E-Bike TestsiegerDie 8 besten E-Mountainbikes des Jahres 2022

Josh Welz

 · 13.12.2022

Wir zeigen die E-Bike Testsieger: Diese acht E-Mountainbikes haben uns bei Vergleichstests überzeugt!
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Hier kommen die 8 besten E-Mountainbikes der Modelljahre 2022/2023 im Überblick. Wer sich in den EMTB-Tests gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, hat sich den Titel E-Bike Testsieger auch redlich verdient. Denn im direkten Vergleich mit den Mitbewerbern kann man sich keine Schwächen leisten.

Den EMTB-Testsieg kann man sich nicht kaufen. Nur die besten E-Mountainbikes, die sowohl im Testlabor als auch bei den Fahreigenschaften auf dem Trail und im Gelände überzeugen, dürften sich E-Bike Testsieger nennen. Diese erstklassige Bewertung zeigt, dass die Produktmanager dieser Marken bei diesen E-MTB-Modellen sehr viel richtig gemacht haben und das Gesamtpaket stimmt. Wir stellen die acht Testsieger-Bikes aus dem Modelljahr 2022/2023 unten ausführlich vor und gehen auf die E-Bikes und deren Stärken genauer ein. Hier geht es direkt zu den einzelnen E-Bike Modellen:

Verlagssonderveröffentlichung

E-Bike Testsieger 2022: Stevens E-Inception AM 6.6.1

Günstiges Paket: Das E-Inception AM 6.6.1 gibt es bei Stevens schon für 4599 Euro.
Foto: Max Fuchs

Starker Allrounder für kleinen Preis

Komfort oder Performance? Bei Stevens fällt die Entscheidung mit dem Rahmenmaterial. Während das E-Inception GTF mit Carbon-Rahmen für höhere Geschwindigkeiten bergab ausgelegt ist, setzt Stevens beim E-Inception AM 6.6.1 preisbewusst auf einen Alu-Rahmen. Außerdem ist die Geometrie komfortorientierter ausgelegt als beim sportlicheren Bruder. Natürlich drückt das günstigere Rahmenmaterial aufs Gewicht: Die Waage bleibt erst bei 26,4 Kilo stehen. Trotzdem hat uns das Stevens mit seinen guten Klettereigenschaften überzeugt: Stoisch kraxelt das Stevens E-Inception AM auch in passiver Sitzposition steile Anstiege hinauf. Der Ergon-Sattel bietet eine exzellente Abstützung nach hinten, der sensible Hinterbau sackt an Stufen nicht weg, der Bosch E-Bike-Motor schiebt kräftig und kontrollierbar.

Und auch auf fiesen Abfahrten kann das E-Inception punkten. Das Fahrwerk bietet reichlich Reserven, die man dank der Reifen mit pannensicherer Super-Trail-Karkasse auch ausreizen kann. Damit geht das Stevens E-Inception im Einsatzbereich deutlich über die Touren-Kategorie hinaus und bietet die Fahrsicherheit eines All Mountain Bikes. Zu Recht eines unserer Testsieger E-Bikes. Lediglich bei geringer Geschwindigkeit und in sehr engen Kurven bremst das hohe Gewicht Agilität und Fahrspaß ein.

Fakten zum Stevens E-Inception AM 6.6.1

  • Preis: 4599 Euro
  • Gewicht: 26,4 kg
  • Federweg: 150/150 mm
  • Motor: Bosch Perf. CX, 85 Nm
  • Akku: Bosch Powertube, 625 Wh
  • Zul. Gesamtgewicht: 140 kg
  • Schaltung: Shimano Deore (12-fach)
  • Gabel: Rockshox 35 Silver TK
  • Laufräder: Shimano MT410-Naben; Oxygen RM-E35-Felgen

Bei Preis-Leistung im Test am besten: Cube Stereo Hybrid 140 TM

Cube Stereo Hybrid 140 TM: Neues Bosch Smart System, 750er Powertube-Akku, hochwertiges Fahrwerk: In Sachen Ausstattung beißen sich selbst viele Direktversender an Cube die Zähne aus.Foto: Adrian Kaether
Cube Stereo Hybrid 140 TM: Neues Bosch Smart System, 750er Powertube-Akku, hochwertiges Fahrwerk: In Sachen Ausstattung beißen sich selbst viele Direktversender an Cube die Zähne aus.

