 SL 29: Für ein leichteres Setup kommt der neue Float-X-Dämpfer von Fox mit eingelaserten Ziffern. Die Rasterung könnte definierter sein.Foto: Wolfgang Watzke
Cube Stereo 150 C:62 SL 29: Für ein leichteres Setup kommt der neue Float-X-Dämpfer von Fox mit eingelaserten Ziffern. Die Rasterung könnte definierter sein.
Cube Stereo 150 C:62 SL 29: Schalthebel und Bremse sind hochwertig. Auch die hauseigenen Griffe dämpfen recht gut.Foto: Wolfgang Watzke
Cube Stereo 150 C:62 SL 29: Schalthebel und Bremse sind hochwertig. Auch die hauseigenen Griffe dämpfen recht gut.
Giant Reign 29 SXFoto: Wolfgang Watzke
Giant Reign 29 SX
Giant Reign 29 SX: Das SX kommt mit robuster Ausstattung: Bashguard und Stahl­federdämpfer treiben aber auch das Gewicht in die Höhe.Foto: Wolfgang Watzke
Giant Reign 29 SX: Das SX kommt mit robuster Ausstattung: Bashguard und Stahl­federdämpfer treiben aber auch das Gewicht in die Höhe.
Giant Reign 29 SX: Im Vergleich zur Konkurrenz spezifiziert Giant die teurere Grip2-Kartusche in der Gabel.Foto: Wolfgang Watzke
Giant Reign 29 SX: Im Vergleich zur Konkurrenz spezifiziert Giant die teurere Grip2-Kartusche in der Gabel.
Last CoalFoto: Wolfgang Watzke
Last Coal
Last Coal: Durch einen Tausch des Links (89 Euro) zwischen Umlenkhebel und Hinterbau lässt sich das Coal auch auf ein 27,5er-Hinterrad anpassen.Foto: Wolfgang Watzke
Last Coal: Durch einen Tausch des Links (89 Euro) zwischen Umlenkhebel und Hinterbau lässt sich das Coal auch auf ein 27,5er-Hinterrad anpassen.
Last Coal: Um genügend Platz für Reifen und Kettenblatt zu schaffen, muss die Außenhülle kurz außen verlaufen.Foto: Wolfgang Watzke
Last Coal: Um genügend Platz für Reifen und Kettenblatt zu schaffen, muss die Außenhülle kurz außen verlaufen.
Scott Ransom 920Foto: Wolfgang Watzke
Scott Ransom 920
Scott Ransom 920: Der wuchtige Hydroformrahmen besitzt die gleiche Formgebung wie das Carbon-Pendant. Die Kabeldurchlässe sind scharfkantig und scheuern.Foto: Wolfgang Watzke
Scott Ransom 920: Der wuchtige Hydroformrahmen besitzt die gleiche Formgebung wie das Carbon-Pendant. Die Kabeldurchlässe sind scharfkantig und scheuern.
Scott Ransom 920: Trotz eigener Mini-Kettenführung ist uns im Testbetrieb zweimal die Kette heruntergefallen.Foto: Wolfgang Watzke
Scott Ransom 920: Trotz eigener Mini-Kettenführung ist uns im Testbetrieb zweimal die Kette heruntergefallen.
Mondraker Superfoxy RFoto: Wolfgang Watzke
Mondraker Superfoxy R
Mondraker Superfoxy R: e Kette klappert laut und beschädigt damit den Lack der Streben.Foto: Wolfgang Watzke
Mondraker Superfoxy R: e Kette klappert laut und beschädigt damit den Lack der Streben.
Mondraker Superfoxy R:Foto: Wolfgang Watzke
Mondraker Superfoxy R:
Radon Swoop 9.0Foto: Wolfgang Watzke
Radon Swoop 9.0
Radon Swoop 9.0: Die Magura MT5 mit 200er-Scheibe am Hinterrad verzögerte extrem kraftvoll.Foto: Wolfgang Watzke
Radon Swoop 9.0: Die Magura MT5 mit 200er-Scheibe am Hinterrad verzögerte extrem kraftvoll.
