All MountainHabit Neo und Moterra: neue E-Fullys von Cannondale

Stefan Frey

 · 7/19/2019

Habit Neo und Moterra: neue E-Fullys von CannondaleFoto: Cannondale

Neben dem komplett neu aufgelegten Moterra bringt Cannondale für 2020 auch das Trailbike Habit Neo mit Boschs neuem Gen4-Motor und Carbon-Hauptrahmen auf den Markt.

Cannondale startet mit gleich zwei komplett neu entwickelten Bikes in die kommende Saison. Sowohl das neu aufgelegte Moterra als auch das erstmals vorgestellte Habit Neo setzen dabei auf die Kraft des neuen Bosch Performance CX Gen4-Motors. Beide Modelle rollen auf 29 Zoll Laufrädern und verfügen über einen Hauptrahmen aus Carbon.

Cannondale Moterra: das E-Bike fürs Grobe

  Das neue Cannondale Moterra für 2020 ist prädestiniert für All-Mountain- und Enduro-Einsätze.Foto: Cannondale
Das neue Cannondale Moterra für 2020 ist prädestiniert für All-Mountain- und Enduro-Einsätze.


Die Daten im Überblick:

  • 160 Millimeter Federweg vorne und hinten
  • 29 Zoll Laufräder mit 2,6 Zoll Bereifung
  • Größe S in 27,5 x 2,6 Zoll
  • Bosch Performance CX Gen4 Motor
  • 625 oder 500 Wattstunden Kapazität
  • Carbon Hauptrahmen, Alu Hinterbau
  • 4 Modelle ab 4999 Euro, Topmodell 7999 Euro
  • Gewichte ab 23,5 Kilo

Das neue Moterra ist die richtige Wahl, wenn es in gröbere Gefilde gehen soll. Mit robusten Komponenten und einer stabilen Federgabel mit 160 Millimeter Federweg ausgestattet, geht das 23,5 Kilo schwere Bike (Topmodell) schon als Enduro durch. 29 Zoll Laufräder mit 2,6 Zoll breiten Reifen garantieren Grip und gute Überroll-Eigenschaften im Gelände. Aufgrund der besseren Passform rollt die kleinste Rahmengröße auf 27,5 Zoll Laufrädern. Dadurch soll das Moterra auch für besonders kleine Fahrer/innen geeignet sein, die sich ansonsten für ein Bike mit weniger Federweg entscheiden würden.

Carbonrahmen mit lebenslanger Garantie

Beim Hauptrahmen des neuen Moterra setzt Cannondale auf Carbon und will damit nicht nur ein besonders steifes Chassis ermöglichen, sondern auch das Gewicht in Grenzen halten. Die Amis sind von der Robustheit des neuen Rahmens überzeugt und gewähren dem Kunden eine lebenslange Garantie.

  Alle Modelle des Moterra kommen mit einem Carbon-Hauptrahmen und Alu-Hinterbau.Foto: Cannondale
Alle Modelle des Moterra kommen mit einem Carbon-Hauptrahmen und Alu-Hinterbau.

Über Cannondales Si Motor Mount wird Boschs neuer Gen4-Motor tief im Rahmen platziert, was für einen optimalen und tief liegenden Schwerpunkt sorgen soll. Der 625er-Powertube-Akku ist formschlüssig im Unterrohr untergebracht und über eine Abdeckung leicht zugänglich. Die Motoreinheit wird durch solide Alu-Platten vor Steinschlägen und Aufsetzern geschützt. Kiemen an Front- und Rückseite sollen dem Antrieb zu besserer Belüftung verhelfen und ein allzu schnelles Überhitzen verhindern.

  Boschs Performance CX Motor ist tief im Rahmen positioniert und wird von Alu-Platten geschützt.Foto: Cannondale
Boschs Performance CX Motor ist tief im Rahmen positioniert und wird von Alu-Platten geschützt.

Proportional Response Fahrwerkstechnologie

Um für Fahrer jeder Körpergröße das ideale Ansprechverhalten zu ermöglichen, setzt Cannondale auf die so genannte Proportional Response Technologie. Hierbei wird die Fahrwerkskinematik abhängig von der Rahmengröße angepasst. Durch die Angleichung der Kinematik will Cannondale die Traktion am Berg optimieren und das Ansprechverhalten verbessern.

  Die Kinematik des Moterra wird für jede Größe speziell angepasst.Foto: Cannondale
Die Kinematik des Moterra wird für jede Größe speziell angepasst.

