All MountainTest 2015: Radon Slide 27,5 10.0

Christoph Listmann

 · 08.02.2015

Test 2015: Radon Slide 27,5 10.0Foto: Georg Grieshaber

Radon hat einen guten Lauf. Im 3000-Euro-Bereich, wo Mitbewerber ihre Mittelklasse-Bikes zum Test schicken, rollt die Marke aus Bonn das Top-Modell aus dem Lager.

Genau gesagt: Sie schickt es im Karton, denn Radon ist ein Versender mit allen Vor- und Nachteilen. Wobei beim Slide 10.0 die Vorteile überwiegen: Es glänzt mit der besten Ausstattung im Testfeld und leistet sich auch beim Fahrverhalten keine Schwächen. Bergauf hilft die Absenkung der Gabel beim Kampf gegen die Erdanziehung, das hohe Gewicht und den spürbaren Pedalrückschlag. Bergab glänzen die Fox-Factory-Federelemente nicht nur mit ihrer Kashima-Beschichtung, sondern auch mit perfekter Funktion. Die zentrale Position im Bike, kombiniert mit dem hohen Cockpit, sorgt für gute Übersicht und Kontrolle. Die harte Gardasee-Testrunde lockt das Slide jedenfalls nicht aus der Reserve. All Mountain Plus per Definition.


Fazit: Mehr Bike braucht man nicht. Dieses abgegriffene Statement passt zum Slide allerdings gut. Trotz hohem Gewicht: Kauf-Tipp!


PLUS Top Ausstattung fürs Geld, sehr gutes Fahrverhalten, breiter Einsatzbereich
MINUS Hohes Gewicht (Rahmen, Gabel!), kein Kettenstrebenschutz


Die Alternative: Wer lieber mit Sram schaltet und bremst und mit Rock Shox federt, nimmt das Slide 27.5 9.0 HD. HD steht für "hau drauf", daher gibt’s Kettenführung und Hans-Dampf-Reifen serienmäßig. 2699 Euro.

  Top Federelemente, die dank guter Schmierung aus­­gezeichnet funktionieren. Die Talas-Niveau-Regulierung des Radon Slide unterstützt bei steilen Anstiegen.Foto: BIKE Magazin
Top Federelemente, die dank guter Schmierung aus­­gezeichnet funktionieren. Die Talas-Niveau-Regulierung des Radon Slide unterstützt bei steilen Anstiegen.

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