Das Cube Stereo Hybrid 140 zeigte im EMTB-Test, dass es zu Recht zu den beliebtesten E-MTB-Fullys am Markt gehört. Die Stärke des E-Bikes liegt dabei in seiner Ausgewogenheit. Und das fällt schon beim ersten Aufsitzen auf: Mit der hohen Front werden auch komfortorientierte Biker auf langen Touren glücklich. Die Federung arbeitet komfortabel und bleibt auch beim Pedalieren voll aktiv. Das bedeutet eine Menge Traktion in schwierigen Anstiegen. Hier klettert das Cube Stereo unkompliziert und ausgewogen. Erst in sehr steilen Anstiegen muss man das Gewicht aktiv über den Lenker bringen, damit das Vorderrad am Boden bleibt.

Trotz solider Enduro-Reifen ist das Laufradgewicht gering – dank guter Newmen-Laufräder. Top!Foto: Adrian Kaether
Trotz solider Enduro-Reifen ist das Laufradgewicht gering – dank guter Newmen-Laufräder. Top!

In verblocktem Gelände und an steilen Stufen kann es hier und da Kurbelaufsetzer geben - das Tretlager sitzt recht tief am Cube. Auf Trails und Abfahrten zeigt sich das Cube Stereo Hybrid 140 TM in unseren Tests sehr gutmütig, ohne dabei langweilig oder träge zu wirken. Die Geometrie trifft einen guten Mix aus sportlich und gemäßigt, wendig und laufruhig. So fühlen sich Biker aus unterschiedlichen Könnensklassen auf dem Cube E-MTB wohl. Und in rutschigem Gelände trumpfen die extrem griffigen Reifen auf. Besonders beeindruckt hat uns das Cube Stereo Hybrid 140 TM mit seiner feudalen Ausstattung - da können bei Cube, Deutschlands größtem Bike-Hersteller, selbst Direktversender schwer mithalten. Hochwertige Laufräder, top Bremsen, gutes Fahrwerk: Da stimmt alles bei unserem E-Bike Testsieger zum fairen Preis, dem Cube Stereo Hybrid 140.

Lob von allen Seiten gab es für die starken Magura-MT7-Bremsen. Viel Power bei guter Dosierbarkeit – das kam bei Camp-Teilnehmern wie Profitestern gut an.Foto: Adrian Kaether
Lob von allen Seiten gab es für die starken Magura-MT7-Bremsen. Viel Power bei guter Dosierbarkeit – das kam bei Camp-Teilnehmern wie Profitestern gut an.

Fakten zum Cube Stereo Hybrid 140 TM

  • Preis: 5399 Euro
  • Gewicht: 24,9 kg
  • Federweg: 150/140 mm
  • Motor: Bosch Perf. CX, Smart-System, 85 Nm
  • Akku: Bosch Powertube, 750 Wh
  • Zul. Gesamtgewicht: 135 kg
  • Schaltung: Sram GX Eagle (12-fach)
  • Gabel: Fox 36 Performance
  • Laufräder: Newmen Performance 30

Der Easy-Rider unter den EMTB-Testsiegern: Scott Patron eRide 920

Integration und Design machen die USP des Scott Patron eRide aus.
Foto: Max Fuchs