Radon Swoop 9.0: Trotz niedrigen Preises kommt eine hochwertige Kettenführung von MRP und eine Sram-GX-Kurbel zum Einsatz.Foto: Wolfgang Watzke
Radon Swoop 9.0: Trotz niedrigen Preises kommt eine hochwertige Kettenführung von MRP und eine Sram-GX-Kurbel zum Einsatz.
Enduros sind träge und nur per Lift den Berg hochzubekommen – so die landläufige Meinung. Weit gefehlt. Unser Test zeigt: Die Modelle um 4000 Euro lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Wir haben ihre Stärken und Schwächen analysiert, damit Sie das perfekte Bike für Ihre Bedürfnisse finden.Foto: Wolfgang Watzke
Enduros sind träge und nur per Lift den Berg hochzubekommen – so die landläufige Meinung. Weit gefehlt. Unser Test zeigt: Die Modelle um 4000 Euro lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Wir haben ihre Stärken und Schwächen analysiert, damit Sie das perfekte Bike für Ihre Bedürfnisse finden.
Enduros sind träge und nur per Lift den Berg hochzubekommen – so die landläufige Meinung. Weit gefehlt. Unser Test zeigt: Die Modelle um 4000 Euro lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Wir haben ihre Stärken und Schwächen analysiert, damit Sie das perfekte Bike für Ihre Bedürfnisse finden.
Sprünge, Steinfelder und Wurzelteppiche. Der Enduro-Alltag ist eine echte Belastung fürs Material. Je nach Fahrstil und Einsatzort muss man noch individuell tunen.
Die beiden Carbon-Enduros von Cube und Conway sind die leichtesten im Vergleich. Meist ist die Abstimmung der teureren Federelemente durch die Fülle an Einstelloptionen aufwändiger als an den günstigen Exemplaren.
Conway WME 427
Conway WME 427: Der Carbon-Hinterbau baut sehr breit und bietet wenig Fersenfreiheit, weshalb man ihn häufig streift.
Conway WME 427: Unter dem Deckel am Unterrohr verbirgt sich ein Staufach, das kleine Teile wie ein Mini-Tool klapperfrei und dreckgeschützt aufnimmt.
Cube Stereo 150 C:62 SL 29
Cube Stereo 150 C:62 SL 29: Für ein leichteres Setup kommt der neue Float-X-Dämpfer von Fox mit eingelaserten Ziffern. Die Rasterung könnte definierter sein.
Cube Stereo 150 C:62 SL 29: Schalthebel und Bremse sind hochwertig. Auch die hauseigenen Griffe dämpfen recht gut.
Giant Reign 29 SX
Giant Reign 29 SX: Das SX kommt mit robuster Ausstattung: Bashguard und Stahl­federdämpfer treiben aber auch das Gewicht in die Höhe.
Giant Reign 29 SX: Im Vergleich zur Konkurrenz spezifiziert Giant die teurere Grip2-Kartusche in der Gabel.
Last Coal
Last Coal: Durch einen Tausch des Links (89 Euro) zwischen Umlenkhebel und Hinterbau lässt sich das Coal auch auf ein 27,5er-Hinterrad anpassen.
Last Coal: Um genügend Platz für Reifen und Kettenblatt zu schaffen, muss die Außenhülle kurz außen verlaufen.
Scott Ransom 920
Scott Ransom 920: Der wuchtige Hydroformrahmen besitzt die gleiche Formgebung wie das Carbon-Pendant. Die Kabeldurchlässe sind scharfkantig und scheuern.
Scott Ransom 920: Trotz eigener Mini-Kettenführung ist uns im Testbetrieb zweimal die Kette heruntergefallen.
Mondraker Superfoxy R
Mondraker Superfoxy R: e Kette klappert laut und beschädigt damit den Lack der Streben.
Mondraker Superfoxy R:
Radon Swoop 9.0
Radon Swoop 9.0: Die Magura MT5 mit 200er-Scheibe am Hinterrad verzögerte extrem kraftvoll.
Radon Swoop 9.0: Trotz niedrigen Preises kommt eine hochwertige Kettenführung von MRP und eine Sram-GX-Kurbel zum Einsatz.

Welche Stärken und Schwächen wir beim Test der sieben Enduros um 4000 Euro entdeckt haben, verraten wir im Test. Den gesamten Artikel aus BIKE 10/2021 können Sie unten bequem als PDF herunterladen.

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