Mountainbike

Die besten Mountainbikes für den Nachwuchs

Stefan Frey

 · 22.07.2018

Die besten Mountainbikes für den NachwuchsFoto: Christoph Malin

Bei den heutigen Nullzinsen,macht Sparen für die Kinder kaum noch Sinn. Investieren Sie lieber in ein ordentliches Rad – bestenfalls ein Mountainbike – für den Nachwuchs. Das zahlt sich sofort aus.

DER WEG ZUR RICHTIGEN GRÖSSE

In ein Bike wächst man nicht rein, wie in eine zu große Jeans. Kinder brauchen ein passendes Rad. Die entscheidenden Maße sind dabei die Schrittlänge oder die Körpergröße. An diesen Eckpunkten können sie sich orientieren.

Eine große Auswahl an Kinder-Mountainbikes von 12-20 Zoll gibt es bei diesen Online-Shops:

  14 Zoll: 3,5–5 Jahre | Innenbeinlänge: 38–46 Zentimeter | Körpergröße: 95–110 Zentimeter | Schon ab 14 Zoll finden sich die ersten Bikes zum Mittreten. Am besten gleich ohne Stützräder üben.Foto: Fotolia
14 Zoll: 3,5–5 Jahre | Innenbeinlänge: 38–46 Zentimeter | Körpergröße: 95–110 Zentimeter | Schon ab 14 Zoll finden sich die ersten Bikes zum Mittreten. Am besten gleich ohne Stützräder üben.
   16 Zoll: 4–5 Jahre | Innenbeinlänge: 44–48 Zentimeter | Körpergröße: 105–120 Zentimeter | In 16 Zoll finden sich schon die ersten richtigen Geländeräder, eine Gangschaltung braucht es hier noch nicht.Foto: Fotolia
16 Zoll: 4–5 Jahre | Innenbeinlänge: 44–48 Zentimeter | Körpergröße: 105–120 Zentimeter | In 16 Zoll finden sich schon die ersten richtigen Geländeräder, eine Gangschaltung braucht es hier noch nicht.
   20 Zoll: 5–8 Jahre | Innenbeinlänge: 48–56 Zentimeter | Körpergröße: 115–135 Zentimeter | Jetzt geht’s richtig los: Gangschaltung, Scheibenbremsen und vielleicht schon die erste Federgabel.Foto: Fotolia
20 Zoll: 5–8 Jahre | Innenbeinlänge: 48–56 Zentimeter | Körpergröße: 115–135 Zentimeter | Jetzt geht’s richtig los: Gangschaltung, Scheibenbremsen und vielleicht schon die erste Federgabel.
  24 Zoll: 8–11 Jahre | Innenbeinlänge: 56–64 Zentimeter | Körpergröße: 128–150 Zentimeter | In diesem Alter geben Kinder schon richtig Vollgas und brauchen ein vollwertiges Mountainbike.Foto: Fotolia
24 Zoll: 8–11 Jahre | Innenbeinlänge: 56–64 Zentimeter | Körpergröße: 128–150 Zentimeter | In diesem Alter geben Kinder schon richtig Vollgas und brauchen ein vollwertiges Mountainbike.
  26 Zoll: 9–13+ Jahre | Innenbeinlänge: 61–71 Zentimeter | Körpergröße: 145–160 Zentimeter | Der wichtige Übergang zum Erwachsenen-Bike. Hier findet man häufig auch noch 26-Zoll-Laufräder.Foto: Fotolia
26 Zoll: 9–13+ Jahre | Innenbeinlänge: 61–71 Zentimeter | Körpergröße: 145–160 Zentimeter | Der wichtige Übergang zum Erwachsenen-Bike. Hier findet man häufig auch noch 26-Zoll-Laufräder.

BIKE-Empfehlung 16 - 20 Zoll

Das erste richtige Bike: Ab etwa sechs Jahren und einer Schrittlänge von rund 50 Zentimetern geht’s richtig los. Jetzt passt Ihr Nachwuchs auf ein 20-Zoll-Bike. Auf eine schwere Federgabel kann man dabei noch getrost verzichten. Besser sind möglichst leichte und breite Reifen mit wenig Luft. Damit ist auch der Komfort im Gelände top.

