Lapierre Zesty 314 (Dauertest 2009)

BIKE Magazin

 · 21.01.2010

Lapierre Zesty 314 (Dauertest 2009)Foto: Unbekannt

Wieder ist eine Saison vorbei. In der Abrechnung verraten unsere Dauertester, was ihre Bikes im Alltag draufhaben. Diesmal: Lapierre Zesty 314

Anhalten, Rucksack runter, Foto schießen, Rucksack drauf, aufsteigen, weiter geht’s. Der Alltag eines BIKE-Fotografen besteht aus Wiederholungen. Die sind besonders für Schaltung und Bremsen mörderisch. Das ständige Stoppen und wieder Anfahren an der passenden Foto-Location zermürbt. Deshalb war das Lapierre Zesty mit seinen stabilen Komponenten meine Wahl.

Das preisgünstigste Zesty-Modell im Portfolio von Lapierre ist das 314. Es hat den gleichen Rahmen wie die großen Brüder, lediglich die Ausstattung macht den Unterschied zu den 514- und 914-Modellen. Beim ersten Setup freute ich mich besonders über den SAG-Indikator am Sattelrohr. Mit ihm ist die Abstimmung des Fahrwerks schnell erledigt. Ebenfalls top: der Schaltwerkschutz aus Carbon.

Eigentlich finde ich den formschönen Rahmen viel zu schade für den Trail. Vielleicht sollte ich ihn im Wohnzimmer an die Wand hängen? Nein! Ich habe einen Auftrag von der BIKE, also ab auf den Trail!

Gleich bei der ersten Hausrunde vermisste ich eine absenkbare Gabel. Gehört die nicht automatisch an ein All-Mountain-Bike? Bei steilen Anstiegen musste ich arg kämpfen, damit das Vorderrad am Boden blieb. Verschenkte Energie. In puncto Agilität und Handling ist dem Lapierre nichts vorzuwerfen. Hier leistet es souveräne Arbeit. Bergab vermisste ich allerdings eine 180-Millimeter-Bremsscheibe. Gerade als schwerer Fahrer oder als Fotograf mit schwerem Gepäck ist eine 180-Millimeter-Scheibe am Heck Pflicht. In steilen Passagen brauchte ich deshalb viel Fingerkraft. Dafür überzeugte der feinfühlige Hinterbau mit viel Federweg und arbeitete in seliger Harmonie mit der Federgabel.

Das Zesty ist ein wartungsarmes All-Mountain-Bike mit tollem Fahrwerk und pfiffigen Details. Schade, dass es keinen Platz für die Trinkflasche gibt und sich der Sattel nicht komplett absenken lässt.


Veränderung:

• Mäntel: Conti Mountain King 2,4: Der Original-Reifen war zu schmal

• Bremse: 180er-Scheibe am Hinterrad: 160er-Scheibe zu klein

Foto: Unbekannt


Fotos: C. Stewart, marathon-photos.com, D. Simon

  Fahrerprofil Marco Toniolo, BIKE-Fotograf Alter: 37 Größe: 179 cm Färt Bike seit 1994 Fahrer-Typ: All Mountain/Enduro Gewicht: 71 kg Lieblingsrevier: BolivienFoto: Unbekannt
Fahrerprofil Marco Toniolo, BIKE-Fotograf Alter: 37 Größe: 179 cm Färt Bike seit 1994 Fahrer-Typ: All Mountain/Enduro Gewicht: 71 kg Lieblingsrevier: Bolivien
  Leider ohne Niveau-Regulierung: Eine absenkbare Gabel ist ein Muss beim All Mountain.Foto: Unbekannt
Leider ohne Niveau-Regulierung: Eine absenkbare Gabel ist ein Muss beim All Mountain.
  Am Hinterrad wäre eine größere Scheibe sinnvoll gewesen – der Wechsel geht aber schnell.Foto: Unbekannt
Am Hinterrad wäre eine größere Scheibe sinnvoll gewesen – der Wechsel geht aber schnell.
Foto: Unbekannt
Foto: Unbekannt

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