All Mountain

Specialized Safire SW

BIKE Magazin

 · 30.05.2008

Specialized Safire SWFoto: Unbekannt

Specialized bringt sein neues Lady-Bike „Safire“ auch in der Luxus-Variante S-Works in die Shops. Was kann der Edelrenner besser als andere?

Gleichberechtigung hat sich im Alltag so langsam etabliert. Beim Biken noch nicht. Oder wie ist es zu erklären, dass die meisten Herstellern Damen-Modelle nur bis 2.500 Euro führen? Warum sollen Damen nicht wie Männer Tausende von Euros ausgeben dürfen, wenn ihnen der Bike-Sport so am Herzen liegt? Diese Frage scheint man sich auch bei Specialized gestellt zu haben. Und die Antwort darauf geben die Amerikaner mit ihrem neuen Damen-Top-Modell “Safire S-Works”. 6.599 Euro kostet das geschmackvoll angerichtete Lady-Fully. Es basiert auf dem neuen “Stumpjumper”-Fahrwerk, das sich im BIKE-Test bereits seine Lorbeeren abgeholt hat (BIKE 1/08). Das “Safire” besitzt 120 Millimeter Federweg vorne und hinten, eine All- Mountain-taugliche Geometrie und endlich ein durchgehendes Sitzrohr für tiefe Sattelversenkung. Genau genommen handelt es sich beim “Safire” nach unserem Schema um ein Bike der Kategorie “All Mountain Sport”. Es liegt also zwischen Marathon und All Mountain und freut sich mit 10,5 Kilo durchaus auch auf den Renneinsatz, falls Frau das in Erwägung zieht. Das Fahrwerk liegt mit 2.388 Gramm voll im grünen Bereich und ist steif genug (64 Nm/Grad, STW 26,8). Besonders die Laufräder bestechen an der Waage (3.123 Gramm komplett), wenn man die Specialized-Reifen mit der dafür vorgesehenen Dichtmilch tatsächlich dicht bekommt. Wir schafften es nicht, mussten Schläuche einziehen, das erhöht das Gewicht ein wenig.

Was zeichnet das Bike besonders als Lady-Version aus? Am Design liegt’s nicht. Das gefällt auch Männern. Sind es am Ende nur die dünnen Griffe und der breite Lady-Sattel? Nein, es steckt noch mehr im Verborgenen. Der Rahmen besitzt weniger Kohlefaser-Lagen, wiegt also weniger als die Männer-Version. Die Geometrie wurde verkürzt, die Überstandshöhe reduziert, die Rahmengrößen speziell abgestimmt. Die Sitzposition gerät aufrechter als beim “Stumpjumper” und auch an den Specialized-eigenen Fahrwerkskomponenten haben die Amis gefeilt. Eine geringere Druckstufendämpfung ab Werk passt besser für die leichtgewichtige Zielgruppe. Wie beim “Stumpjumper” lassen sich Gabel und Dämpfer nach Wunsch komplett offen fahren, oder man schaltet den automatischen Lockout zu, das dann auf Unebenheiten selbsttätig reagiert.


FAZIT: Auf der Suche nach dem besten Bike kommt Frau kaum um Specializeds Top-Modell herum. Es ist leicht, schnell und besitzt ein top Fahrwerk.


Fotos: Robert Niedring, Daniel Simon

Foto: Unbekannt
  Vom großen Bruder: Das „Safire“-Fahrwerk stammt vom „Stumpjumper“ ab und besitzt die „Brain“-Technologie.Foto: Unbekannt
Vom großen Bruder: Das „Safire“-Fahrwerk stammt vom „Stumpjumper“ ab und besitzt die „Brain“-Technologie.
  Dicker als andere: Specialized setzt auch beim „Safire“ auf den sich von 1,5 auf 1 1/8 Zoll verjüngenden Gabelschaft.Foto: Unbekannt
Dicker als andere: Specialized setzt auch beim „Safire“ auf den sich von 1,5 auf 1 1/8 Zoll verjüngenden Gabelschaft.

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