All MountainDauertest: Trek Rumblefish Pro

Wolfgang Watzke

 · 04.12.2013

Dauertest: Trek Rumblefish ProFoto: Wolfgang Watzke

2012 staubte Treks 29er-All-Mountain den Testsieg ab. Wie haltbar der ist, zeigt das Rumblefish im Dauerbeschuss.


Dauertest-Leistung: 2.860 km | 37.200 hm

Die leidenschaftlich geführte Diskussion über Laufradgrößen war in meinem Fall eine kurze: Ich wusste bereits nach dem ersten Kontakt mit den großen Rädern, dass mein nächstes Bike ein 29er sein soll. Treks Rumblefish Pro ist nicht üppig, aber sinnig ausgestattet. Einzig eine verstellbare Sattelstütze hat mir gefehlt. Das Cockpit passte ich mit einem kürzeren Vorbau und breiterem Lenker an meinen Geschmack an. Das abgeänderte Cockpit perfektioniert die sehr gefällige Geometrie des Rumblefish.

Die zentrale Sitzposition, die niedrige Front und der niedrige Schwerpunkt sorgen für ein homogenes und direktes Handling auf dem Trail. Die Fox-32-Gabel mit Treks DRCV-Anpassung arbeitet für 120 Millimeter erstaunlich potent. Die Gabel schluckt feinfühlig alle Schläge, die hervorragend arbeitende Druckstufe sorgt auch bei gröberer Gangart für Souveränität an der Front. Das Heck spricht etwas weniger sensibel auf kleine Schläge an als die Forke. Insgesamt arbeitet das DRCV-Fahrwerk aber sehr stimmig und für 120 Millimeter extrem schluckfreudig. Mit über 13 Kilo ist das Rad kein Leichtgewicht.

Nach der Test-Halbzeit tauschte ich die stabilen, aber schweren Serienlaufräder gegen den leichteren E13-TRS+Satz. Durch diese Tuning-Maßnahme gewann das Bike an Agilität. Das Rumblefish begleitete mich privat und bei meinen Jobs als BIKE-Fotograf auf Touren in ganz Europa. Bei vielen Foto-Einsätzen legte ich die Höhenmeter mit dem Lift zurück. So wurde das Bike viel bergab bewegt und wenig geschont. Einzig der Dämpfer musste sich gegen Testende geschlagen geben und getauscht werden.


Funktionalität ******
Haltbarkeit *****
(max. 6 Sterne)


Fazit: zuverlässiges All Mountain mit breitem Einsatzgebiet: Für reine Bergaufradler ist das Rumblefish zu schwer. Wer ein komplettes Bike für spaßerfüllte Touren sucht, ist mit dem Allrounder sehr gut beraten.


Tuning


100 km – Vario-stütze: Rock Shox Reverb 125 eingebaut
• 200 km – Cockpit neu: Vorbau/Lenker getauscht: 70 mm Ritchey Comp/Syntace Vector Carbon 740 mm
• 1050 km – Laufräder: Die leichteren TRS+Laufräder von E13 eingebaut


Defekte


1400 km – Bremsbeläge: Bremsbeläge runter: hinten und vorne neue Beläge montiert
• 2700 km – Dämpfer undicht: Dämpfer verliert Luft und wurde von Trek innerhalb der Garantie ausgetauscht.

  So muss ein Fahrwerk arbeiten: Treks DRCV-Dämpfer fühlt sich sogar nach mehr als 120 Millimetern Hub an.Foto: Wolfgang Watzke
So muss ein Fahrwerk arbeiten: Treks DRCV-Dämpfer fühlt sich sogar nach mehr als 120 Millimetern Hub an.
  Einziges Manko: Die Vario-Stütze fehlt. Unser Tester rüstete zügig eine Rock Shox Reverb nach.Foto: Wolfgang Watzke
Einziges Manko: Die Vario-Stütze fehlt. Unser Tester rüstete zügig eine Rock Shox Reverb nach.
  Rider: Wolfgang Watzke (35), BIKE-Fotograf; Fährt Bike seit 1989; Gewicht/Größe 78 kg/1,85 m; Fahrertyp Enduro; Lieblingsrevier LatschFoto: Wolfgang Watzke
Rider: Wolfgang Watzke (35), BIKE-Fotograf; Fährt Bike seit 1989; Gewicht/Größe 78 kg/1,85 m; Fahrertyp Enduro; Lieblingsrevier Latsch

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