Bike-Leasing statt BarkaufSo werden teure Highend-Bikes bezahlbar

Josh Welz

 · 16.12.2022

Bike-Leasing statt Barkauf: So werden teure Highend-Bikes bezahlbarFoto: Georg Grieshaber
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Fahrräder werden immer teurer. Insbesondere hochwertige E-Mountainbikes dringen in Preisregionen vor, die sich eigentlich nur noch Spitzenverdiener leisten können. Doch es gibt günstige Alternativen zum teuren Barkauf: Vor allem das Modell Dienstrad-Leasing erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Da Staat und Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen, kann man sich sündhaft teure Bikes auch ohne üppiges Barvermögen leisten.

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Es gibt viele, gute Gründe, warum immer mehr Menschen das Auto stehenlassen und den Weg zur Arbeit lieber auf dem Rad verbringen: das Verkehrschaos in den Innenstädten, das steigende Umweltbewusstsein und das Bedürfnis, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Aber auch wirtschaftliche Gründe zählen: Wer mit dem Rad fährt, spart bares Geld. Wer dadurch vielleicht ein (Zweit-) Auto im Haushalt verzichtbar macht, spart sogar richtig viel. Aber, auch das ist eine Wahrheit: Fahrräder werden immer teurer. Wer sich ein E-Mountainbike mit sportlichem Anspruch zulegen will, findet unter 4000 Euro praktisch nichts. Im Gegenteil: Fünfstellige Summen­ sind heute längst keine Ausnahme mehr. Das kommt nicht von ungefähr: Schon Mountainbikes ohne Motor haben in den letzten Jahren preislich deutlich zugelegt. Das liegt vor allem an den Transport- und Energiekosten, aber auch daran, dass die Zulieferer für die einzelnen Bauteile immer höhere Summen aufrufen. Und im Vergleich zu klassischen Mountainbikes gibt es bei E-Mountainbikes zusätzliche Kostenfaktoren, die den Preis weiter in die Höhe treiben: Motor, Akku, Elektronik und aufwändige Rahmenkonstruktionen.

Und jährlich grüßt das Murmeltier: Auf den großen Fahrradmessen lässt sich der Teuerungs-Trend gut ablesen. Foto: Veranstalter
Und jährlich grüßt das Murmeltier: Auf den großen Fahrradmessen lässt sich der Teuerungs-Trend gut ablesen.

Hohe vierstellige Preise - wer kann sich das noch leisten?

10.000 Euro oder mehr? Genau, soviel kosten die teuersten E-Mountainbikes. “Dafür kann ich mir ein Motorrad kaufen!”, mögen einige jetzt entrüstet ausrufen. Sicher, aber wollen Sie das wirklich? E-Mountainbikes sind Hightech-Produkte, an die extrem hohe Anforderungen gestellt werden: Funktionalität, Gewicht, Effizienz! Dafür bekommt man ein Sportgerät, das einem in Sachen Freizeitgestaltung fast grenzenlose Möglichkeiten bietet: Fahrspaß, Sport, Naturerlebnis, Aktionsradius – welches andere Sportgerät kann das schon in diesem Maße bieten? Kein Wunder also, dass die Nachfrage insbesondere nach E-Mountainbikes rapide steigt – und die Hersteller sich einen entsprechend großen Schluck aus der Pulle genehmigen. Auch das trägt freilich zu den steigenden Preisen bei. Das Ergebnis: E-Biken droht angesichts der gängigen Verkaufspreise zu einem Hobby für Spitzenverdiener zu werden. Oder eben für diejenigen, die andere Bedürfnisse hintenanstellen: Urlaub, Familie, Auto, Eigenheim. Erschwerend zu den hohen Anschaffungskosten der Bikes kommen die nicht unerheblichen Folgekosten hinzu: Reparaturen können aufgrund der Hightech-Bauteile teuer geraten, und das Diebstahlrisiko steigt mit dem Wert eines Bikes ebenso. Also packt man auf den Kaufpreis noch die jährlichen Kosten für eine Versicherung drauf. Junge, Junge, das wird teuer. Oder vielleicht doch nicht?

 Unter der Woche ins Büro, am Wochenende in die Berge: das Fahrrad liegt voll im Trend. Dank Dienstrad-Leasing können sich auch Normalverdiener teure Räder leisten. Foto: Robert Niedring
Unter der Woche ins Büro, am Wochenende in die Berge: das Fahrrad liegt voll im Trend. Dank Dienstrad-Leasing können sich auch Normalverdiener teure Räder leisten.