Mit knapp 27 Kilo ist das Scott Patron eRide 920 ein Schwergewicht in der All-Mountain-Liga. Hauptursache: der dicke Powertube-Akku und die integrierte Rahmenkonstruktion. In der Fahrpraxis sammelt das Scott E-MTB dann aber trotz der recht einfachen Ausstattung im EMTB-Test ordentlich Punkte. Es klettert erstklassig, die Front steigt, trotz hohem Cockpit, auch ohne Lockout spät, und das Bike bleibt durch enge Kurven und über Stufen leicht zu beherrschen. Nur der unbequeme Sattel stört. Biegt man beim Test dann in den Downhill ein, schlägt sich das Scott Patron eRide ebenfalls besser, als man aufgrund des Gewichts vermuten könnte. Willig lässt es sich durch Kurven dirigieren, Hinterbau und Gabel federn betont komfortabel.

Sportliche Piloten, die aufgrund des üppigen Federwegs Enduro-Qualitäten erwarten, sind aber nicht die passende Klientel. Für sie scheint das E-Bike mit den breiten und etwas undefinierten 2,6-Zoll-Reifen aber ohnehin nicht ausgelegt. Stattdessen glänzt das Scott Patron eRide mit komfortabler Sitzposition, das Fahrverhalten ist sowohl in der Ebene als auch am Berg eines der unkompliziertesten, das wir im EMTB-Test je erlebt haben. Ein starkes E-Fully für Touren-Fahrer, die mehr Wert auf Bergerlebnis und sicheres Ankommen als auf Sprünge und Bestzeiten bergab legen. Deshalb hat es sich seinen Platz unter den acht E-Bike Testsiegern 2022/2023 mehr als verdient.

Fakten zum Scott Patron eRide 920

  • Preis: 6299 Euro
  • Gewicht: 26,8 Kg
  • Federweg: 160/160 mm
  • Motor: Motor: Bosch Perf. CX, Smart-System, 85 Nm
  • Akku: Bosch Powertube, 750 Wh
  • Zul. Gesamtgewicht: 128 kg
  • Schaltung: Shimano Deore XT (12-fach)
  • Gabel: Rock Shox Domain
  • Laufräder: Shimano MT410-Naben; Syncros MD30-Felgen

Trailjäger und echter E-Bike Testsieger: E-Trailbike Scor 4060 Z ST XT

Sportliche Talente: Die junge Schweizer Marke Scor legt den Fokus voll auf Trail-Spaß.Foto: Georg Grieshaber
Sportliche Talente: Die junge Schweizer Marke Scor legt den Fokus voll auf Trail-Spaß.

Achtung Spaßgarantie! Die junge Schweizer Marke Scor legt den Fokus voll auf Trail-Spaß, Abfahrtsqualität und gutes Handling. Und das ist den Entwicklern mit dem E-Bike Scor 4060 Z ST absolut gelungen: unser EMTB-Test-Liebling in puncto Trail. Abgesehen von der Light E-Bike-Klasse hatten wir 2022 nur wenige E-Bikes im Test, die sich so handlich, wendig und spaßig auf dem Trail fuhren wie das Scor. Es lässt sich leicht aufs Hinterrad bewegen und flink um Kurven manövrieren. Ein echtes E-Trailbike! Mit seinen 140 Millimetern Hub am Heck fühlt es sich etwas straffer und direkter an als manch anderer Kandidat. Doch wer dem Scor 4060 ordentlich die Sporen gibt, wird auch im Enduro-Gelände mit viel Fahrsicherheit belohnt. Die hervorragende Heckfederung arbeitet sehr definiert und pariert auch grobe Schläge souverän. An der Front komplettiert die starke Fox 38 Factory das erstklassige Fahrwerk, und die robuste Bereifung gibt zusätzlich Sicherheit.

