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Ghost AMR Lector 7700

Christoph Listmann

 · 20.03.2013

Ghost AMR Lector 7700Foto: Georg Grieshaber

Das Ghost AMR Lector ist der Prototyp eines Touren-Bikes: verlässliche Fahreigenschaften, sensibler Hinterbau, solide Ausstattung. In schwerem Terrain erreicht das Bike aber früh seine Grenzen.

Der Zusatz Lector bezeichnet die Carbon-Modelle. Beim AMR 7700 bedeutet das: Kohlefaser-Hauptrahmen, Alu Hinterbau. Gewicht (2,6 Kilo) und Steifigkeit (75 Nm/Grad) sind besser als der Klassendurchschnitt. Für 2999 Euro erhält man eine komplette, ehrliche Shimano-XT-Gruppe und robuste, zielgruppengerecht bereifte Laufräder. Die Stärke des AMR war schon immer der sensible Hinterbau. Wer will, bändigt die Aktion mit der Trail-Position des CTD-Dämpfers. Während man den Federweg am Heck voll nutzt, bleibt die Fox- Gabel einige Millimeter schuldig. Zusammen mit der agilen, kompakten Geometrie fehlt dadurch bergab die Fahrstabilität, die einige Mitbewerber besitzen. Man erreicht früh das Limit – zumindest auf der Gardasee-Testrunde. Der kurze Radstand hat dafür im verwinkelten Singletrail einen Vorteil, hier kann man Haken schlagen. Im Mittelgebirge ist das AMR Lector in seinem Element.


Fazit: der Prototyp eines Touren-Bikes: verlässliche Fahreigenschaften, sensibler Hinterbau, solide Ausstattung. In schwerem Terrain erreicht das Bike aber früh seine Grenzen.


PLUS Solide Ausstattung, sensibles Heck, fünf Rahmengrößen
MINUS Straffe Gabel (Serienstreuung?), keine Steckachse hinten


Die Alternative
Das 29er-Pendant zum AMR Lector 7700 heißt AMR Lector 2978 (3099 Euro). Das Carbon-Fahrwerk bietet 100/110 mm Federweg und ebenfalls eine Shimano-XT-Gruppe. Beide sollen ähnlich schwer sein.

  Viel nutzbarer Federweg am Giant (126 von 130 mm genutzt) steht einer schwachen Performance am Ghost gegenüber (max. 105 von 120 mm genutzt). Einmal mehr hatten wir bei den preiswerten Fox-Testgabeln Qualitätsschwankungen.Foto: Georg Grieshaber
Viel nutzbarer Federweg am Giant (126 von 130 mm genutzt) steht einer schwachen Performance am Ghost gegenüber (max. 105 von 120 mm genutzt). Einmal mehr hatten wir bei den preiswerten Fox-Testgabeln Qualitätsschwankungen.
  Die Kennlinien bestätigen den Eindruck, dass die Gabel zu straff ist und nicht zum Hinterbau passt. Das schmälert den Komfort.Foto: BIKE Magazin
Die Kennlinien bestätigen den Eindruck, dass die Gabel zu straff ist und nicht zum Hinterbau passt. Das schmälert den Komfort.

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