Bike-Leasing: 30 bis 40 Prozent Ersparnis sind drin

Eben: vielleicht doch nicht! Denn es gibt Möglichkeiten, große Summen in kleine Häppchen zu portionieren: Viele Händler beispielsweise bieten Ratenkauf an. Das derzeit mit Abstand beliebteste Modell aber ist das Arbeitnehmer-Leasing. Insbesondere für diejenigen, die sich gerne ein teures hochwertiges E-MTB leisten wollen, weil sie es nicht nur als Verkehrsmittel, sondern auch als Sportgerät nutzen, bietet das Dienstrad-Leasing geradezu fantastische Möglichkeiten: So werden teure Bikes dank vorteilhafter Gehaltsumwandlung auch für diejenigen erschwinglich, die nicht zu den Großverdienern zählen. Die Leasing-Rate wird dann vom Brutto-Gehalt des Arbeitnehmers abgezogen – dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen. 30 bis 40 Prozent Gesamtersparnis sind so drin. Da fallen die 0,25 Prozent vom UVP, die man bei privater Nutzung für den geldwerten Vorteil pro Jahr versteuern muss, kaum ins Gewicht. Wochentags ins Büro, am Wochenende in die Berge – so praktiziert es auch ein wachsender Teil der EMTB-Leserschaft: In der großen EMTB-Leserumfrage, an der sich rund 6500 Leser beteiligten, gab schon jeder dritte an, das E-Mountainbike sowohl im Alltag als auch als Sportgerät in der Freizeit zu nutzen. Tendenz steigend. Das ist auch ein Grund, warum die Kategorie der SUV-Bikes in der Gunst der Radfahrer steigt.

Praktisch auch beim Fahrrad-Leasing über den Job: Service-Leistungen wie regelmäßige Wartung und Diebstahlversicherung lassen sich günstig in den Leasing-Vertrag inkludieren und sind einen kleinen Aufpreis auf jeden Fall wert. Oft werden diese Kosten sogar vom Arbeitgeber übernommen, da der sich seinerseits über das reduzierte Brutto-Gehalt einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge spart. Win-Win also für alle: Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Umwelt, Radbranche. Wir haben die unterschiedlichen Bezahlmodelle unter die Lupe genommen.

Wer den Betrag nicht aus der Portokasse aufbringen kann, denkt womöglich ans Abstottern. Doch der Ratenkauf ist dank hoher Zinsen derzeit keine gute Option. Foto: Robert Niedring
Wer den Betrag nicht aus der Portokasse aufbringen kann, denkt womöglich ans Abstottern. Doch der Ratenkauf ist dank hoher Zinsen derzeit keine gute Option.

Barkauf und Finanzierung: großer Happen, kleine Häppchen

Geld beim Händler auf den Tisch oder Karte durchs Lesegerät - fertig! Der Direktkauf geht schnell über die Bühne, ist maximal transparent, und wenn’s tatsächlich beim Händler um die Ecke stattfindet, kann man das gute Stück oft auch direkt mitnehmen. Da ist die Verlockung also groß. Weniger verlockend ist die finanzielle Aufwendung: Im Ganzen sieht ein hoher vierstelliger Kaufbetrag einfach viel abschreckender aus, als wenn man ihn in kleine Häppchen portioniert. Das ist auch der Grund, warum diese Art der Bezahlung bei teuren Fahrrädern immer mehr zum Auslaufmodell wird. Nur ein überschaubarer Teil der Kunden hat überhaupt die Finanzkraft, um ein modernes, gut ausgestattetes E-MTB aus der Portokasse zu bezahlen. Ob es in 2023 wieder großzügigere Preisnachlässe gibt, bleibt abzuwarten. 2021 und 2022 hatten die Kunden noch schlechte Karten: Hohe Nachfrage und sehr eingeschränkte Lieferfähigkeit hatten einen Verkäufermarkt geprägt. 2023 könnte sich das Blatt wieder wenden – fallende VK-Preise allerdings sind vorerst nicht zu erwarten.

Ratenzahlung: Warum also nicht abstottern?

Die Zeiten der niedrigen Zinsen sind leider vorüber. Null-Prozent-Finanzierungen bieten zwar einige stationäre oder Online-Händler noch an, in der Regel aber nur wenn die Raten innerhalb eines Jahres oder noch früher zurück gezahlt werden. Das macht die Häppchen wieder unappetitlich groß. Je länger der Zeitraum, über den man die Kaufsumme abstottern will, desto höher der Zinssatz. Bei Ratenzahlung über drei Jahren muss man derzeit mit fünf Prozent oder mehr rechnen. So summieren sich am Ende erhebliche Zinskosten auf den Kaufpreis. Dazu kommt: Für Schäden, Reparaturen und Diebstahl muss man natürlich selbst aufkommen.

Die Vorteile

Transparenz und Einfachheit sind der große Vorteil am Direktkauf – egal, ob bar oder per Ratenzahlung. Außerdem verbleibt die uneingeschränkte Auswahl am Markt. Der Kunde zahlt, und schon gehört das Bike ihm. Wirtschaftlich ist dieses Modell nur dann günstig, wenn man es sich leisten kann, die ganze Kaufsumme auf einmal zu bezahlen.