Scor 4060 Z ST XT: Der kurze 35-mm-Vorbau führt dazu, dass sich das 4060 Z kompakt anfühlt – trotz langen Reachs.
Foto: Georg Grieshaber

Mit entscheidend für das top Handling ist auch das geringe Gewicht. Die Schweizer schaffen es, trotz massiver Gabel, stabiler Reifen, günstiger Laufräder und 726er-Batterie auf 22,6 Kilo. Ein starker Wert! Ein paar Pünktchen im Test abziehen mussten wir in der Uphill-Wertung des Scor 4060. Die kurzen Kettenstreben und die kompakte Sitzposition lassen das Vorderrad recht früh steigen. Bei der Ausstattung verzichten die Schweizer auf Glanz und Glamour. Trotz der Uphill-Abzüge zählt das Scor E-Mountainbike zu den E-Bike Testsiegern 2022!

Fakten zum Scor 4060 Z ST XT

  • Preis: 8299 Euro
  • Gewicht: 22,6 Kg
  • Federweg: 150/140 mm
  • Motor: Motor: Shimano EP8, 85 Nm
  • Akku: Darfon, 726 Wh
  • Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
  • Schaltung: Shimano Deore XT (12-fach)
  • Gabel: Fox 38 Factory
  • Laufräder: DT Swiss H1900 Spline 30

E-Bike Testsieger 2022: Canyon Spectral:On CF7

Tolle Fahreigenschaften gepaart mit Mega-Reichweite: Hier setzt Canyon mit dem Spectral:On die Benchmark.Foto: Adrian Kaether
Tolle Fahreigenschaften gepaart mit Mega-Reichweite: Hier setzt Canyon mit dem Spectral:On die Benchmark.

Größter Akku, mit Abstand beste Reichweite – und trotzdem das leichteste Bike im Test. Der Versender Canyon schafft mit seinem neuen Spectral:On CF einen Spagat, der lange Zeit unmöglich schien. Kernstück des Kunstgriffes ist ein hochwertiger Carbon-Rahmen und ein eigens entwickelter Akku. Doch nicht nur Gewicht und Reichweite können überzeugen. Im EMTB-Praxistest entpuppt sich das All Mountain E-Bike als super handlicher, spaßiger Trail-Räuber – und das mit 900-Wattstunden-Riesen-Akku! Das zauberte ein breites Grinsen auf die Gesichter aller EMTB-Testfahrer. Mit langem Reach und hoher Front gehört das E-Bike zu den geräumigeren Kandidaten.

Clean: Die Kabel für Hinterbremse und Schaltung verschwinden im Steuersatz.
Foto: Adrian Kaether

Besonders brillieren kann das Canyon Spectral:On im Touren- und Trail-Einsatz. In sehr steilen Trail-Anstiegen erfordert das E-Spectral durch seine kurzen Kettenstreben eine etwas aktivere Fahrweise. Die Kontrolle ist dabei aber exzellent, denn dank steilem Sitzwinkel ist der Fahrer weit vorne positioniert, und das Fahrwerk arbeitet sehr aktiv. Das niedrige Tretlager erzeugte in verblockten Anstiegen allerdings einige Kurbelaufsetzer. Auch in der Disziplin Abfahrt bleibt das Canyon E-Fully dank langem Reach und gutem souverän. Ein stoischer Downhill-Bolide ist das Canyon in unserem EMTB-Test aber nicht. Trotzdem gehört das Canyon E-Bike zu den besten E-Mountainbikes 2022/2023! Gut: Wer keine 900 Wattstunden braucht, greift zum 720er-Akku und spart 300 Euro sowie 900 Gramm Gewicht.

