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Einzeltest: Fusion Raid SL

Markus Greber

 · 12.10.2005

Einzeltest: Fusion Raid SLFoto: Unbekannt

MODELLPFLEGE: Geometrie- und Kinematikveränderungen sollen die Allround-Eigenschaften des „Raid“ verbessern.

Eigentlich müsste Fusion-Konstrukteur Bodo Probst arbeitslos sein. Vom Cross-Country-Racer „Floyd“ bis zum Freerider „Whiplash“ – jedes Bike aus der 2005er Flotte sahnte im Bike-Test Bestnoten ab. Und doch nahm Fusion einige Veränderungen an den Chassis vor: Im Falle des „Raid“ ist das zunächst eine leicht veränderte Geometrie. Um das Bike steigfähiger zu machen, wurde der Lenkwinkel flacher und der Sitzwinkel steiler. Die Korrekturen kompensierte man dann mit einem leicht verlängerten Oberrohr. Auch an der „Float-Link“-Kinematik wurde im Hause Fusion geschraubt: Die Kinematik wurde etwas degressiver, damit man mit den empfohlenen Luftdämpfern den Federweg noch besser nutzen kann. Damit sind Stahlfederdämpfer, die in diesem Jahr bei einigen Modellen des „Raid“ noch serienmäßig verbaut wurden, nun passé.

Der Effekt: Die Geometrie- und Kinematikunterschiede spürten wir in der Praxis schlichtweg nicht. Dazu müsste man die Bikes mit identischen Komponenten gegeneinander fahren. Allein die Gabel, eine neue „Revelation“ von RockShox, macht die beiden Generationen nicht mehr vergleichbar.

So gibt es am neuen, wie auch am alten „Raid“ kaum etwas auszusetzen. Die Sitzposition ist in allen Fahrzuständen sehr ausgewogen und das Handling – typisch für ein Fusion-Bike – quirlig aber stets kontrollierbar. Als Fahrwerk hat sich Probst für Rock- Shox entschieden. Der Neue „Pearl“-Luftdämpfer und die „Revelation“-Gabel sprechen weich an und passen in ihrer Charakteristik sehr gut zueinander. Satte 130 Millimeter vorne und hinten stören beim Bergauf-Fahren kaum durch nervendes Wippen. Aber vor allem ist man damit bergab auch für wirklich ruppiges Terrain gewappnet. Nur eine Option hätten wir uns zusätzlich gewünscht: die Versenkbarkeit der Gabel. Denn zusammen mit dem hoch aufgebauten Cockpit steigt das „Raid“ etwas früh. Doch dieser Wunsch kann jederzeit in Erfüllung gehen: Das „Raid“ gibt es im Baukastensystem.


FAZIT:
Die Änderungen am „Raid“ sind marginal. Auch die neue Generation ist rundrum durchdacht – ein echter Allrounder, der sich wirklich überall wohl fühlt.

  Marginale Veränderungen: Die Geometrie des neuen „Raid“ ist uphill-tauglicher.Foto: Unbekannt
Marginale Veränderungen: Die Geometrie des neuen „Raid“ ist uphill-tauglicher.
Foto: Unbekannt

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