EnduroEnduro: Liteville 301 MK14 im Test

Peter Nilges

 · 12/24/2017

Enduro: Liteville 301 MK14 im TestFoto: Robert Niedring

Bereits zum 14. Mal bläst Liteville seinem Klassiker 301 frischen Wind in die Segel, ohne dessen Wurzeln zu verleugnen. Vollmundig spricht Liteville dennoch von der bislang größten Evolutionsstufe.

Grund dafür ist zum einen die integrierte Eightpins-Tele-Stütze (615 Gramm mit Hebel und Zug), die bei unserer Sitzhöhe und Rahmengröße L üppige 190 Millimeter bereitstellt. Im vierwöchigen Testeinsatz funktionierte die Stütze tadellos und leichtgängig. Durch das nach vorne verlagerte Sitzrohr passen nun auch breite 27,5er-Reifen in den Hinterbau und das bei kurzen 430er-Kettenstreben. Seitlich auf Höhe des Kettenblattes geht es dennoch etwas eng zu. Einerseits kürzere Kettenstreben, andererseits ein längerer Reach und ein deutlich tieferes Tretlager sind die Neuerungen seitens der Geometrie, die das MK14 auf modernen Kurs bringen. Durch die gewonnene Länge fährt sich das neue 301 etwas souveräner, in technischen Tretpassagen setzt man jedoch häufiger auf. Beim Lenkwinkel bleibt das 301 mit 66,3 Grad hingegen moderat. Durch den optionalen Winkelsteuersatz sind jedoch 64,8 Grad möglich. Bergauf begeistert das trotz Alu-Rahmen geringe Gesamtgewicht und die Effizienz des Fahrwerks. Das 301 zählt damit zu den vortriebsstärksten Enduros am Markt. Bergab ermöglicht der Dämpfer mit Trunnion-Mount üppige 166 Millimeter Federweg, lässt den Fahrer aber nie im Unklaren, wo er gerade drüberrumpelt. Hier gibt es sensiblere und sattere Enduro-Fahrwerke. Erstmals innen verlegte Züge und die makellose Verarbeitung sorgen für eine cleane Optik. Viele clevere Details wie eine Ersatzschraube fürs Schaltwerk oder ein Werkzeug in der Steckachse sucht man bei anderen Herstellern oft vergeblich.

  Liteville 301 MK14Foto: Robert Niedring
Liteville 301 MK14


Peter Nilges, BIKE-Testleiter: Auch die neueste Entwicklungsstufe des 301 überzeugt im Gelände und durch außergewöhnliche Detaillösungen sowie einige Updates zu den Vorgängern. Merkmale wie eine hohe Zuverlässigkeit, ein geringes Gesamtgewicht und ein sehr guter Vortrieb kennzeichnen das sportliche Enduro nach wie vor am treffendsten. Ein Alleskönner auf hohem Niveau.

  Peter Nilges, BIKE-TestleiterFoto: Marius Maasewerd
Peter Nilges, BIKE-Testleiter
  Liteville 301 MK14: Eine Ersatzschraube für das Schaltauge sitzt in der Kettenstrebe. Das Super- yoke schafft trotz kurzer Kettenstreben Platz hinterm Tretlager. Foto: Robert Niedring
Liteville 301 MK14: Eine Ersatzschraube für das Schaltauge sitzt in der Kettenstrebe. Das Super- yoke schafft trotz kurzer Kettenstreben Platz hinterm Tretlager. 
  Liteville 301 MK14: Die integrierte Eightpins-Stütze besitzt einen gro­ßen Hub und eine geschmeidige Funktion.Foto: Robert Niedring
Liteville 301 MK14: Die integrierte Eightpins-Stütze besitzt einen gro­ßen Hub und eine geschmeidige Funktion.
  Liteville 301 MK14Foto: BIKE Magazin
Liteville 301 MK14
  Liteville 301 MK14Foto: BIKE Magazin
Liteville 301 MK14


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