Fakten zum Canyon Spectral:On CF7

  • Preis: 5499 Euro
  • Gewicht: 23,7 kg
  • Federweg: 150/155 mm
  • Motor: Shimano EP8, 85 Nm
  • Akku: Canyon, 900 Wh
  • Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
  • Schaltung: Shimano Deore XT (12-fach)
  • Gabel: Rockshox Lyrik Select
  • Laufräder: Shimano MT400/510-Naben; Raceface AR30-Felgen

Leichtgewicht E-Bike Testsieger: Bulls Sonic Evo EN-SL 2 Carbon

Bulls Sonic EVO EN-SL 2 Carbon: Leichtgewicht mit 22,1 kg – trotz 750er-Akku!
Foto: Adrian Vesenbeckh

Bei seiner SL-Serie hat Bulls alles dem Gewicht untergeordnet. Nicht vom Sparzwang betroffen ist jedoch die Akku-Größe. Satte 750 Wattstunden treiben den Shimano EP8-Motor im Bulls Sonic EVO EN-SL 2 Carbon an. Trotzdem bleibt die Waage bei 22,1 Kilo stehen – das sind satte drei Kilo weniger als die meisten Konkurrenten in der All-Mountain-Liga! Möglich macht das beeindruckende Gewicht der superleichte Vollcarbonrahmen des Bulls Sonic EVO, ein Akku mit starkem Kapazität-Gewichts-Verhältnis und eine Akku-Halterung, bei der geringes Gewicht über geschmeidiges Handling gestellt wurde. Die werkzeuglose Entnahme läuft etwas hakelig, und leider knarzt und klappert die Batterie.

Doch auf dem Trail und bei der Testbewertung zahlt sich die Grammfuchserei voll aus. Was Spritzigkeit und leichtfüßiges Handling angeht, fährt das Bulls Sonic EVO EN-SL in einer eigenen Liga. Zielstrebig und präzise nimmt es die avisierte Linie und wuselt von einer Kurve in die nächste. Zudem lässt es sich leicht in die Luft bewegen und aufs Hinterrad ziehen. Wenn Stein- und Wurzelfelder den Trail säumen, ist der geringere Hub und die zahmere Geometrie spürbar. Hier zeigt es nicht ganz den satten Enduro-Charakter, den wir von manch anderem E-Enduro gewohnt sind. Im Uphill kann man dem Bulls Sonic EVO gar nichts vorwerfen. Mit zentraler Sitzposition behält man immer die Kontrolle und steuert präzise, das Vorderrad steigt spät, und die Traktion ist top. Für 6999 Euro schmückt das Bulls eine top Ausstattung. Und jetzt eine EMTB-Test-Krone als E-Bike Testsieger 2022/2023.

Fakten zum Bulls EN-SL 2 Carbon

  • Preis: 6999 Euro
  • Gewicht: 22,1 kg
  • Federweg: 160/150 mm
  • Motor: Shimano EP8, 85 Nm
  • Akku: Sonic V10, 750 Wh
  • Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
  • Schaltung: Shimano Deore XT (12-fach)
  • Gabel: Rockshox Lyrik Ultimate
  • Laufräder: DT Swiss H 1900 Spline Hybrid

Enduro E-Bike Testsieger: Rocky Mountain Altitude A50 Powerplay

Rocky Mountain Altitude A50 Powerplay.
Foto: Adrian Vesenbeckh

Rocky Mountain Altitude A50 Powerplay überzeugt im EMTB-Test mit seiner Kraft

Shimano, Bosch oder Yamaha? Nein, Rocky Mountain setzt auf seinen ganz eigenen Antrieb: den Dyname 4.0. Mit diesem Motor konnte man die Geometrie fast eins zu eins vom unmotorisierten Enduro Altitude übernehmen. Weitere Besonderheit: der hohe Drehpunkt der Hinterbaukonstruktion. Im Downhill- und Enduro-Rennsport liegt dieser High Pivot voll im Trend, am E-MTB ist er bisher die absolute Ausnahme. Fakt ist: Das Fahrwerk arbeitet erstklassig. Der Hinterbau vereint sensibles Ansprechen, sattes Schluckvermögen und poppigen Gegenhalt par Excellence. Und das trotz des recht günstigen Dämpfers. Auch die Geometrie trifft den Sweetspot. Massig Laufruhe, extreme Kurvenfreude, verspielter Charakter – damit fährt das Rocky Mountain Altitude A50 in unserem Test auf anspruchsvollen Trails in einer eigenen Liga.

