EnduroGT Force: nächstes High-Pivot-Enduro

Tim Folchert

 · 16.08.2021

GT Force: nächstes High-Pivot-EnduroFoto: Hersteller

Nach Norco und Cannondale stellt auch GT das neue Force Carbon mit hohem Drehpunkt und Umlenkrolle vor. Das Enduro soll für die anspruchsvollen Strecken der EWS gemacht sein.

Ist High-Pivot die Lösung?

Immer mehr Hersteller rüsten ihre langhubigen Bikes mit hohem Drehpunkt und Umlenkrolle aus. Dadurch soll sich die Raderhebungskurve verbessern und das Hinterrad leichter über Hindernisse drüber rollen. Durch die Umlenkrolle über dem Tretlager wird der erhöhte Pedalrückschlag beim Einfedern ausgeglichen. Bereits Mitte der 2000er traten High-Pivot-Bikes auf die Bildfläche, doch verschwanden nach ein paar Jahren wieder. Wird uns der Trend nun länger erhalten bleiben? Ein Nachteil des Systems: erhöhter Widerstand und Wartungsaufwand am kleinen Röllchen.

  Nach Cannondale und Norco präsentiert auch GT sein Enduro Force Carbon für 2022 mit High-Pivot-Hinterbau.Foto: Hersteller
Nach Cannondale und Norco präsentiert auch GT sein Enduro Force Carbon für 2022 mit High-Pivot-Hinterbau.

GT mit Sitz in Kalifornien ist ein Urgestein in der Mountainbike-Szene. 2021 wollen die US-Amerikaner mit einem High-Pivot-Hinterbau und innenverlegten Zügen nicht nur in der EWS angreifen. Auch Freerider Brage Vestavik aus Norwegen soll mit dem Force Carbon glücklich werden. Je nach Vorliebe soll in den Force-Rahmen ein Luft- oder Stahlfederdämpfer passen.

Die EWS-Profis Martin Maes und Noga Korem auf ihren neuen Arbeitsgeräten.Foto: Matt Wragg
Die EWS-Profis Martin Maes und Noga Korem auf ihren neuen Arbeitsgeräten.
Der Norweger Brage Vestavik beim Spielen mit dem neuen Force Carbon.Foto: Hersteller
Der Norweger Brage Vestavik beim Spielen mit dem neuen Force Carbon.
Der üppige Kettenstrebenschutz soll für Ruhe sorgen bei Rumpel-Downhills.Foto: © Hersteller_
Der üppige Kettenstrebenschutz soll für Ruhe sorgen bei Rumpel-Downhills.
Kofferraum: GT schafft Platz für Werkzeug und Schlauch.Foto: © Hersteller_
Kofferraum: GT schafft Platz für Werkzeug und Schlauch.
Der Flipchip am Ausfallende verlängert oder verkürzt die Kettenstreben um zehn Millimeter.Foto: © Hersteller_
Der Flipchip am Ausfallende verlängert oder verkürzt die Kettenstreben um zehn Millimeter.
Die Umlenkrolle verringert den Pedalrückschlag.Foto: © Hersteller_
Die Umlenkrolle verringert den Pedalrückschlag.
Auch mächtig Airtime soll mit dem GT Force kein Problem sein. Der Carbon-Rahmen bietet Platz für Luft- und Coil-Dämpfer.Foto: © Hersteller_
Auch mächtig Airtime soll mit dem GT Force kein Problem sein. Der Carbon-Rahmen bietet Platz für Luft- und Coil-Dämpfer.
Die EWS-Profis Martin Maes und Noga Korem auf ihren neuen Arbeitsgeräten.Foto: Matt Wragg
Die EWS-Profis Martin Maes und Noga Korem auf ihren neuen Arbeitsgeräten.
Der Norweger Brage Vestavik beim Spielen mit dem neuen Force Carbon.Foto: Hersteller
Der Norweger Brage Vestavik beim Spielen mit dem neuen Force Carbon.
Der Norweger Brage Vestavik beim Spielen mit dem neuen Force Carbon.
Der üppige Kettenstrebenschutz soll für Ruhe sorgen bei Rumpel-Downhills.
Kofferraum: GT schafft Platz für Werkzeug und Schlauch.
Der Flipchip am Ausfallende verlängert oder verkürzt die Kettenstreben um zehn Millimeter.
Die Umlenkrolle verringert den Pedalrückschlag.
Auch mächtig Airtime soll mit dem GT Force kein Problem sein. Der Carbon-Rahmen bietet Platz für Luft- und Coil-Dämpfer.
Die EWS-Profis Martin Maes und Noga Korem auf ihren neuen Arbeitsgeräten.

Im Vergleich zum Vorgänger bekam das neue Force nicht nur größere Laufräder, sondern wurde auch länger und flacher. Ein 63,5 Grad flacher Lenkwinkel und ein langer Reach sollen für Laufruhe sorgen. Im hinteren Ausfallende sitzt ein Flipchip, mit dem man die Kettenstrebenlänge um zehn Millimeter verstellen kann. Auf der Race-Maschine mit 160 Millimetern Federweg am Heck soll EWS-Pilot Martin Maes aus Belgien um den Sieg fahren. Der Hauptrahmen besteht aus Carbon, der Hinterbau aus Aluminium. Der Rahmen soll mit Dämpfer und Kleinteilen 4100 Gramm wiegen.

  Im Trend: Ein langer Reach und ein flacher Lenkwinkel sollen das GT Force Carbon zum Abfahrtsmonster machen. Mittels Flipchip kann die Kettenstrebenlänge um zehn Millimeter verändert werden.Foto: Hersteller
Im Trend: Ein langer Reach und ein flacher Lenkwinkel sollen das GT Force Carbon zum Abfahrtsmonster machen. Mittels Flipchip kann die Kettenstrebenlänge um zehn Millimeter verändert werden.

Das GT Force Carbon gibt es 2022 in drei Ausstattungslinien. Die günstige Elite-Version für 3899 Euro soll 16,3 Kilogramm wiegen, die Pro-Ausstattung für 4999 Euro soll 15,8 Kilogramm auf die Waage bringen. Das Force Carbon Pro LE wiegt 15,4 Kilo und kostet 6099 Euro. Damit spielt das GT Force sowohl preislich als auch in Sachen Gewicht und Hinterbaudesign in einer Liga mit dem kürzlich vorgestellten Cannondale Jekyll.

  15,4 Kilo schwer und 6099 Euro teuer ist die Top-Version des GT Force Carbon 2022.Foto: © Hersteller_
15,4 Kilo schwer und 6099 Euro teuer ist die Top-Version des GT Force Carbon 2022.
  Für 4999 Euro kommt das Force mit einer Rockshox ZEB-Gabel.Foto: © Hersteller_
Für 4999 Euro kommt das Force mit einer Rockshox ZEB-Gabel.
  In der günstigsten Ausstattung für 3899 Euro gibt es das Force Carbon mit einem einfachen Rockshox-Fahrwerk und und Deore-Schaltgruppe.Foto: Hersteller
In der günstigsten Ausstattung für 3899 Euro gibt es das Force Carbon mit einem einfachen Rockshox-Fahrwerk und und Deore-Schaltgruppe.

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