Geometrie: lang, tief, flach

Bei der Geomtrie geht Cannondale mit der Zeit und verpasst dem Moterra in Größe M einen 448er-Reach und einen Stack von 619 Millimetern. Lenk und Sitzwinkel fallen mit 66 beziehungsweise 75 Grad nicht allzu extrem aus. 450 Millimeter lange Kettenstreben sollen dem Bike zu mehr Laufruhe verhelfen. Trotz tief gezogenem Oberrohr, für einen geringe Überstandshöhe, passt ins Rahmendreieck noch ein Flaschenhalter samt Standardflasche. Laut Entwickler eine der schwersten Aufgaben bei der Konstruktion.

  Die Geometrie von Cannondales neuem Moterra.Foto: Cannondale
Die Geometrie von Cannondales neuem Moterra.

Damit das 23,5 Kilo schwere Moterra auch zuverlässig zum Stehen kommt, wurde mit Magura eine spezielle 220 Millimeter große Bremsscheibe für die Vorderbremse entwickelt.

Bremsleitung und Sensor-Kabel verlaufen an der Oberseite der Kettenstrebe.Foto: Cannondale
Bremsleitung und Sensor-Kabel verlaufen an der Oberseite der Kettenstrebe.
Die Züge und Kabel des Moterra verschwinden kurz hinter dem Steuerrohr im Inneren des Rahmens.Foto: Cannondale
Die Züge und Kabel des Moterra verschwinden kurz hinter dem Steuerrohr im Inneren des Rahmens.
Die Supernova Lichtanlage ist dem Topmodell des Moterra vorbehalten.Foto: Cannondale
Die Supernova Lichtanlage ist dem Topmodell des Moterra vorbehalten.
Der Knopf für die Beleuchtung sitzt gut erreichbar an der rechten Seite des Lenkers.Foto: Cannondale
Der Knopf für die Beleuchtung sitzt gut erreichbar an der rechten Seite des Lenkers.
Zusammen mit Magura wurde eine spezielle, 220 Millimeter große Bremsscheibe entwickelt.Foto: Cannondale
Zusammen mit Magura wurde eine spezielle, 220 Millimeter große Bremsscheibe entwickelt.
Das mittig platzierte Kiox-Display ist ebenfalls der teuren Version des Moterra vorbehalten.Foto: Cannondale
Das mittig platzierte Kiox-Display ist ebenfalls der teuren Version des Moterra vorbehalten.
Gut zu erreichen: Das Bedienelement des Kiox-Displays lässt sich gut mit dem linken Daumen bedienen.Foto: Cannondale
Gut zu erreichen: Das Bedienelement des Kiox-Displays lässt sich gut mit dem linken Daumen bedienen.
Bremsleitung und Sensor-Kabel verlaufen an der Oberseite der Kettenstrebe.Foto: Cannondale
Bremsleitung und Sensor-Kabel verlaufen an der Oberseite der Kettenstrebe.
Die Züge und Kabel des Moterra verschwinden kurz hinter dem Steuerrohr im Inneren des Rahmens.Foto: Cannondale
Die Züge und Kabel des Moterra verschwinden kurz hinter dem Steuerrohr im Inneren des Rahmens.
Die Züge und Kabel des Moterra verschwinden kurz hinter dem Steuerrohr im Inneren des Rahmens.
Die Supernova Lichtanlage ist dem Topmodell des Moterra vorbehalten.
Der Knopf für die Beleuchtung sitzt gut erreichbar an der rechten Seite des Lenkers.
Zusammen mit Magura wurde eine spezielle, 220 Millimeter große Bremsscheibe entwickelt.
Das mittig platzierte Kiox-Display ist ebenfalls der teuren Version des Moterra vorbehalten.
Gut zu erreichen: Das Bedienelement des Kiox-Displays lässt sich gut mit dem linken Daumen bedienen.
Bremsleitung und Sensor-Kabel verlaufen an der Oberseite der Kettenstrebe.

Das Topmodell des Moterra ist mit einem Fox Factory Fahrwerk, Sram 12fach-Antrieb und Teleskopstütze ausgestattet. Supernova-Beleuchtung und das Kiox Display sind der 7999 Euro teuren Top-Version vorbehalten. Insgesamt gibt es drei Versionen des neuen Moterra zu Preisen ab 4999 Euro.