Drehgriff-Schaltungen: Als Schalthebel eignen sich am besten Drehgriffe. Die sind für Kinder intuitiver zu bedienen. Aber Vorsicht: Nicht alle Modelle sind für Kinderhände leicht zu bedienen. Wie auch die Griffe, dürfen sie nicht zu dick sein, sonst finden die kleinen Hände keinen Halt am Lenker.

Verstellbare Bremshebel: Leichte V-Brakes sind für die ersten Geländeeinsätze völlig ausreichend. Viel wichtiger als maximale Bremskraft sind einstellbare Bremshebel, damit sie für die kurzen Finger auch gut zu erreichen sind. Eine V-Brake spart im Vergleich zur Scheibenbremse auch noch Gewicht ein.

Canyon Offspring AL16

499 Euro / 8,2 Kilo / 16- bzw. 18-Zoll-Laufräder / Sram Automatix-Schaltung / Sram Level-Scheibenbremse / 2,1-Zoll-Bereifung

  Canyon Offspring AL 16Foto: Hersteller
Canyon Offspring AL 16

Mit dem Offspring ermöglicht Canyon kleinen Bike-Helden den Einstieg schon ab einer Körpergröße von 98 Zentimetern. Das 18-Zoll-Vorderrad nimmt Hindernisse souverän. Hinten ermöglicht ein 16-Zoll-Rad eine besonders aufrechte und kindgerechte Haltung. Dank gut erreichbarer Scheibenbremsen hat der Nachwuchs den wilden Ritt stets im Griff, und die Bremskräfte bleiben dabei angenehm gering. Damit sich das Kind vollkommen auf den Trail konzentrieren kann, verzichtet Canyon auf einen Schalthebel und verbaut stattdessen eine Sram Automatix-Schaltung. Die wechselt ab einer bestimmten Geschwindigkeit von selbst in den schnelleren Gang, und schon können die Kids noch mehr Gas geben.

Early Rider Hellion Trail – BIKE-TIPP: Gewicht

699 Euro / 7,13 Kilo / 20-Zoll-Laufräder / 9-Gang-Schaltung / mechanische Scheibenbremse von Tektro / ab 6 Jahren heir erhältlich*

  Early Rider Hellion TrailFoto: Hersteller
Early Rider Hellion Trail

Beim blankgebürsteten Alu-Rahmen des Hellion Trails leuchten die Kinderaugen. Mal hochheben? Wow, so leicht. Der neue 20-Zöller von Early Rider wiegt gerade mal gute sieben Kilo. Ideal für den Geländeeinstieg. Die Ausstattung ist mit neun Gängen und mechanischen Scheibenbremsen sinnvoll gewählt. Statt einer Federgabel kommen eine leichte Alu-Starrgabel und breite Reifen zum Einsatz. Die Briten wissen eben, worauf es ankommt. Teile, die auf dem Markt nicht passend erhältlich sind, werden einfach selbst entwickelt. So, wie die 120 Millimeter kurze Alu-Kurbel und die passenden Pedale. Das Hellion macht kleine Trail-Flitzer ab einer Schrittlänge von 50 Zentimetern glücklich.

Ghost Kato R1.0 AL K

339 Euro / 9,3 Kilo / 20-Zoll-Laufräder / 8 Gänge mit Drehgriff / Tektro-Felgenbremse / für 449 Euro auch mit Federgabel

  Ghost Kato R1.0 AL KFoto: Hersteller
Ghost Kato R1.0 AL K

Schon für knapp über 300 Euro und ab einer Körpergröße von etwa 115 Zentimetern kann der Nachwuchs mit dem Kato durchs Gelände flitzen. Den soliden Alu-Rahmen gibt es übrigens auch in feschem Feuerrot. Felgenbremsen und eine Starrgabel drücken das Gewicht auf unter zehn Kilo. Dank Drehgriffschalter lassen sich die acht Gänge auch von Kinderhänden gut wechseln. Wer etwas mehr Komfort rausholen möchte, tauscht einfach die schmalen Stollenreifen. Optional gibt es das Kato auch mit Scheibenbremsen und einer Gabel mit 50 Millimetern Federweg. So ausgestattet liegt das Gewicht dann allerdings schon bei wuchtigen 11,7 Kilo. Wir würden deshalb auf jeden Fall die starre Version empfehlen.

