EinzeltestSimplon Kuro 275 X01 2014

Stefan Frey

 · 16.07.2014

Einzeltest: Simplon Kuro 275 X01 2014Foto: Robert Niedring
Einzeltest: Simplon Kuro 275 X01 2014

Leichte Laufräder, steifer Rahmen, antriebsneutrale Kinematik, geringes Gesamtgewicht – damit glänzt das Kuro trotzt langer Federwege auf jeder Tour.

Kuro steht im Japanischen für schwarz. Das passt zum Bike. Mehr verrät der Begriff Kuro aber nicht. Weder, dass es sich hier um ein ausgefuchstes Sportgerät handelt, noch, dass wir hier auf das wohl vielseitigste Bike aus dem Hause Simplon treffen. Mit 160 Millimetern Federweg und 27,5-Zoll-Laufrädern passt das Kuro voll zum aktuellen Trend. Das 2800 Gramm leichte Carbon-Fahrwerk zeigt schöne Details: Schaltzüge, Bremsleitungen und die Sattelstützen-Ansteuerung verschwinden im wuchtigen Hauptrahmen und in den Kettenstreben und sorgen so neben dem sehr aufgeräumten Cockpit für eine saubere Optik. Eine Carbon-Klebefolie schützt das kantig gestaltete Unterrohr, und eine Kettenschutzplatte hält den Antriebsstrang im Zaum.

Verlagssonderveröffentlichung

Das Test-Bike kam in der X01-Ausstattungsvariante. Die Elfgang-Schaltung gefällt sportlichen Piloten, schränkt jedoch den (Touren-) Einsatz für weniger fitte Fahrer ein. Doch das Baukastenprinzip der Bregenzer lässt andere Ausstattungswünsche zu. Beim Klettern blitzen durchs geringe Gewicht fast schon Marathon-Gene durch. Auch bei schnellen Antritten aus Kurven vermutet man eher ein Marathon-Fully als ein Enduro-Bike – die leichten Laufräder spielen hier eine wesentliche Rolle. Der Hinterbau funktioniert erfreulich antriebsneutral und lässt so die Dämpfer-Plattform fast überflüssig werden. Rauscht man bergab, fühlt sich das Rock-Shox-Federbein etwas weniger sensibel an als die Pike-Gabel – sie stellt momentan die Referenz in der 160-mm-Liga. Weiterer Pluspunkt: Das tiefe Oberrohr gewährt enorme Beinfreiheit.


Fazit Leichte Laufräder, steifer Rahmen, antriebsneutrale Kinematik, geringes Gesamtgewicht – damit glänzt das Kuro trotzt langer Federwege auf jeder Tour.


PLUS Toller Rahmen, geringes Gewicht, vielseitige Fahreigenschaften, Ausstattung im Konfigurator wählbar
MINUS Etwas hohe Druckstufe im Dämpfer

  Simplon Kuro 275 X01 2014Foto: Georg Grieshaber
Simplon Kuro 275 X01 2014
  Die von Simplen eigens produzierte Kettenschutzplatte fürs Kuro 275 X01 hält den Antriebsstrang selbst in grobem Gelände im Zaum und schützt den Carbon-Rahmen.Foto: Georg Grieshaber
Die von Simplen eigens produzierte Kettenschutzplatte fürs Kuro 275 X01 hält den Antriebsstrang selbst in grobem Gelände im Zaum und schützt den Carbon-Rahmen.
  Simplon beherrscht die Carbon-Fertigung. Der Rahmen des Kuro 275 X01 sieht ausgefallen aus, zeigt clevere Details und ein geringes Gewicht.Foto: Georg Grieshaber
Simplon beherrscht die Carbon-Fertigung. Der Rahmen des Kuro 275 X01 sieht ausgefallen aus, zeigt clevere Details und ein geringes Gewicht.
  Bergab kann das Rock-Shox-Federbein des Simplen Kuro nicht ganz mit der Feinfühligkeit der Pike-Gabel mithalten und hinterlässt einen eher straffen, sportlichen Eindruck. Viel Reserven!Foto: BIKE Magazin
Bergab kann das Rock-Shox-Federbein des Simplen Kuro nicht ganz mit der Feinfühligkeit der Pike-Gabel mithalten und hinterlässt einen eher straffen, sportlichen Eindruck. Viel Reserven!

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