Cannondale Moterra: Modelle und Ausstattungen


Moterra 1: 7999 Euro (z.B. bei Liqid-Life erhältlich*)

Foto: Cannondale
Foto: Cannondale


Moterra 2: 5999 Euro (z.B. bei Liquid-Life erhältlich*)

Foto: Cannondale
Foto: Cannondale


Moterra 3: 4999 Euro (z.B. bei Liquid-Life erhältlich*)

Foto: Cannondale
Foto: Cannondale

Moterra SE: Downhiller mit integriertem Shuttle

Für Biker, die auf Downhill stehen und auch mal ohne Liftunterstützung zum Start der Strecke gelangen wollen, hat Cannondale das Moterra SE im Programm. Es bietet die gleichen Trail-Eigenschaften wie das Moterra, jedoch in einem abfahrtsorientierteren Paket: 180 mm RockShox Boxxer Federgabel, Super Deluxe Select Piggyback-Federbein und traktionsstarke Maxxis Assegai Reifen. Am Hinterbau bleibt der Federweg bei 160 Millimetern.

  Das Moterra SE kommt mit Doppelbrückengabel und 180 Millimetern Federweg an der Front. Gemacht für Bikepark- und Downhill-Einsätze, Lift und Shuttle integriert.Foto: Cannondale
Das Moterra SE kommt mit Doppelbrückengabel und 180 Millimetern Federweg an der Front. Gemacht für Bikepark- und Downhill-Einsätze, Lift und Shuttle integriert.

Habit Neo: agiles Trailbike

Das Habit Neo wurde für schnelle und flowige Trails entwickelt. Wie sein großer Bruder setzt es auf Carbon beim Hauptrahmen. Der Hinterbau besteht wie beim Moterra aus Aluminium. Beim Habit Neo rollen alle Rahmengrößen auf 29 Zoll Laufrädern über die Trails. Mit 130 Millimetern Federweg am Heck und 140 Millimetern an der Gabel soll es sich, wie sein analoges Pendant, agil und wendig über Singletrails bewegen lassen.

  Agiles Trailbike für flowige StreckenFoto: Cannondale
Agiles Trailbike für flowige Strecken
Foto: Cannondale
Foto: Cannondale


Die Daten im Überblick:

  • 140 Millimeter Federweg vorne / 130 Millimeter hinten
  • 29 Zoll Laufräder mit 2,6 Zoll Bereifung
  • Bosch Performance CX Gen4 Motor
  • 625 oder 500 Wattstunden Kapazität
  • Carbon Hauptrahmen, Alu Hinterbau
  • 4 Modelle ab 4499 Euro, Topmodell 7999 Euro
  • Gewichte ab 22,5 Kilo

Wie das Moterra wird auch das neue Habit Neo von Boschs neuem Performance CX Motor angetrieben. Der 625 Wattstunden starke Akku ist den beiden teuren Varianten vorbehalten. Die zwei günstigeren Habits verfügen nur über einen Akku mit 500 Wattstunden.

Mit einem Lenkwinkel von 66,5 Grad und einem 445er-Reach fällt das Habit nur minimal zurückhaltender aus, als das Moterra. Auffallend dagegen sind die mit 455 Millimeter sogar noch etwas längeren Kettenstreben. Das Habit ist in vier Ausstattungsvarianten, zu Preisen zwischen 4499 Euro und 7999 Euro zu haben.

Cannondale Habit Neo: Modelle und Ausstattungen


Habit Neo 1: 7999 Euro


Habit Neo 2: 5999 Euro
(z.B. bei Liquid-Life erhältlich*)


Habit Neo 3: 4999 Euro
(z.B. bei Liquid-Life erhältlich*)


Habit Neo 4: 4499 Euro
(z.B. bei Liquid-Life erhältlich*)

  Der Bosch Performance CX der neuesten Generation sitzt gut geschützt und tief im Rahmen.Foto: Cannondale
Der Bosch Performance CX der neuesten Generation sitzt gut geschützt und tief im Rahmen.
  Der Speedsensor ist geschützt im Ausfallende integriert.Foto: Cannondale
Der Speedsensor ist geschützt im Ausfallende integriert.

Cannondale-Teamfahrer Jerome Clementz setzt ebenfalls auf das Habit Neo als Arbeitsgerät und hatte beim Launch im Tiroler Alpbach seine ganz eigene Interpretation des Bikes am Start.

  Cannondale Moterra JC - die Sonderedition vom französischen Teamfahrer Jerome Clementz.Foto: Ale Di Lullo
Cannondale Moterra JC - die Sonderedition vom französischen Teamfahrer Jerome Clementz.

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