Kubikes 20 Fat Superlight

Ab 995 Euro / ab 9,7 Kilo / 20x4,0-Zoll-Reifen 10 oder 11 Gänge / Tektro-Scheibenbremse / Komponenten individuell konfigurierbar

  Kubikes 20 Fat SuperlightFoto: Hersteller
Kubikes 20 Fat Superlight

Mit diesem Brummer gehen kleine Abenteurer auf Erkundungsreise. Die 4.0 Zoll breiten Reifen überrollen mühelos sämtliche Hindernisse. Wurzeln, Sand oder Geröll? Kein Problem für das 20 Fat. Die fetten Schlappen geben eine Extra-Portion Grip und Sicherheit. Da machen die Kumpels große Augen. Das Gewicht bleibt dabei erstaunlich gering. Mit dem eigens entwickelten, leichten Alu-Rahmen geht es schon bei 9,7 Kilo los. Ausstattung und Farbe lassen sich auf der Web-Seite individuell zusammenstellen. Goldene Nippel als kleines Highlight oder ein springender Gepard auf dem Rahmen als Motivation für den Nachwuchs? Bei Kubikes bleibt nahezu kein Kinderwunsch unerfüllt.

Norco Fluid 2.3+ – BIKE-TIPP: Trail

599 Euro / 20x2,6-Zoll-Plus-Bereifung 8-Gang-Schaltung / Tektro-Scheibenbremse / SR Suntour XCT FR Plus 20 60-mm-Federgabel

  Norco Fluid 2.3+Foto: Hersteller
Norco Fluid 2.3+

Die Kanadier wissen, was kleine Shredder brauchen. Darum verpassen sie dem Fluid nicht nur 60 Millimeter Federweg, sondern auch noch 2,6 Zoll breite Plus-Reifen. Die sorgen für zusätzlichen Puffer und eine ordentliche Portion Grip, wenn der Nachwuchs durch Anlieger kurvt und über die ersten North­shores balanciert. Die Geometrie ist an moderne Trailbikes angelehnt und dank kurzem Hinterbau besonders wendig. Breiter Lenker, kurzer Vorbau – auf dem Norco sitzen Kids eher komfortabel aufrecht, als sportlich gestreckt. Hydraulische Tektro-Bremsen mit 160er-Scheiben verzögern den kleinen Brummer, und eine Acht-Gang-Schaltung sorgt dafür, dass dem Nachwuchs im Anstieg nicht gleich die Puste ausgeht.

Orbea MX20 Team

369 Euro / 9,1 Kilo / 20-Zoll-Laufräder / 8 Gänge mit Rapidfire-Hebel/ Felgenbremse /Kenda Small Block Eight 2,1-Zoll-Bereifung

  Orbea MX20 TeamFoto: Hersteller
Orbea MX20 Team

Die Basken haben sich in den letzten Jahren mit einigen ausgezeichneten Mountainbikes ins Rampenlicht gerückt, und auch für den Nachwuchs steht eine breite Palette bereit. Das MX20 Team ist mit 9,1 Kilo das leichteste Modell der MX20-Reihe und passt Kindern ab 115 Zentimetern Körpergröße. Der Alu-Rahmen im fetzigen Racing-Blau lässt sich bei Bedarf auf Scheibenbremsen umrüsten. Acht Gänge und breite Kenda-Reifen machen das MX20 bereit für den Geländeeinsatz. Ein 70 Millimeter langer Vorbau platziert den Nachwuchs etwas sportlicher im Rad. Alternativ sind die MX20-Modelle auch mit Federgabel oder Scheibenbremsen erhältlich. Auch hier übersteigen die Gewichte dann aber schnell die 10-Kilo-Marke.