Hinter dem hohen Cockpit steht der Pilot tief integriert, das gibt viel Sicherheit. Und das Beste: Man muss kein brillanter Enduro-Racer sein, um auf diesem E-Bike Spaß zu haben. Die recht üppigen 25 Kilo des Rocky Mountain Altitude fallen erstaunlich wenig auf. Gibt es Schwächen? In extremen Uphills will das Bike aktiv gefahren werden. Mit den sehr kurzen Kettenstreben verliert das Vorderrad sonst früh die Führung, was durch den forschen Motorschub noch unterstützt wird. Wer die Kettenstreben in der langen Einstellung fährt, bekommt hier weniger Probleme. Der Motor ist bärenstark, setzt seine volle Power aber erst bei beherztem Fahrer-Input frei. Trotz günstiger Komponenten starke Fahrleistung!

Fakten zum Rocky Mountain Altitude A50 Powerplay

  • Preis: 6900 Euro
  • Gewicht: 25,1 kg
  • Federweg: 170/160 mm
  • Motor: Dyname 4.0, 108 Nm
  • Akku: Rocky Mountain, 720 Wh
  • Zul. Gesamtgewicht: 150 kg
  • Schaltung: Shimano SLX/XT (12-fach)
  • Gabel: Rockshox ZEB Select
  • Laufräder: Shimano SLX-Naben, WTB ST i30 TCS 2.0-Felgen

E-Bike Testsieger leichte E-Enduros: Forestal Siryon

100 Prozent Enduro-Feeling: das Forestal Siryon.
Foto: Max Fuchs

Die junge Firma Forestal aus Andorra ist sehr selbstbewusst unterwegs: edler Internetauftritt, sensationelle Versprechungen – umso gespannter waren wir auf deren erstes E-MTB, das Light-Enduro Siryon. Wie leicht, leise und effizient würde der Bafang-Motor wirklich sein? Wie ausgeklügelt die hauseigene Software im Riesen-Display am Oberrohr? Und wie gut die Fahrleistungen des Virtual-Pivot-Hinterbaues mit markant hoher Kettenstrebe? Kurz und knapp: Beim Fahrwerk und der Geometrie haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet! Das Forestal Siryon ist für uns der Inbegriff eines guten, ausgewogenen E-Enduros: handlich und trotzdem sicher bergab, der Hinterbau ist schluckfreudig, mit guter Endprogression. Kein Mini-Downhiller, der träge um Ecken schiebt und nur in der Falllinie Spaß macht, sondern ein E-Bike, das sich leicht durch wechselnde Kehren werfen lässt und dabei bei Highspeed trotzdem satt auf dem Trail liegt. Außerdem ist das Forestal in der Abfahrt absolut leise. Besser geht es kaum - sagen die Tester! Besser ginge aber der Antrieb: Die Software braucht sehr lange, bis sie hochgefahren ist, und viele Features funktionieren noch nicht. Der Motor ist kräftig, aber etwas ungehobelt, recht laut und saugt so viel Energie aus dem Akku, dass nach einer guten halben Stunde Vollgas das Licht ausgeht. Trotzdem: E-Bike Testsieger bei den leichten E-Mountainbikes der Enduro-Klasse und eine Spaßmaschine für Trail-Enthusiasten.

Fakten zum Forestal Siryon

  • Preis: 11.799 Euro
  • Gewicht: 18,8 kg
  • Federweg: 170/170 mm
  • Motor: Forestal Neo Drive, 60 Nm
  • Akku: Bafang, 360 Wh
  • Zul. Gesamtgewicht: 138,8 kg
  • Schaltung: Sram X01 (12-fach)
  • Gabel: Rockshox Lyrik Ultimate RC2
  • Laufräder: Crankbrothers Synthesis Carbon E7

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