EnduroAlu in Reinform: Das Alutech CNC E-Fanes

Tim Folchert

 · 30.10.2020

Alu in Reinform: Das Alutech CNC E-FanesFoto: Holger Thalmann/holgerthalmann.de
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Ein Traum aus Aluminium – zumindest für Alutech-Chef Jürgen Schlender ist das CNC E-Fanes ein wahrgewordener Traum. Der CNC-gefräste E-Enduro-Rahmen ist ein Hingucker und vereint Raumfahrt-Technik mit Leichtbau.

Der Rahmen wird aus riesigen Alublöcken gefräst. Die verwendeten CNC-Maschinen aus dem Allgäu fräsen normalerweise feine Flugzeugteile. Dadurch ist es möglich, die Rahmenhälften mit sehr geringen Toleranzen zu fertigen. Außerdem werden die Materialstärken an die Kraftverläufe angepasst. Dadurch wird Gewicht eingespart. Anschließend werden die beiden Hälften miteinander verschweißt. Das ist sehr aufwändig, soll aber im Vergleich zum herkömmlichen Kleben oder Schrauben, ein Plus an Steifigkeit und Haltbarkeit bringen. Die glatte Oberfläche ist ungewöhnlich für einen Rahmen aus der Fräse. Unter anderem deshalb dauert die Fertigung einer einzelnen Rahmenhälfte ganze zwölf Stunden.

  Die glatte Oberfläche verdankt der Rahmen der aufwändigen Frästechnik aus der Luft- und Raumfahrt. Das hochwertige Fox-Factory-Fahrwerk soll mit seinen 170 Millimetern Hub genug Reserven für raue Enduro-Pisten bieten.Foto: Holger Thalmann/holgerthalmann.de
Die glatte Oberfläche verdankt der Rahmen der aufwändigen Frästechnik aus der Luft- und Raumfahrt. Das hochwertige Fox-Factory-Fahrwerk soll mit seinen 170 Millimetern Hub genug Reserven für raue Enduro-Pisten bieten.

Während das E-Fanes bereits für 6999 Euro zu haben ist, muss man für die Nobelversion aus der Fräse unglaubliche 15999 Euro auf den Tisch legen. Dafür bekommt man neben einem glattpolierten Oberrohr und dem unkonventionellen Rahmen nur die besten Komponenten samt Carbon-Laufrädern. Die Rahmengrößen sind auf M und L begrenzt. Das CNC-Bike aus Norddeutschland soll knapp 1,5 Kilo leichter sein als sein Bruder aus herkömmlicher Herstellung. Der Käufer muss sich auf Lieferzeiten von mindestens vier Monaten einstellen, da jedes Bike auf Bestellung gefertigt wird.

  Jürgen Schlender, der stolze Chef von Alutech, mit seinem „besten Pferd im Stall“.Foto: Holger Thalmann/holgerthalmann.de
Jürgen Schlender, der stolze Chef von Alutech, mit seinem „besten Pferd im Stall“.

Die Geometrie des CNC E-Fanes orientiert sich an der Super-Enduro-Geometrie des „normalen“ E-Fanes und kommt im Mullet-Aufbau (vorne 29 Zoll, hinten 27,5 Zoll). Am STS-Hinterbau hat man die Möglichkeit, die Kettenstrebenlänge zu verändern. Die 38er Fox Factory-Gabel, der Fox X2 Factory-Dämpfer und eine riesige 220-mm-Bremsscheibe an der Front sollen für die überzeugende Downhill-Fähigkeiten sorgen.

Der kleine und leichte Shimano EP8 Motor liefert 85 Nm Drehmoment und ist die treibende Kraft im CNC E-Fanes. Er ist leise, stark und kann im Konfigurator mit einem 504 Wh- oder 630 Wh-Akku ausgestattet werden.

  Die Kettenstrebenlänge kann am STS-Hinterbau individuell eingestellt werden. Ein Shimano EP8-Motor ist das Aggregat der Wahl im Alutech.Foto: Holger Thalmann/holgerthalmann.de
Die Kettenstrebenlänge kann am STS-Hinterbau individuell eingestellt werden. Ein Shimano EP8-Motor ist das Aggregat der Wahl im Alutech.

Die Fakten zum Alutech CNC E-Fanes

  • Shimano EP 8 Motor
  • herausnehmbarer 504 Wh-Akku bzw. 630 Wh-Akku
  • Federweg: 170/170 mm
  • Laufradgröße: 29“/27,5“ (Mullet)
  • Gewicht: 21,15 kg (Herstellerangabe)
  • Preis: ab 15999 Euro

Die Geometrie des CNC-E-Fanes

Die Geometrie des noblen E-Enduros ist nahezu identisch mit der des E-Fanes. ist Das CNC E-Fanes ist mit seinen 170 Millimetern Federweg und der flachen Geometrie auf Abfahrt getrimmt. Die Geometriedaten beziehen sich auf den Aufbau als MX/Mullet-Bike.

  „made in Germany“ – die Rahmenhälften werden im Allgäu gefräst und in Norddeutschland miteinander verschweißt.Foto: Holger Thalmann/holgerthalmann.de
„made in Germany“ – die Rahmenhälften werden im Allgäu gefräst und in Norddeutschland miteinander verschweißt.
  Die neueste Schöpfung in der Alutech-Flotte: Hier testet  Chef Schlener das in der CNC-Fräse entstandene E-Bike vor dem namensgebenden Dolomitenmassiv.Foto: Holger Thalmann/holgerthalmann.de
Die neueste Schöpfung in der Alutech-Flotte: Hier testet Chef Schlener das in der CNC-Fräse entstandene E-Bike vor dem namensgebenden Dolomitenmassiv.

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