BIKE-Empfehlung 24 - 26 Zoll

Die passende Kurbellänge: Die Kurbellänge sollte bei Kindern, wie übrigens auch bei Erwachsenen, etwa ein Zehntel der Körpergröße betragen. Aus ökonomischen Gründen kann man auch eine maximal 15 Millimeter längere Kurbel fahren. Übrigens: Erst die passende Kurbel macht eine sinnvolle Tretlagerabsenkung beim Kinderrahmen möglich.

1fach-Antrieb: Einfach-Antriebe sind bei Kinder-Bikes in der Regel ausreichend. Bei 24- oder 26-Zoll-Bikes dürfen es dann aber schon 10 oder 11 Gänge sein. Ein Zweifach-Antrieb kann Kinder durch den zusätzlichen Hebel am Lenker schnell überfordern und sie aus der Konzentration bringen.

Jedes Gramm zählt: Das Gewicht ist neben der Geometrie der ent­scheidende Faktor bei Kinder-Bikes. Die Rech­nung ist einfach. Ein sieben Kilo schweres 24er-Bike wiegt für eine 20-Kilo-Fahrerin über ein Drittel vom Körpergewicht. Das ist, als würde ein 75 Kilo Mann auf einem 25 Kilo schweren Bike fahren – ohne Motor.

Kleine Damen-Modelle: Für größere Kids kann auch ein Lady-Bike durchaus eine Option sein – Hauptsache, der Rahmen passt. Größe XS oder 13,5" bzw. 15" passt oft schon Kindern ab einer Körpergröße von 150 Zentimetern. Von Blümchenmustern und Schmetterlingen haben sich die meisten Hersteller inzwischen verabschiedet, so finden vielleicht auch Jungs Gefallen am Damen-Modell.

  Dr. Alexander Friedl, Federleicht Bike E.U.Foto: Privatfoto
Dr. Alexander Friedl, Federleicht Bike E.U.

Dr. Alexander Friedl, Federleicht Bike E.U.: Bis 24 Zoll kenne ich keine gut funktionierende Federgabel. Aus meiner Sicht besteht bei Bikes bis 24 Zoll auch nicht die Notwendigkeit einer Federung. In dem entsprechenden Alter werden grundlegende Techniken erlernt – auf der Tour im ruppigen Gelände ist das Tempo halt etwas geringer. Die Rennstrecken einschließlich U9 brauchen keine Federung.

Conway MS 200 Rigid

399 Euro / 9,4 Kilo / 24-Zoll-Laufräder / Shimano Altus 8-Gang-Schaltung / Ösen für Gepäckträger und Schutzbleche

  Conway MS 200 RigidFoto: Hersteller
Conway MS 200 Rigid

Das froschgrüne Conway kommt ohne großen Schnickschnack daher, dafür mit einigen durchdachten Details. Das tief heruntergezogene Oberrohr bietet viel Schrittfreiheit und vermittelt dadurch Sicherheit im Gelände. Der solide Alu-Rahmen kann mit Schutzblechen und Gepäckträger aufgerüstet werden und mutiert so zum wahren Allrounder für den Schulweg oder Trail-Einsatz. Für gerade mal 400 Euro ist das MS 200 eine perfekte Basis für Papas Tuning-Kiste. So lässt sich das Gewicht von 9,4 Kilo noch mal deutlich reduzieren. Das Conway ist für den gleichen Preis auch mit Federgabel erhältlich. Wiegt dann aber mit 10,8 Kilo deutlich mehr.

