Mountainbike

E-Mountainbike Centurion Numinis E650.27 im Test

Stephan Ottmar

 · 22.05.2016

E-Mountainbike Centurion Numinis E650.27 im TestFoto: Markus Greber
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Bereits in EMTB #1 testeten wir das Centurion Numinis, allerdings in Größe 53 (angegeben war fälschlicherweise 48) – leider zu groß für unsere Testcrew. Hier der Test des Numinis E650.27 in Größe 48.

Als Tourenfully macht Centurion in Sachen Ausstattung an seinem E-Numinis E650.27 jede Menge richtig. Die Übersetzung ist, mit einem 15er Motorritzel vorn und einer Kassette mit 11-42 Zähnen am Hinterrad, absolut alpentauglich. Auch Anstiege im kniffligen Gelände lassen sich damit gut meistern, ohne dass einem die kleinen Berggänge ausgehen. Dazu passen die Schwalbe-Nobby-Nic-Reifen gut. Sie bieten in 2,25er-Variante und mit Performance-Gummimischung ordentliche Traktion. Eine Nummer breiter wäre angenehm, das würde den Grip deutlich anheben und die Pannenanfälligkeit senken. Im Test fuhren wir das Bike mit 2,5 bar am Hinterrad (vorn 1,9 bar), da sonst erfahrungsgemäß das Risiko eines Durchschlags, aufgrund des hohen Bike-Gewichts, zu stark ansteigt.

  Der komplex angelenkte Hinterbau mit virtuellem Drehpunkt (VPP) macht auf dem Trail eine gute Figur. Foto: Markus Greber
Der komplex angelenkte Hinterbau mit virtuellem Drehpunkt (VPP) macht auf dem Trail eine gute Figur. 
  Die im EMTB-Labor gemessenen Geometriedaten des Centurion Numinis E650.27 im Überblick.Foto: EMTB Magazin
Die im EMTB-Labor gemessenen Geometriedaten des Centurion Numinis E650.27 im Überblick.

Die Shimano-Bremsanlage (M615) mit 200er und 180er Scheiben verzögert prima und lässt sich mit dem bequemen Ein-Finger-Hebel bestens dosieren. Insgesamt gefällt die Ergonomie des Cockpits. Die Gabel besitzt 130 Millimeter komfortabel abgestimmten Federweg. Sie reagiert sensibel auf kleine Schläge, sackt allerdings bei Stufen etwas zu tief weg. Die montierte Lenkerfernbedienung zum Blockieren der Gabel halten wir für überflüssig und wüschen uns stattdessen eine vom Lenker aus absenkbare Sattelstütze, die hervorragend zum Charakter des Bikes passen würde.

Numinis-Hinterbau der Gabel überlegen

Die aufwändige Hebelage am Hinterbau erzeugt einen Federweg von 120 Millimetern per Virtual-Poivot-Point (VPP-System). Das bedeutet der Drehpunkt liegt frei im Raum, abseits der Lagerachsen. Das soll den Antrieb von Treteinflüssen entkoppeln. Bei E-MTBs sind solche Einflüsse jedoch kaum wahrnehmbar, da der Antrieb den Zug auf der Kette relativ konstant hält. Trotzdem macht das Fahrwerk am Heck einen sehr guten Job und ist in Sachen Performance der Gabel überlegen. Es lässt sich einfach abstimmen und der Fahrer erhält eine gute Rückmeldung vom Hinterrad.
Leider kämpfte der Bosch-CX-Antrieb im Test mit willkürlichen Aussetzern, deren Ursache sich nicht ermitteln ließ. Die plötzliche Schubunterbrechung löste sich jeweils nach einigen Sekunden in Wohlgefallen auf – vermutlich ein Wackelkontakt am Display. Der Akku liefert 500 Wattstunden, damit sind Touren um die 1500 Höhenmeter gut machbar.

  Der Lenker ist angenehm breit, die Bremshebel gut positioniert. Leider kämpfte der Bosch-Antrieb mit einem Wackelkontakt, vermutlich am Display.Foto: Markus Greber
Der Lenker ist angenehm breit, die Bremshebel gut positioniert. Leider kämpfte der Bosch-Antrieb mit einem Wackelkontakt, vermutlich am Display.

Im Test in EMTB 1/2016 verglichen wir ein E-Numinis der Größe 53cm mit Bikes in Größe M und bemängelten insbesondere die hohe Front. Die nun gefahrene Variante (Rahmenhöhe 48cm) kommt mit einem 25 Millimeter kürzeren Steuerrohr. Das entschärft das Aufbäumen des Bikes an Steilstücken und steigert die Sicherheit und Wendigkeit bergab spürbar. Allerdings müssen Fahrer um die 1,80 Meter Körpergröße genau ausprobieren, welches Größe zu ihnen passt. Centurion bietet - wie die meisten E-Bike Hersteller bisher - das E-Numinis lediglich in drei Rahmenhöhen an. Dadurch fallen die Größensprünge recht üppig aus.

Test-Fazit zum Centurion Numinis E650.27

Für 3699 Euro erhält man ein solides, durchdacht ausgestattetes, spritziges Tourenbike. Das E-Numinis mit Bosch CX-Antrieb fühlt sich auch im Gelände wohl und kommt erst im wirklich anspruchsvollen Terrain an seine Grenzen.

  Das Centurion Numinis E.650.27 im EMTB-TestFoto: Markus Greber
Das Centurion Numinis E.650.27 im EMTB-Test

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