Die Nachteile

Der Ratenkauf ist dank der hohen Zinsen kein Schnäppchen mehr. Außerdem muss der Kunde in der Folge für alle Reparaturen an seinem Bike, mit Ausnahme von Garantiefällen, selbst aufkommen. Andere Finanzierungskonzepte sind hier schon weiter.

Die teuerste Option, Träume Wirklichkeit werden zu lassen: das Privat-Leasing. Die Leasingraten gehen vom Netto-Gehalt ab, und am Ende gehört einem das Rad doch nicht. Foto: Thomas Thiesen
Die teuerste Option, Träume Wirklichkeit werden zu lassen: das Privat-Leasing. Die Leasingraten gehen vom Netto-Gehalt ab, und am Ende gehört einem das Rad doch nicht.

Privat-Leasing: Verlustrechnung beim E-Bike-Kauf

Auch wenn der Arbeitgeber nicht mitspielt, kann man als Privatperson ein Bike leasen. Theoretisch zumindest. Denn die Auswahl an Anbietern ist extrem überschaubar, entsprechend ist auch die Auswahl an Bike-Modellen begrenzt. Dass es nur wenige, meist kleine Anbieter für privates Fahrrad-Leasing gibt, hat einen Grund: Die Nachfrage ist gering, denn Privat-Leasing bietet rein wirtschaftlich betrachtet nur Nachteile. Der einzige Vorteil: Man muss den hohen Kaufbetrag nicht auf einmal zahlen. Steuerliche Begünstigungen wie beim Arbeitnehmer-Leasing, die die Gesamtkostenlast reduzieren, gibt es aber nicht. Auf der einen Seite muss man die monatlichen Leasing-Raten also vom Netto-Gehalt bezahlen, auf der anderen Seite gehört einem das Rad mit Ablauf des Leasingvertrages nicht. Dazu kommt: Versicherungen gegen Beschädigung und Diebstahl sind beim Privat-Leasing oft teurer, da nur große Leasing-Anbieter Rahmenverträge mit Versicherungen haben und die Kosten entsprechend günstiger an ihre Kunden weitergeben können. Sprich: Hat man einen (kleinen) Leasinganbieter gefunden, der Privat-Leasing anbietet, muss man in der Regel eine zusätzliche Versicherung auf eigene Kappe abschließen.

Die Vorteile

Sicherheit und Planbarkeit: Kleine Raten schmerzen subjektiv weniger, auch wenn der Gesamtpreis am Ende deutlich höher ausfällt als beim Barkauf. Und um die Folgekosten durch Inspektionen, Verschleiß, Beschädigung oder gar Diebstahl kümmert sich dann eine Versicherung.

Die Nachteile

Wirtschaftlich betrachtet hat das Privat-Leasing nur Nachteile, da es nicht den Steuervorteil bietet wie das Arbeitnehmer-Leasing: hohe Leasingraten, zusätzliche Versicherungskosten, und am Ende gehört einem das Bike doch nicht.

Selbständige haben mehrere Optionen, am Ende sollte der Steuerberater mitentscheiden. Foto: Adrian Kaether
Selbständige haben mehrere Optionen, am Ende sollte der Steuerberater mitentscheiden.

Bike-Leasing für Selbständige: Die Rechnung macht der Steuerberater

Wer sich selber als Geschäftsführer einer GmbH angestellt hat, kann die Vorteile des Arbeitnehmer-Leasings in Anspruch nehmen (s. unten). Aber auch alle anderen Selbstständigen können ein Fahrrad leasen und steuerlich geltend machen. In welchem Umfang, das hängt von einer entscheidenden Frage ab: Betrieblich oder privat – wie wird das Dienstrad genutzt? Der Gesetzgeber sagt: Ein gewisser Anteil der Privatnutzung ist ganz normal. Sind es weniger als 50 Prozent private Nutzung, zählt das Leasing-Rad automatisch zum Betriebsvermögen. Die Leasingraten und ebenso die weiteren laufenden Kosten wie Reparaturen oder Ersatzteile können deshalb in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt werden. Liegt der Anteil der privaten Nutzung zwischen 50 und 90 Prozent, obliegt es dem Selbständigen, ob er das Fahrrad dem Privatvermögen oder dem Betriebsvermögen zuordnet. Steuerlich von größerem Vorteil ist es für ihn in der Regel, wenn es ins Betriebsvermögen eingeht. Denn zählt es zum Privatvermögen, können dafür aktuell allenfalls fünf Cent pro Kilometer angesetzt werden.

Fahrrad-Leasing oder Kauf – was lohnt sich für Selbständige?

Die wirtschaftliche Rechnung ist komplex und von vielen Variablen abhängig. Deswegen: Berechnen und entscheiden sollte das der Steuerberater.