Falkenjagd Tachion 24 MTB

4790 Euro / 1,42 Kilo Rahmengewicht / 24-Zoll-Tune-Laufräder / 1x11-Shimano-Schaltung / Tune-Vorbau und -Sattelstütze

  Falkenjagd Tachion 24 MTBFoto: Hersteller
Falkenjagd Tachion 24 MTB

Ihr Kind schläft im Ferrari-Bett und isst sein Müsli vom goldenen Löffel? Dann braucht es diesen kratzfesten Kindertraum aus Titan. Das Tachion von Falkenjagd ist die Rolex unter den Kinder-Bikes und nur mit den edelsten Anbauteilen bestückt. Die leichten Tune-Laufräder rotieren um blau eloxierte King-und-Kong-Naben. Farblich passend dazu gibt es Vorbau und Sattelstütze ebenfalls aus der deutschen Leichtbauschmiede. Bei der Schaltung wählt man zwischen Shimano XT und XTR, dazu passend wird die ent­sprechende Scheibenbremse montiert. Und falls das edle Ross tatsächlich mal die Vitrine verlässt, wird es über eine exklusive Federleicht-Kurbel angetrieben.
Übrigens: Die Anbauteile gibt es auch in rosarotem Eloxal.

Federleicht 26er – BIKE-TIPP: Race

3241 Euro / 7,0 Kilo / 26-Zoll-Laufräder / 1x11-Sram-X01-Antrieb / Magura MT8-Scheibenbremse / Federleicht-Laufräder 1276 g

  Federleicht 26erFoto: Hersteller
Federleicht 26er

Die Österreicher sind Spezialisten auf dem Gebiet leichter Kinder-Bikes und setzen komplett auf europäische Fertigung. Neben edlen und leichten Kompletträdern gibt es bei Federleicht auch immer Custom-Optionen. So entsteht durch den Einsatz einer 450 Gramm leichten Carbon-Gabel, eines Carbon-Sattels und der handgespeichten Laufräder ein 7 Kilo leichter Kindertraum. Durch die kompakte Geometrie mit tiefer Front und sehr kurzen Kettenstreben kann Ihr Sprössling schon ab einer Größe von 120 Zentimetern auf die großen 26-Zoll-Räder umsteigen und profitiert von der besseren Laufruhe und den guten Überrolleigenschaften. Unzählige Farb- und Ausstattungsvarianten lassen hier keine Wünsche offen.

Islabikes Creig 24 Pro – BIKE-TIPP: Trail

  Islabikes Breig 24 ProFoto: Hersteller
Islabikes Breig 24 Pro

1499 Pfund (1699 Euro) / 9,02 Kilo / 1x11 Sram GX /Sram-DB5-Scheibenbremse / Stans Notubes ZTR Crest-Laufräder / 80 mm Federweg

Mit dem Creig Pro stellt Islabikes eine wahre Trail-Rakete auf die leichten Stans-Tubeless-Laufräder. Mit diesem Bike muss der Junior garantiert nicht auf Papas Flitzer schielen. Die Rockshox-Gabel mit 80 Millimetern Federweg wurde speziell auf das leichte Fahrergewicht angepasst und soll auch bei geringem Luftdruck fein ansprechen. Die elf Gänge werden intuitiv per Drehgriffschalter gewechselt. Eine leichte Alu-Kurbel mit schmalem Q-Faktor, schicke Eloxal-Schrauben und eine eigens entwickelte Carbon-Stütze drücken das Gewicht des Creigs 24 auf neun Kilo. Dank hydraulischer Scheibenbremsen und besonders dünnen Griffe behält der Nachwuchs stets die volle Kontrolle über seine Rakete.

Pyrobikes Twentyfour UL

Ab 749 Euro / ab 7,7 Kilo / 24-Zoll-Laufräder / 1x11-Shimano-Schaltung / Magura MT4-Scheibenbremse / auch mit Federgabel erhältlich

  Pyrobikes Twentyfour ULFoto: Hersteller
Pyrobikes Twentyfour UL

"Mir machet alles, blos ned schwer" lautet das Motto der Baden-Württemberger, und das untermauern sie eindrucksvoll mit der Leichtversion ihres 24-Zöllers. Bei gerade mal 7,7 Kilo bleibt der Zeiger auf der Waage stehen und das, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Die hauseigene Kurbel mit austauschbaren Kettenblättern und geringem Q-Faktor wiegt samt Innenlager gerade mal 530 Gramm. Die Griffe der Magura-Bremsen lassen sich besonders nahe am Lenker positionieren. Die Pyro-Rahmen werden nach der 29er-Philosophie gezeichnet, sodass der Nachwuchs schon früh auf die nächste Laufradgröße wechseln kann.

