EnduroEinzeltest: Liteville 301 MK 10

Peter Nilges

 · 20.05.2012

Einzeltest: Liteville 301 MK 10Foto: Daniel Simon

Fox- statt DT-Dämpfer, überarbeitete Geometrie und eine sensiblere Hinterbaufunktion standen im Lastenheft des neuen MK10. So fährt sich das neue 301.

2005 machte sich das erste 301 mit 115 Millimetern Federweg am Heck auf den Weg, die Trails zu erobern. Der aufgeräumte Rahmen in klassischer Diamantform fühlte sich damals nach deutlich mehr Federweg an. Am ursprünglichen Design hat sich über die Jahre nichts geändert, dafür wuchsen die Federwege auf bis zu 170 Millimeter, bei sehr leichtem Rahmengewicht. Trotz wachsendem Federweg wurde bei diesen Entwicklungsstufen viel Wert auf Vortrieb gelegt. Das 2012er-MK10 gibt es nun mit 140 oder 160 Millimetern am Heck – wobei lediglich die Wippe getauscht werden kann. Gefahren sind wir das Bike im 140er-Setup.

Ergebnis: Dank leichtgängigerer Hinterbaulagerung und leistungsfähigem Fox-Dämpfer knüpft das MK10 an seine ursprünglichen Qualitäten an: Das Bike fühlt sich wieder sehr satt an, der Hinterbau arbeitet spürbar sensibler und generiert permanent Traktion. Kleine Hindernisse werden komplett aufgesogen. In verblocktem Terrain und bei höherer Geschwindigkeit verhärtet der Hinterbau weniger als beim direkten Vorgänger. Liteville-Piloten mit langjähriger Erfahrung werden dem MK10 ein minimal stärkeres Pumpen im Wiegetritt attestieren. Durch die überarbeitete Geometrie mit flacherem Lenkwinkel und leicht abgesenktem Tretlager sitzt man tiefer und laufruhiger im Rad, bei gewohnt hoher Lenkpräzision.


Fazit: Durch die flachere Geometrie fährt sich schon das 140er-301 mit der Sicherheit eines Enduros, beschleunigt aber um Welten besser. Alleskönner auf höchstem Niveau.

  Das 140-mm-Enduro Liteville 301 MK 10 2012Foto: Wolfgang Watzke
Das 140-mm-Enduro Liteville 301 MK 10 2012
  Der Rockguard schützt Schaltwerk und Schaltauge vor ungewolltem Felskontakt. Zum besseren Einfädeln wurde die X-12-Steckachse vorne angespitzt.Foto: Daniel Simon
Der Rockguard schützt Schaltwerk und Schaltauge vor ungewolltem Felskontakt. Zum besseren Einfädeln wurde die X-12-Steckachse vorne angespitzt.
  Anstelle von Gleitbuchsen verwendet Liteville auch an den Dämpferaugen Nadellager. Das gleiche gilt für die Wippe. Das Rahmengewicht liegt bei 2720 g.Foto: Daniel Simon
Anstelle von Gleitbuchsen verwendet Liteville auch an den Dämpferaugen Nadellager. Das gleiche gilt für die Wippe. Das Rahmengewicht liegt bei 2720 g.
  Hinterbau und Gabel ergänzen sich gut und bieten durch die Progression gegen Ende genügend Durchschlagsreserven. Der Hinterbau besitzt ein geringes Losbrechmoment.Foto: BIKE Magazin
Hinterbau und Gabel ergänzen sich gut und bieten durch die Progression gegen Ende genügend Durchschlagsreserven. Der Hinterbau besitzt ein geringes Losbrechmoment.

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