Die Vorteile

Leasing-Raten sind für Selbstständige zwar hoch, lassen sich aber vollständig und direkt von der Steuer absetzen. Übernimmt der Selbstständige am Ende des Leasings das Rad, muss er wie der Arbeitnehmer nur den üblicherweise niedrigen, kalkulierten Restwert bezahlen. Service-Paket und Diebstahlschutz sind inkludiert. Und: Leasingverträge laufen in der Regel drei Jahre. So hat man immer ein Rad auf dem neuesten Stand der Technik.

Die Nachteile

Das Dienstfahrrad ist zwar im Besitz des Selbstständigen, stellt aber nicht sein Eigentum dar. Am Ende der Laufzeit kann es also nicht weiterverkauft werden.

Beim Arbeitnehmer-Leasing kann man die Modellauswahl entspannt angehen: Dank Steuervorteil werden auch teure Bikes bezahlbar. Foto: Robert Niedring
Beim Arbeitnehmer-Leasing kann man die Modellauswahl entspannt angehen: Dank Steuervorteil werden auch teure Bikes bezahlbar.

Arbeitnehmer-Leasing: Luxus-Bikes zum Spartarif

Das klassische Fahrrad-Leasing ist für alle, die es in Anspruch nehmen können, die attraktivste Finanzierungsvariante. So groß ist der finanzielle Vorteil, dass schon im letzten Jahr ein Drittel aller verkauften E-Bikes via Leasing-Verträge an die Verbraucher gingen. Aber warum ist Bike-Leasing so attraktiv? Der Clou ist ein Kniff im Steuerrecht. Denn bei Arbeitnehmern wird die monatliche Leasing-Rate direkt vom zu versteuernden Brutto-Einkommen abgezogen, entsprechend werden weniger Steuern fällig. Die Gesamtrechnung hängt von der Höhe des Gehalts und der Steuerklasse ab. Im besten Fall sind so bis zu 40 Prozent Gesamtersparnis drin. Zwar muss man pro Monat 0,25 Prozent des Kaufpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Andererseits reduziert sich die Steuerschuld, da Arbeitnehmer monatlich 30 Cent pro Pendel-Kilometer als Entfernungspauschale in der Steuererklärung geltend machen können. Außerdem profitiert der Arbeitnehmer von den in vielen Fällen verpflichtenden Versicherungen gegen Beschädigung, Diebstahl und Verschleiß. Auch der Arbeitgeber profitiert: Erstens zahlt er weniger Sozialabgaben, zweitens motiviert er seine Mitarbeiter. Der Staat wiederum kassiert weniger Steuern, profitiert aber von den Umsatzsteigerungen der Fahrradbranche. Zudem ist das Bike-Leasing politisch gewollt, ein gewisser Steuerverlust wird also in Kauf genommen.

Die Vorteile

Das Arbeitnehmer-Leasing verhilft tatsächlich zum Traum-Bike durch Schnäppchentarif. Zusätzlich ist der Leasing-Nehmer durch günstige Versicherungen umfassend abgesichert, durch den gering kalkulierten Restwert gibt’s auch am Ende keine bösen Überraschungen, sondern oft ein attraktives Übernahmeangebot.

Die Nachteile

Leider können nur Arbeitnehmer leasen, deren Arbeitgeber einen Vertrag mit einem Leasing-Geber eingegangen sind. Je nach Leasing-Geber könnte die Auswahl an Herstellern bzw. Bike-Modelle etwas eingeschränkt sein. Aber mittlerweile haben selbst kleinere Leasing-Geber ein recht breites Netz gestrickt. Leasing bedeutet einen höheren Organisationsaufwand für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, und bis das Bike wirklich beim Arbeitnehmer steht, vergehen oft ein paar Wochen. Wenn der Arbeits- vor dem Leasing-Vertrag endet, müssen individuelle Einigungen vereinbart werden.

30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten lassen sich mit Dienstrad-Leasing einsparen. Foto: Georg Grieshaber
30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten lassen sich mit Dienstrad-Leasing einsparen.

Wieviel spart man beim Dienstrad-Leasing?

Grob gesagt etwa 30 bis 40 Prozent, der genaue Wert hängt auch vom Brutto-Gehalt und der Steuerklasse ab. Das Leasing läuft über 36 Monate. Die Höhe der Leasing-Rate bemisst sich nach dem UVP und den zusätzlichen Kosten für das Service-Paket. Auch der Rückkaufwert (ca. 15-20 %) nach Ende des Leasings ist in die Gesamtrechnung inkludiert. Daraus ergibt sich ein Ratenbetrag, der monatlich vom Brutto-Gehalt abgezogen wird. Bei privater Nutzung muss man 0,25 Prozent vom UVP als geldwerten Vorteil versteuern. Die Pendlerpauschale von 30 Cent pro km kann man von der Einkommenssteuer absetzen. Die Beispiele haben wir auf jobrad.org errechnet.