Ramlon Ibex Race

  Ramlon Ibex RaceFoto: Hersteller
Ramlon Ibex Race

2200 Euro / 8,8 Kilo / 26-Zoll-Laufräder / 1x11-Antrieb / Magura MT4-Scheibenbremse / Rockshox Rebal RL mit 100 mm Federweg

Das Ibex ist der perfekte Untersatz für Nachwuchs-Racer. Ab einer Größe von 125 Zentimetern können Kids mit dem leichten Carbon-Bike auf der Rennstrecke ordentlich Gas geben. Große 26-Zoll-Laufräder verschaffen dem Nachwuchs nicht nur Respekt im Startblock, sondern auch ein sicheres Handling und gutes Überrollverhalten. Bei der Schaltung kombiniert Ramlon Shimano- und Sram-Bauteile, um besonders leichte Schaltvorgänge zu erreichen. Die GX-Kurbel wird extra vom Hersteller auf die optimale Länge gekürzt und mit einem 28er-Blatt bestückt. Auch bei den übrigen Anbauteilen steht die Anatomie der kleinen Athleten im Fokus. Abgerundet wird die Ausstattung durch solide Magura-Bremsen und eine Reba-RL-Gabel.

Scott Scale RC Junior 24 Disc

699 Euro / 10,1 Kilo / 24-Zoll-Laufräder / 1x10-Sram-GX-Schaltung / hydraulische Tektro-Scheibenbremse

  Scott Scale RC Junior 24 DiscFoto: Hersteller
Scott Scale RC Junior 24 Disc

Auf dem Scale hat Weltmeister und Weltcup-Dominator Nino Schurter schon zahlreiche Podiumsplätze eingefahren. Da ist es nur logisch, dass Scott auch dem Renn-Nachwuchs ein geschrumpftes Scale zur Seite stellt. Auf dem 24-Zoll-Bike nehmen Mini-Racer sportlich Platz. Der 10fach-Antrieb stellt sowohl im Anstieg als auch im Ziel-Sprint ausreichend Gänge zur Verfügung – auch wenn das 32er-Blatt etwas groß dimensioniert erscheint. Damit man vom Start weg ordentlich beschleunigen kann, zieht Scott leicht rollende Smart-Sam-Reifen auf. Für ausreichend Verzögerung sorgen hydraulische Tektro-Scheibenbremsen. Das Scale gibt es alternativ auch mit Federgabel oder mit breiter Plus-Bereifung.

BIKE-Empfehlung Fullys 20 - 26 Zoll

Die richtige Rahmengröße: Bei den meisten Herstellern gibt die Überstandshöhe oder die Körpergröße den Ausschlag, ab wann ein Kind das Bike fahren kann. Dr. Alexander Friedl hält die Größe jedoch für überbewertet: "Kein Kind springt beidbeinig von den Pedalen nach vorne auf das Oberrohr, sondern kippt zur Seite weg. Je eher ein Kind auf größere, besser rollende Laufräder wechseln kann, desto besser."

Zu breit? Der Q-Faktor beschreibt, wie weit die Kurbelarme voneinander entfernt sind. Manche Hersteller machen es sich leicht und nehmen einfach den Q-Faktor einer Erwachsenenkurbel. So können günstige Standardtretlager verbaut werden. Bei Kindern stehen dann jedoch die Füße zu weit auseinander, das kann schmerzhaft für die Knie werden.

