All Mountain

Das Liteville 301 als Gebraucht-Bike

Peter Nilges

 · 21.10.2014

Das Liteville 301 als Gebraucht-BikeFoto: Daniel Simon

Manche Klassiker-Bikes sind schon lange auf dem Markt. Wir zeigen deren Weg und geben Tipps für den Gebrauchtkauf. Diesmal: Das Liteville 301.

Bietet eine hohe Qualität, ist sehr zuverlässig und besitzt eine lange Lebensdauer. Wenn es um diese Attribute geht, führt kein Weg am Liteville 301 vorbei. Bereits seit Jahren setzt sich die Marke aus dem Allgäu bei der BIKE-Leserwahl in diesen Disziplinen souverän auf Platz eins. Zudem bescheinigten die Leser der Marke in den vergangenen Jahren immer einen sehr hohen Innovationsgrad (Leserumfrage 2013: Platz zwei im Ranking der Bike-Marken).

Das Liteville 301 und seine elf Entwicklungsstufen

Die meist eloxierten oder unbehandelten (Works Finish) Liteville-Rahmen sind mittlerweile eine Institution und haben eine eingeschworene Fan-Gemeinde. Auch wenn man beim 301, dem ersten MTB-Modell der Syntace-Macher, über Jahre hinweg in ein vertrautes Gesicht schaut, hat sich im Laufe der elf Entwicklungsstufen einiges getan. Das unveränderte, klassische Design in Aluminium gepaart mit einem unermüdlichen Drang nach besseren Detaillösungen kennzeichnet die Evolution des 301. Im Laufe von fast zehn Jahren wurde nur das optimiert, was auch die Funktion verbessert und teils neue Standards definierte. Ein alljährliches, optisches Umkrempeln unter dem Trend-Diktat der schnelllebigen Branche entfällt. Genau diese Maxime merkt man dem 301 als schonend gereiftes und ausentwickeltes All Mountain/Enduro an.

  2005 kam das erste 301 mit 115 Millimetern Federweg auf den Markt und war für 100-130er-Gabeln ausgelegt. Das Rahmen-Set kostet 1690 Euro. Am Design wurde bis heute festgehalten.Foto: Hersteller
2005 kam das erste 301 mit 115 Millimetern Federweg auf den Markt und war für 100-130er-Gabeln ausgelegt. Das Rahmen-Set kostet 1690 Euro. Am Design wurde bis heute festgehalten.

Vom MK1 zum abfahrtsstarken Enduro MK11

Den ersten, größeren Schritt nach dem Ursprungsmodell MK1 mit 115 Millimetern Federweg brachte die vierte Entwicklungsstufe mit auf 130 Millimeter wachsendem Federweg. Schnell wurde aus dem Marathon/Sport-Tourer mit der entsprechend längeren Gabel (bis 160 Millimeter freigegeben) ein robustes All Mountain. Der nächste, große Evolutionssprung auf Enduro-Federwege erfolgte mit dem MK8. Mit Gleitlagern im Oberrohr verfügt der äußerst vielseitige Rahmen über viele, innovative Details wie Steckachse, integrierte Kettenführung und drei Hinterradfederwege. Das MK10, das bis dato abfahrtsstärkste 301, brachte die Anpassung der Laufradgröße an die Fahrergröße. Auch das aktuelle MK11 erprobte sich im BIKE-Dauertest. Zehn Jahre Garantie, nicht nur für den Erstbesitzer, sichern zusätzlich ab.