Beispielrechnung Direkt-Kauf

Unser Beispielkäufer verdient 3000 Euro brutto, ca. 1940 Euro netto. Er kauft ein E-MTB für 6000 Euro und stottert den Betrag über 36 Monate ab. Seine Bank verlangt 6,5 Prozent Zinsen. Die monatliche Belastung beträgt 183,33 Euro, am Ende hat er für sein Bike 6599,75 Euro bezahlt.

Beispielrechnung Arbeitnehmer-Leasing

Unser Beispielkäufer least sein 6000 Euro teures E-MTB über seinen Arbeitgeber. Die monatliche Leasing-Rate beträgt inklusive Versicherungen 195 Euro und wird vom zu versteuernden Brutto-Einkommen abgezogen, was dann noch bei 2805 Euro liegt. Daraus resultiert ein Nettogehalt von circa 1840 Euro. Die Differenz zum vorherigen Nettogehalt (ca. 1940 Euro) und damit die tatsächliche Nettobelastung durch die Leasing-Rate beträgt rund 100 Euro. In drei Jahren zahlt unser Beispielkäufer also rund 3600 Euro für das Leasing, dann übernimmt er das Rad für den vertraglich geregelten Restwert von 17 Prozent des Neupreises, das heißt für etwa 1000 Euro. In Summe hat er also nur etwa 4600 Euro für sein Bike bezahlt. Die Differenz zum VK beträgt somit 1400 Euro, was 23,3 Prozent Ersparnis entspricht. Rechnet man den Wert des Versicherungs- und Service-Paketes zum VK dazu, liegt der Gesamtpreis des Bikes bei 6900 Euro. Gemessen daran liegt die Einsparung bei 2300 Euro, also 38,3 Prozent.

Die Auswahl des Bike-Modelles ist der angenehmste Teil am Prozess. Dank tausender Partner-Händler gibt es nur wenige Einschränkungen. Foto: Georg Grieshaber
Die Auswahl des Bike-Modelles ist der angenehmste Teil am Prozess. Dank tausender Partner-Händler gibt es nur wenige Einschränkungen.

Dienstrad-Leasing: Wie geht man vor?

1 Spielt der Arbeitgeber mit?

Fragen Sie den Chef oder in der Personalabteilung, ob Ihr Arbeitgeber Dienstrad-Leasing anbietet. Erkundigen Sie sich, mit welchem Leasing-Geber Ihr Unternehmen zusammenarbeitet. Fragen Sie auch, ob Ihr Arbeitgeber die Kosten für das Service-Paket übernimmt. Mancher Arbeitgeber macht das, da er sich durch das reduzierte Bruttogehalt einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge spart.

2 Wunschrad wählen

Freie Auswahl? Im Prinzip ja. Die größeren Leasing-Anbieter haben so viele Fachhändler unter Vertrag, dass in der Regel kein Modellmangel herrscht. Die Frage ist eher, ob die einzelnen Modelle dann auch verfügbar sind. Aber diese Sorgen teilen sich alle Endverbraucher – egal ob sie sich für Leasing oder Direktkauf entscheiden.

3 Service-Paket buchen

Diebstahl, Unfall, Instandsetzung – die Leasing-Geber bieten unterschiedliche Service-Pakete an. Die Kosten variieren je nach Umfang und Anbieter.

4 Leasing-Rate berechnen

Auf den Websites der Anbieter kann man ganz einfach die monatliche Leasing-Rate berechnen lassen. Ihre Gesamtersparnis hängt am Ende auch von Ihrem Brutto-Gehalt und Ihrer Steuerklasse ab.

5 Überlassungsvertrag

Jeder Arbeitgeber hat seinen eigenen Prozess, meistens übers Intranet. Bevor der Mitarbeiter sein Dienstrad beim Händler abholen kann oder vom Versender zugeschickt bekommt, muss man einen Überlassungsvertrag als Zusatz zum Arbeitsvertrag unterschreiben. Der Leasing-Vertrag läuft 36 Monate. Danach kann der Arbeitnehmer das Rad zum Restwert kaufen.

Oft kein Wunschkonzert: Die Wahl zwischen unterschiedlichen Leasing-Gebern hat man nur, wenn der Arbeitgeber mit mehreren Anbietern kooperiert. Foto: Robert Niedring
Oft kein Wunschkonzert: Die Wahl zwischen unterschiedlichen Leasing-Gebern hat man nur, wenn der Arbeitgeber mit mehreren Anbietern kooperiert.

Sechs große Leasing-Anbieter im Vergleich

Bike-Leasing-Anbieter unterscheiden sich bezüglich der angebotenen Hersteller, der Restwertberechnung und den Leasing-Raten. Allerdings sind die Kosten-Unterschiede oft marginal. Ein Überblick über sechs Anbieter.