Bikes, die mitwachsen:
Ein mitwachsender Rahmen, der sich beispielsweise von 24-Zoll- auf 26-Zoll-Laufräder umrüsten lässt, macht gerade bei den teuren Fullys Sinn. Dann lohnt sich nämlich nicht nur die meist deutlich größere Investition, sondern auch noch eventuelle Tuning-Maßnahmen, die das hohe Gewicht der Kinder-Fullys etwas relativieren.

  Sebastian Tegtmeier, Gründer von Supurb BicyclesFoto: Privatfoto
Sebastian Tegtmeier, Gründer von Supurb Bicycles

Sebastian Tegtmeier, Gründer von Supurb Bicycles: Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, dass ein gefederter Hinterbau erst mit deutlich über 60 Prozent Abfahrts-Anteil nötig wird und nur im Downhill- oder Bikepark-Einsatz Sinn macht. Vorher ersetzen möglichst breite Reifen die Federung am Heck recht effektiv.

Commencal Supreme 20

1699 Euro / 11,1 Kilo / 20-Zoll-Laufräder / Singlespeed-Antrieb / Tektro-Scheibenbremse / Ride Alpha-Federgabel mit 120 mm

  Commencal Supreme 20Foto: Hersteller
Commencal Supreme 20

Rock ’n’ Roll! Ihr Kind ist nicht zu bremsen und schlägt mit Fünf schon Saltos in der Hüpfburg? Dann wird es Zeit für eines der kleinsten Kinder-Fullys am Markt. Das Supreme 20 geht ab einer Größe von 1,15 Metern und ist mit einem kompletten Luftfahrwerk für die ersten Stunts im Bikepark bestens gerüstet. Die Ride-Alpha-Gabel mit ihren 120 Millimetern Federweg wurde von Commençal eigens für die Kinder-Bike-Serie entwickelt. Der 66 Grad flache Lenkwinkel vermittelt viel Fahrstabilität, und die 2,35 Zoll breiten Schlappen halten den Nachwuchs auf Kurs. Dank Singlespeed-Antrieb bleibt die Kette zuverlässig auf dem Kettenblatt – wer lieber schalten möchte, kann aber problemlos nachrüsten.

Mondraker Factory 24 – BIKE-TIPP: Wächst mit

1999 Euro / 11,4 Kilo / 24- oder 26-Zoll-Laufräder / 1x10-Sram-GX-Schaltung / Shimano MT 500-Scheibenbremse / Rockshox-Fahrwerk

  Mondraker Factory 24Foto: Hersteller
Mondraker Factory 24

Das Factory 24 ist eine Investition in die Zukunft. Es lässt sich nicht nur mit 24-, sondern auch mit 26-Zoll-Laufrädern aufbauen. Zusätzlich kann der Hub der Federgabel von 80 auf 100 Millimeter verlängert werden. Die Geometrie orientiert sich am großen Bruder, dem Factor in 27,5 Zoll mit Fast-Forward-Geometrie. Sämtliche Geometriedaten wurden jedoch an Fahrern mit einer Größe zwischen 135 und 155 Zentimetern angepasst und die Federung auf ein Gewicht von etwa 28 Kilo optimiert. Das perfekte Trailbike für den Nachwuchs also. Die Ausstattung mit 1x10-Antrieb und hydraulischen Shimano-Scheibenbremsen kann sich ebenfalls sehen lassen.

Propain Yuma – BIKE-TIPP: Park

1799 Euro / 12,3 Kilo / 24-Zoll-Laufräder / 1x11-Sram-GX-Schaltung / Formula-Cura-Scheibenbremse / 140 Millimeter Federweg

  Propain YumaFoto: Hersteller
Propain Yuma

Anlieger, Drops und rumpelige Abfahrten. Hier fühlt sich das Yuma besonders wohl. Mit 140 Millimetern Federweg und Downhill-lastiger Geometrie ist es das perfekte Spielzeug für lange Tage im Bikepark. Der Rahmen ist für Kids ab einer Größe von 1,25 Metern ausgelegt. Besonders viel Hirnschmalz haben die Entwickler bei Propain dabei in den Hinterbau gesteckt. Der soll auch bei geringem Fahrergewicht sensibel ansprechen und viel Federweg freigeben. Die Ausstattung ist solide und mit großen Bremsscheiben dem Einsatzbereich entsprechend gewählt. Über das sogenannte "Grown Up"-Kit lässt sich das Yuma auf 26 Zoll umrüsten und macht so auch noch deutlich größeren Kindern Spaß.

