All Mountain

Giant Trance X Advanced

Christoph Listmann

 · 20.03.2013

Giant Trance X AdvancedFoto: Georg Grieshaber

Das Giant ist eine Fahrspaß-Maschine: volles All-Mountain-Potenzial, ein hochwertiges, komplett ausgestattetes Sportgerät, allerdings auch das Teuerste im Vergleich.

Advanced steht bei Giant für Carbon, im Falle des Trance steht es auch fürs Top-Modell der 130-Millimeter-Modellreihe. Gemessen am Federweg geht das Fahrwerksgewicht in Ordnung, der Kohlefaser-Hauptrahmen sieht gut aus. Die wilde Zugverlegung ist jedoch verbesserungswürdig. Eine Stärke der Giant-Fullys ist das Maestro-Federungssystem, das auch am Trance durch effektive, antriebsneutrale Funktion glänzt. Der Federweg am Heck wird voll genutzt, vorne bleiben durch die Endprogression ein paar Millimeter Reserven übrig. Schon beim ersten Aufsitzen gefallen Fahrposition und Geometrie, bergauf fühlt es sich aber vergleichsweise träge an. Dafür holt es bergab die "Keule" raus. Schnell und sicher bügelt man über die Felsformationen der Testrunde. Zum XT-/SLX-Mix steckt eine Teleskop-Stütze im Bike, das breite Cockpit verleiht Kontrolle.

Einzige Kritik: der kleinste Gang mit 26-36 reicht nicht aus.


Fazit: Das Giant ist eine Fahrspaß-Maschine: volles All-Mountain-Potenzial, ein hochwertiges, komplett ausgestattetes Sportgerät, allerdings auch das Teuerste im Vergleich.


PLUS Durchdachte Ausstattung inkl. Teleskop-Stütze, effektives Fahrwerk, lebenslange Garantie auf Rahmen
MINUS Übersetzungsbandbreite schwach, nur bis Größe L erhältlich (Fahrer bis ca. 1,90 m), Clipse der Zugverlegung lösen sich


Die Alternative
Als ausgesprochen sportliches Touren-Bike bietet sich das Anthem X 29er 0 für 3299 Euro an. Das 29er hat ein 100-mm-Fahrwerk (Carbon) und ist deutlich mehr auf Vortrieb ausgerichtet als das Trance X.

  Viel nutzbarer Federweg am Giant (126 von 130 mm genutzt) steht einer schwachen Performance am Ghost gegenüber (max. 105 von 120 mm genutzt). Einmal mehr hatten wir bei den preiswerten Fox- Testgabeln Qualitätsschwankungen.Foto: Georg Grieshaber
Viel nutzbarer Federweg am Giant (126 von 130 mm genutzt) steht einer schwachen Performance am Ghost gegenüber (max. 105 von 120 mm genutzt). Einmal mehr hatten wir bei den preiswerten Fox- Testgabeln Qualitätsschwankungen.
  Die Gabel-Absenkung hilft bergauf, das Heck glänzt mit Effizienz. Bergab überzeugt das Fahrwerk mit viel nutzbarem Federweg.Foto: BIKE Magazin
Die Gabel-Absenkung hilft bergauf, das Heck glänzt mit Effizienz. Bergab überzeugt das Fahrwerk mit viel nutzbarem Federweg.

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