Jobrad

Der wohl bekannteste Name im Leasing-Business. Schon seit 2008 sind die Freiburger im Geschäft und haben sich auf die Fahnen geschrieben, „mehr Menschen aufs Rad zu bringen“. Jobrad glänzt mit einer informativen Internetseite und einem großen FAQ-Bereich. Positiv neben der sympathischen Aufmachung ist die Transparenz. Zum Beispiel erklärt Jobrad bereitwillig, dass alle Leasing-Bikes mit einem Restwert von 17 Prozent kalkuliert werden. Übrigens: Nur bei Jobrad gibt es Fahrräder von Versendern wie YT Industries, Canyon und Rose. Mit rund 6000 Händlern ist Jobrad der Jumbo der Branche.

Company Bike

Die Münchner Firma hat sich auf große Unternehmen ab 500 Mitarbeitern spezialisiert. Die Agenda: Biken und nachhaltige Mobilität im großen Stil zu etablieren. Über 2000 Modelle stehen den Leasing-Nehmern zur Wahl, die Partnerfirmen bekommen einen eigenen Internetauftritt im Firmen-Design, über den das Leasing organisiert wird. Wegweisend: Company Bike bietet einen eigenen Reparatur-Service, der die Dienstradflotte der Partnerfirmen instand hält.

Eurorad

Eurorad ist eine Tochterfirma der großen Zweirad-Einkaufsgenossenschaft (ZEG). 1000 der über 4000 Fachhändler sind ZEG-Partner. Die Website ist klar strukturiert und informativ, die Zusammenarbeit mit den Fachhändlern eng. Der inkludierte Premiumschutz deckt auch Verschleiß ab, ohne Selbstbeteiligung. Positiv auch: deutschlandweiter 24-Stunden-Pickup-Service, bei Schäden, die eine Weiterfahrt unmöglich machen.

Lease a Bike

Lease a Bike ist eine Tochterfirma des Fahrrad-Konsortiums Derby Cycle. Dazu gehören die Marken Focus, Univega und Kalkhoff. Dennoch können auch Fahrräder anderer Firmen über frei wählbare Händler geleast werden. Die Abwicklung erfolgt primär über ein übersichtliches Online-Portal. Lease a Bike war einer der ersten Anbieter, die umfangreiche Versicherungsangebote bis hin zu einer Diebstahlversicherung beim Abschließen des Bikes mit einem handelsüblichen Markenschloss anboten.

Mein Dienstrad

Bei Mein Dienstrad stehen über 5000 Modelle verschiedener Fachhandelsmarken zur Auswahl. Auch hier läuft fast alles über das Online-Portal. Der schnelle Rechner hilft bei der Kalkulation, die Karte bei der Auswahl der rund 4500 kooperierenden Händler. Außerdem gibt’s alle nötigen Dokumente schon vor Vertragsabschluss als PDF zum Downloaden, in den FAQs werden umfangreiche Fragen zum Leasing, Ablauf und der Radübernahme beantwortet.

BikeLeasing

Regionale Händler werden bei BikeLeasing großgeschrieben. Die Firma aus dem niedersächsischen Uslar hat allerdings keine Online- oder Direktversender im Programm, kooperiert dafür aber mit über 5000 Fachhändlern. Eine der ersten Leasing-Firmen, die mit einer eigenen App dem Leasing-Nehmer im Schadensfall schnelle Hilfe zur Seite stellten. Ein verbindliches Übernahmeangebot gibt es hier drei Monate vor Leasing-Ende.

“Der Großteil der Leasing-Nehmer geht wohl mit den Rädern recht pfleglich um.” - Wasilis von Rauch ist Geschäftsführer des Bundesverbandes Zukunft Fahrrad e. V. Foto: privat
“Der Großteil der Leasing-Nehmer geht wohl mit den Rädern recht pfleglich um.” - Wasilis von Rauch ist Geschäftsführer des Bundesverbandes Zukunft Fahrrad e. V.

Interview mit Wasilis von Rauch

Wasilis von Rauch ist Geschäftsführer des Bundesverbandes Zukunft Fahrrad e. V.. Er setzt sich für die Verkehrswende und eine nachhaltigere Form der Mobilität ein.

EMTB: Leasing hat ja gerade im KFZ-Bereich einen zweifelhaften Ruf. Wo muss denn der Kunde beim Bike-Leasing mit Fallstricken rechnen?

Wasilis von Rauch: Tatsächlich funktionieren KFZ- und Bike-Leasing sehr unterschiedlich. Beim KFZ-Leasing wird teils mit sehr niedrigen Leasing-Raten gelockt. Am Ende des Leasings ist der tatsächliche Gebrauchtwert des Wagens oft wegen kleinerer Mängel nicht so hoch wie der vertraglich festgelegte Restwert. Für die Differenz muss der Kunde oder die Kundin dann bei der Rückgabe aufkommen. Die Leasing-Geber verdienen unter anderem durch diese Abschlagzahlung. Ganz anders beim Bike-Leasing: Hier sind die Raten eher hoch, der vertraglich festgelegte Restwert nach 36 Monaten dafür mit 10–20 % des Neupreises relativ gering. Die Rückgabe des Rades erfolgt daher meistens recht problemlos, zumal der Leasing-Nehmer ja oft durch Versicherungen abgesichert wird. Da der Leasing-Nehmer das Rad meist auch für den Restwert übernehmen kann, kommt es aber oft zu überhaupt keiner Rückgabe.