Rocky Mountain Reaper – BIKE-TIPP: Wächst mit

Ab 2000 Euro / 12,2 Kilo / 24- oder 26-Zoll-Laufräder / Shimano-Scheibenbremse / Rockshox- oder Suntour-Gabel

  Rocky Mountain ReaperFoto: Hersteller
Rocky Mountain Reaper

Noch so ein Bike, das mitwächst: Das Reaper von Rocky Mountain wird in zwei Modellvarianten angeboten, die jedoch auf einem identischen Rahmen basieren. Der ist so konzipiert, dass er sowohl mit 24- als auch mit 26-Zoll-Laufrädern gefahren werden kann. Der Rahmen bietet jeweils 130 Millimeter Federweg am Heck und lässt sich über das Ride-9-System am Dämpfer verstellen. Vorne federt wahlweise eine Suntour Epixon oder eine Rockshox Reba mit jeweils 120 Millimetern Federweg. Mit einem Lenkwinkel von 64,3 Grad in der flachsten Einstellung geht das Reaper schon stark in Richtung Freeride. Da muss sich Papa ranhalten, sonst ist der Nachwuchs längst hinter dem nächsten Anlieger verschwunden.

Trailcraft Maxwell 24

2999 Dollar / 12 Kilo / 24-Zoll-Laufräder T / 1x11-Shimano-XT-Schaltung / Shimano XT-Scheibenbremse / RST Sniper-Gabel 100 mm

Fast 2500 Euro für ein Kinder-Bike? Das ist wirklich eine Hausnummer. Dafür bekommt Ihr Nachwuchs aber auch ein außerordentlich durchdachtes Trailbike. Die RST-Snyper-Gabel mit 100 Millimetern Federweg ist speziell für den Einsatz an Kinder-Bikes entwickelt worden. Die Züge laufen versteckt durch den Rahmen, und auch eine intern angesteuerte Teleskopstütze kann nachgerüstet werden. Der Vorbau wiegt nur 85 Gramm, der Carbon-Lenker 160, und sogar an Tuning-Bremsscheiben von Ashima wurde gedacht. Vervollständigt wird die hochwertige Ausstattung durch eine komplette XT-Gruppe und leichte Stans Crest MK3-Felgen mit 24 Speichen. Die Trailcraft-Kurbeln können mit einem 26er-Blatt geordert werden.

  Trailcraft Maxwell 24Foto: Hersteller
Trailcraft Maxwell 24

Vpace Moritz 26 – BIKE-TIPP: Gewicht

Ca. 2000 Euro / 10,8 Kilo / 26-Zoll-Laufräder / Sram GX1-Schaltung / Magura MT4-Scheibenbremse / VPace-Laufräder mit 1520 Gramm

  Vpace Moritz 26Foto: Hersteller
Vpace Moritz 26

Die junge Marke vom Bodensee hat sich das 29er-Konzept auf die Fahnen geschrieben. Mit gut 120 Millimetern Federweg soll das 26-Zoll-Bike Kindern ab 135 Zentimetern Körpergröße und rund 25 Kilo ausgewachsene Geländeausflüge erlauben. Dabei soll das Gewicht am Ende bei erstaunlich leichten 10,8 Kilo hängen bleiben. Der Rahmen ist mit Steckachsen an Vorder- und Hinterrad ausgestattet und verfügt über einen 66 Grad flachen Lenkwinkel. Das Bike soll ab Februar 2018 ausgeliefert werden. VPace wird verschiedene Ausstattungsvarianten mit Fox- oder Suntour-Fahrwerk und mit oder ohne Teleskopstütze anbieten. Geschaltet wird mit Srams GX1, wahlweise mit elf oder zwöf Gängen.

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