Enduro

Ghost Cagua 6550

Peter Nilges

 · 20.04.2014

Ghost Cagua 6550Foto: Daniel Simon

Als Vorreiter in Sachen 27,5 Zoll rollt das Cagua bereits seit über einem Jahr auf der mittelgroßen Radgröße über die Trails.

Im Vergleich zur damaligen 26-Zoll-Version hat sich auch bei der Rahmengeometrie einiges getan. Das Tretlager wurde drastisch abgesenkt und sorgt mit nur 325 Millimetern für einen extrem tiefen Schwerpunkt. Dadurch steigt aber auch die Gefahr von ungewollten Pedalaufsetzern beim Kurbeln. Für 2999 Euro spendiert Ghost eine komplette XT-Schaltung sowie -Bremsen und ein Fox-Fahrwerk. Bei genauerem Hinschauen gibt es dennoch Schwachstellen zu entdecken. Günstiger Steuersatz, Reverb mit Außenleitung und fürs Fahrgefühl deutlich gravierender: dünne Schwalbe-Nobby-Nic-Reifen mit wenig griffigem PaceStar-Gummi. Die Reifen und die recht hohe Front sorgten dabei für ein etwas stelziges, nervöse Handling auf den steinigen Trails am Lago. Bergauf bremsen das hohe Gewicht und der Pedalrückschlag auf dem kleinen Blatt.


Fazit: Die unpassende Reifenwahl und das hohe Gewicht drücken das Potenzial des ansonsten unauffälligen, tollen Enduros.


PLUS Hochwertige Schaltgruppe und Bremse, steifer Rahmen
MINUS Extrem tiefes Tretlager, pannenanfällige Reifen mit wenig Grip, hohes Gewicht durch schweren Rahmen und Gabel, hohe Front, klassischer Steuersatz mit offenem Kugelkäfig, Pedalrückschlag auf kleinem Kettenblatt


Die Alternative

Das Cagua 6551 E:i kostet 3499 Euro und bietet bei vergleich- barer Ausstattung einen elektronisch geregelten Rock-Shox-Monarch-Dämpfer mit automatischer Plattformfunktion.

  Der leichtgewichtige Nobby Nic ist für den Enduro-Einsatz zu pannenanfällig. Obendrein bietet die schnelle PaceStar-Mischung wenig Grip.Foto: Daniel Simon
Der leichtgewichtige Nobby Nic ist für den Enduro-Einsatz zu pannenanfällig. Obendrein bietet die schnelle PaceStar-Mischung wenig Grip.
  Der Hinterbau besitzt etwas weniger Federweg und eine geringere Endprogression als die Gabel.Foto: BIKE Magazin
Der Hinterbau besitzt etwas weniger Federweg und eine geringere Endprogression als die Gabel.

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