EMTB: Stichwort Versicherungen: Kann sich denn der Leasing-Nehmer im Zweifel darauf verlassen?

Wasilis von Rauch: Bislang ist mir nichts Gegenteiliges bekannt. Die Versicherungen sind ja meist relativ günstig – fünf Euro mehr Leasing-Rate im Monat für Absicherung gegen Diebstahl, fünf Euro mehr für Inspektionen und Verschleißteile, das ist so in etwa die Größenordnung. Doch zu rechnen scheint es sich für die Versicherungen trotzdem, denn der Großteil der Leasing-Nehmer geht wohl mit den Rädern recht pfleglich um, und Totalschäden oder Diebstähle sind entsprechend selten.

Geht Dienstrad-Leasing auch mit Direktversender-Marken?

Das Bocholter Unternehmen Rose setzte als erster Direktversender aufs Dienstrad-Leasing. Foto: Hersteller
Das Bocholter Unternehmen Rose setzte als erster Direktversender aufs Dienstrad-Leasing.

Rose, Canyon, Radon, YT, aber auch kleine Marken wie Propain – den Startschuss gab Rose, mittlerweile kooperieren aber fast alle Versender mit Leasing-Anbietern. Vom Prinzip unterscheiden sich die Leasingangebote der Versender nicht von denen, die man im Shop vor Ort abschließt. Die Abwicklung läuft über den Leasing-Anbieter, die Auslieferung erfolgt per Paketdienst. Allzu viel handwerkliches Geschick ist in der Regel nicht gefordert, um das vormontierte Bike fahrwertig zu machen. Aber: Die regelmäßigen Inspektionen oder außerplanmäßige Reparaturen könnten gegebenenfalls zeitlich und logistisch etwas aufwändiger ausfallen. Das Fachhandels-Bike nimmt man in der Regel bei einem nahen Händler in Empfang und bringt es dort zu Reparatur und Service auch wieder hin. Das Versender-Bike muss man zum Hersteller zurückschicken. Es sei den man hat zufällig einen der Service-Partner in der Nähe. Große Versender wie Canyon arbeiten schon lange daran, ihre Partnershop-Netzwerke auszubauen. Doch bisher ist das Geflecht noch recht grobmaschig. In München zum Bespiel gibt es nur zwei Canyon-Service-Partner, in ganz Deutschland sind es erst ein paar Dutzend. Im Zweifel bleibt also nur: Das Bike per Paketdienst zum Hersteller schicken.

Chancen und Risiken: Beim Gebraucht-Kauf ist Fahrrad-Expertise gefragt. Foto: Philipp Schieder
Chancen und Risiken: Beim Gebraucht-Kauf ist Fahrrad-Expertise gefragt.

Oder doch lieber gebraucht kaufen?

Der Arbeitgeber bietet kein Dienstrad-Leasing an. Der Direktkauf beim Händler ist zu kostspielig. Wieso also ein teures E-Mountainbike nicht gebraucht kaufen? „Nur leichte Gebrauchsspuren“, „optische Mängel, aber technisch einwandfrei“ oder „so gut wie neu“ – das sind die typischen Floskeln, mit denen Privatverkäufer ihre gebrauchten Bikes anpreisen. Ein Highend-Bike zur Hälfte des Neupreises? Wer kann da schon widerstehen? Sicher besteht die Chance, ein echtes Schnäppchen aus dem Second-Hand-Markt herauszufischen. Doch ebenso groß ist die Gefahr, eine böse Überraschung erleben. Oft erkennen bei der Besichtigung eines vermeintlichen Schnäppchens nur Experten den wahren Zustand. Auf Internet-Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen, Quoka oder MTB-News Bikemarkt tummeln sich günstige Bikes aus allen MTB-Gattungen. Doch wer sich zu schnell zum Kauf hinreißen lässt, kann sich ruckzuck Ärger und Folgekosten einhandeln. Um Fehlkäufe vorzubeugen, sollte das Bike vor dem Kauf immer Probe gefahren werden.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten:

Schönheitsfehler

Lackplatzer und Kratzer sind zwar nicht hübsch, aber in den meisten Fällen normale Gebrauchsspuren und harmlos. Trotzdem genau hinsehen, denn solche vermeintlichen Schönheitsfehler können Hinweise auf gravierendere Schäden sein. Vor allem bei Carbon-Rahmen sollte unbedingt der Rahmen nach Rissen abgesucht werden. Bei Rissen: Finger weg!

