All Mountain

Merida One Forty 800 D

Peter Nilges

 · 14.09.2011

Merida One Forty 800 DFoto: Daniel Simon

In erster Linie verspielt das eher günstig ausgestattete Merida durch die mäßige Dämpfer-Performance und kleine Details eine bessere Bewertung.

Wie der Name bereits verrät, verbirgt sich hinter der Modellbezeichnung One Forty ein langhubiger Tourer mit 140 Millimetern Federweg vorne und hinten. Kategorie All Mountain Plus für anspruchsvolle Trails mit ordentlich Federwegsreserven und maximalen Spaß bergab. Diesem Charakter ordnen sich auch der laufruhige Lenkwinkel und der kurze 75er-Vorbau unter. Der zu schmal geratene Lenker und das recht hohe Tretlager passen weniger in das potente Bild. Das größte Manko des Meridas ist jedoch der X-Fusion-Dämpfer.

In unserem Test-Bike enttäuschte der O2 RL mit extrem hohem Losbrechmoment, wenig Sensibilität und damit weniger Traktion am Hinterrad. Vom im Labor gemessenen Federweg ist in der Praxis nicht wirklich viel zu spüren. Das kostet bergauf wie bergab wertvolle Punkte. Durch den 72er-Sitzwinkel in Kombination mit einer gekröpften Sattelstütze lastet viel Gewicht auf dem Hinterrad. Für bessere Klettereigenschaften ist eine gerade Stütze sinnvoller. Mit wenig kräftigen Hayes-Bremsen, Merida-Reifen und günstigen Federelementen fällt die Ausstattung recht mager aus.

  Die Merida-Reifen sehen aus wie ein Nobby Nic, rollen und greifen aber schlechter.Foto: Daniel Simon
Die Merida-Reifen sehen aus wie ein Nobby Nic, rollen und greifen aber schlechter.
  Das hohe Losbrechmoment des X-Fusion-Dämpfers ist schon an der Kennlinie zu sehen. Er spricht überhaupt nicht auf Feinheiten an und sackt dann durch.Foto: Peter Nilges
Das hohe Losbrechmoment des X-Fusion-Dämpfers ist schon an der Kennlinie zu sehen. Er spricht überhaupt nicht auf Feinheiten an und sackt dann durch.


PLUS Laufruhige Geometrie
MINUS Gekröpfte Sattelstütze, zu schmaler Lenker, Dämpferfunktion

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