All MountainGhost AMR LT 8 LC im Test

Christoph Listmann

 · 8/23/2015

Ghost AMR LT 8 LC im TestFoto: Georg Grieshaber

In Sachen Preis/Leistung hat Ghost in der aktuellen Saison einen guten Lauf. So unschuldig das neue AMR LT (Long Travel) in der Carbon-Version (LC) auch wirkt, es hat es faustdick hinter den Ohren.

Eine fast komplette Shimano-XT-Gruppe inklusive Bremsen und Naben (die Kassette stammt von der SLX) bedeuten top Funktion und lange Lebensdauer. Der Carbon-Rahmen wiegt wenig, die Teleskop-Stütze erleichtert den Downhill. Vorzugsweise geht es fürs AMR aber bergauf. Es ist ausstattungsbereinigt das leichteste Bike der Testgruppe. Die Sitzposition gefällt gut. Lange Berge schnupft das Bike quasi weg. Das Fahrwerk arbeitet dabei sehr komfortabel, im kleinen Blatt zeigt es etwas Pedalrückschlag. Steigt man von den abfahrtsorientierten Konkurrenten aufs Ghost um, registriert man freilich den knapperen Federweg. Klar, dass 120 Millimeter am Heck schneller das Limit erreichen als 140. Unter dem Komfortaspekt mangelt es hier aber an nichts.


Fazit: klassisches, ausgereiftes All-Mountain-Sport-Fully mit hochwertiger Ausstattung. Innerhalb der Testgruppe sortiert sich das AMR bei den Sportlern ein.


PLUS Fünf Rahmengrößen, solide und hochwertige Ausstattung, leichter Rahmen
MINUS Schmaler Lenker, mäßig steif


Die Alternative Deore-Bremsanlage statt XT und günstigere Laufräder machen das Modell AMR LT 6 LC rund 300 Gramm schwerer, sparen aber Geld. Es kostet 2699 Euro. Der Carbon-Rahmen bleibt gleich.

  Ghost AMR LT 8 LC 2015Foto: BIKE Magazin
Ghost AMR LT 8 LC 2015
  Der Federwegsunterschied vorne zu hinten ist sichtbar. Das Heck des Ghost AMR nutzt den Federweg nicht ganz aus, spricht aber feinfühlig an.Foto: BIKE Magazin
Der Federwegsunterschied vorne zu hinten ist sichtbar. Das Heck des Ghost AMR nutzt den Federweg nicht ganz aus, spricht aber feinfühlig an.

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