Lager

Knackt der Rahmen bei der Probefahrt, könnten die Lager defekt sein und müssen getauscht werden. Die Kosten sind dabei weniger erheblich als der Umstand, dass die Ursache nicht immer eindeutig zu erforschen ist. Um den Verschleiß der Lagerungen am Hinterbau zu überprüfen, das Heck des Fahrrads einmal anheben und fallen lassen. Achten Sie auf klappernde Geräusche. Verwinden Sie anschließend den Hinterbau gegen den Hauptrahmen und achten Sie auf Lagerspiel. Wer es ganz genau wissen möchte, löst den Dämpfer und überprüft den beweglichen Hinterbau auf knirschende, schwergängige oder ausgeschlagene Lager.

Federgabel

Für einen Check der Federgabel einfach einen Finger zwischen Gabelbrücke und Tauchrohr legen. Anschließend bei angezogener Vorderbremse das Bike nach vorne und hinten bewegen. Bei fühlbarem Spiel sind ziemlich sicher die Buchsen im Standrohr verschlissen. In diesem Fall drohen hohe Folgekosten – besser nicht kaufen.

Dämpfer

Der Dämpfer am Hinterbau und die Gabel sollten beim Ein- und Ausfedern keine ungewöhnlichen und lauten Geräusche machen. Einstellmöglichkeiten wie Lockout, Rebound oder verschiedene Plattformstufen müssen sich deutlich spürbar verstellen lassen. Achten Sie auch auf Riefen in der Oberfläche von Tauchrohren und Dämpferkolben. Starke Rückstände von dunklem Öl oder ein Geruch nach Moder oder Moos im Bereich der Dichtungen sind ein Hinweis auf schlechte Wartung. Lassen Sie sich in jedem Fall vom Verkäufer etwaige Belege für Service-Arbeiten oder Ersatzteile zeigen.

Antrieb

Der Antrieb von E-Bikes, also Kette, Kettenblatt und das hintere Ritzelpaket, unterliegt wegen des starken Motordrehmoments einem deutlich höheren Verschleiß als bei herkömmlichen Mountainbikes. Den Zustand der Kette kann man mit einer Verschleißlehre checken. Den Verschleiß an Ritzel und Kettenblatt erkennt man an abgebrochenen oder abgeflachten Zähnen. Sram-Kassetten können nur komplett getauscht werden – das läuft ins Geld. An Shimano-Kassetten lassen sich einzelne Ritzel tauschen. Prüfen Sie auch die Schaltung auf ihre Funktion überprüfen. Die einzelnen Gänge müssen sauber einrasten.

Motor

Eine Überprüfung des Motors ist nur durch eine Probefahrt möglich. Schalten Sie durch alle Gänge und die verfügbaren Fahr-Modi. Schleifen, Knacken oder sonstige ungewöhnlich laute mechanische Geräusche sollten Sie misstrauisch machen. Bei gleichmäßiger Beschleunigung muss der Motor ruckfrei ansprechen.

Akku

Den Zustand der Batterie inklusive der Ladezyklen sowie die exakte Laufleistung des Motors kann eine Fachwerkstatt auslesen. Manche Apps (z. B. Specialized Mission Control, Shimano E-Tube) ermöglichen auch Privatkäufern einen Einblick in Laufleistung und Ladezyklen. Generell gilt, dass Akkus durch Lebensdauer und Häufigkeit der Aufladung altern. Bei über 1000 Zyklen sind Batterien erschöpft, und schon ab 500 Zyklen stehen nach Herstellerangaben oft nur noch 60 Prozent der ursprünglichen Kapazität zur Verfügung.

Fazit von Josh Welz, EMTB-Chefredakteur

Josh Welz, EMTB-Chefredakteur. Foto: Privat
Josh Welz, EMTB-Chefredakteur.
Fahrräder, insbesondere E-Mountainbikes, werden immer teurer. Hohe vierstellige Beträge - wer kann es sich da noch leisten, den vollen Betrag einfach auf den Tisch zu legen. Eine Diebstahlversicherung und regelmäßige Inspektionen sollte man bei teuren Bikes ebenfalls einplanen. Das treibt die Gesamtkosten weiter nach oben. Da liegt es nahe, den Betrag einfach in kleinen Häppchen abzustottern. Doch der Ratenkauf ist bei den derzeit hohen Zinsen keine wirtschaftlich sinnvolle Option. Ganz anders das steuerlich begünstigte Dienstrad-Leasing. Für Angestellte und Selbständige sind so Kostenersparnisse von 30 bis 40 Prozent drin. Damit können sich auch Normalverdiener teure, hochwertige Räder leisten. In die Röhre gucken diejenigen, deren Arbeitgeber auf den Zug noch nicht aufgesprungen sind. Ein wenig Überzeugungsarbeit durch den Arbeitnehmer kann da vielleicht helfen. Denn die Vorteile des Dienstrad-Leasings sind offenkundig - für Arbeitnehmer, Arbeitgeber, den Staat und die Umwelt. Win-Win für alle.
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