2005 kam das erste Liteville 301 mit 115 Millimetern Federweg auf den Markt und war für 100-130er-Gabeln ausgelegt. Das Rahmen-Set kostete 1690 Euro. Am Design wurde bis heute festgehalten.Foto: Hersteller
2005 kam das erste Liteville 301 mit 115 Millimetern Federweg auf den Markt und war für 100-130er-Gabeln ausgelegt. Das Rahmen-Set kostete 1690 Euro. Am Design wurde bis heute festgehalten.
Haltbar und zuverlässig sind alle 301er, unabhängig vom Baujahr. Wer mehr Federweg und Federwegs­optionen sucht, sollte ab 2010, also MK8 schauen. Die beste Hinterbaufunktion gibt es ab MK10.Foto: Daniel Simon
Haltbar und zuverlässig sind alle 301er, unabhängig vom Baujahr. Wer mehr Federweg und Federwegs­optionen sucht, sollte ab 2010, also MK8 schauen. Die beste Hinterbaufunktion gibt es ab MK10.
Der 301-Rahmen verfügt über viele, innovative Details wie Steckachse, integrierte Kettenführung und drei Hinterradfederwege.Foto: Daniel Simon
Der 301-Rahmen verfügt über viele, innovative Details wie Steckachse, integrierte Kettenführung und drei Hinterradfederwege.
Liteville 301 MK4 von 2007: Mit der MK4-Baureihe wuchs der Federweg auf 130 Millimeter. Gleichzeitig wurde statt dem Nadel- ein Gleitlager im Oberrohr verwendet, um den Hinterbau eine höhere Losbrechkraft zu verleihen.Foto: Hersteller
Liteville 301 MK4 von 2007: Mit der MK4-Baureihe wuchs der Federweg auf 130 Millimeter. Gleichzeitig wurde statt dem Nadel- ein Gleitlager im Oberrohr verwendet, um den Hinterbau eine höhere Losbrechkraft zu verleihen.
Liteville 301 MK8 von 2010: Durch die Wippenoption mit 120, 140 oder 160 Millimetern erweiterte die achte Evolutions­stufe den Horizont des 301 am stärksten. Ebenfalls anders: Rohrsatz und Details wie eine integrierte Kettenführung.Foto: Hersteller
Liteville 301 MK8 von 2010: Durch die Wippenoption mit 120, 140 oder 160 Millimetern erweiterte die achte Evolutions­stufe den Horizont des 301 am stärksten. Ebenfalls anders: Rohrsatz und Details wie eine integrierte Kettenführung.
2005 kam das erste Liteville 301 mit 115 Millimetern Federweg auf den Markt und war für 100-130er-Gabeln ausgelegt. Das Rahmen-Set kostete 1690 Euro. Am Design wurde bis heute festgehalten.Foto: Hersteller
2005 kam das erste Liteville 301 mit 115 Millimetern Federweg auf den Markt und war für 100-130er-Gabeln ausgelegt. Das Rahmen-Set kostete 1690 Euro. Am Design wurde bis heute festgehalten.
Haltbar und zuverlässig sind alle 301er, unabhängig vom Baujahr. Wer mehr Federweg und Federwegs­optionen sucht, sollte ab 2010, also MK8 schauen. Die beste Hinterbaufunktion gibt es ab MK10.Foto: Daniel Simon
Haltbar und zuverlässig sind alle 301er, unabhängig vom Baujahr. Wer mehr Federweg und Federwegs­optionen sucht, sollte ab 2010, also MK8 schauen. Die beste Hinterbaufunktion gibt es ab MK10.
Haltbar und zuverlässig sind alle 301er, unabhängig vom Baujahr. Wer mehr Federweg und Federwegs­optionen sucht, sollte ab 2010, also MK8 schauen. Die beste Hinterbaufunktion gibt es ab MK10.
Der 301-Rahmen verfügt über viele, innovative Details wie Steckachse, integrierte Kettenführung und drei Hinterradfederwege.
Liteville 301 MK4 von 2007: Mit der MK4-Baureihe wuchs der Federweg auf 130 Millimeter. Gleichzeitig wurde statt dem Nadel- ein Gleitlager im Oberrohr verwendet, um den Hinterbau eine höhere Losbrechkraft zu verleihen.
Liteville 301 MK8 von 2010: Durch die Wippenoption mit 120, 140 oder 160 Millimetern erweiterte die achte Evolutions­stufe den Horizont des 301 am stärksten. Ebenfalls anders: Rohrsatz und Details wie eine integrierte Kettenführung.
2005 kam das erste Liteville 301 mit 115 Millimetern Federweg auf den Markt und war für 100-130er-Gabeln ausgelegt. Das Rahmen-Set kostete 1690 Euro. Am Design wurde bis heute festgehalten.

Liteville 301 MK10-Rahmen: Gebraucht ab 1500 Euro

Ab dem 301 MK10 wurde der Hinterbau auf Fox-Dämpfer optimiert. Zusätzlich wich das Gleitlager im Oberrohr zwei Nadel­lagern, wodurch der Hinterbau sensibler arbeitete. Der Unterschied zum MK11 liegt in dem noch nicht verstellbaren Lenkwinkel per Lagerschalen. Die Scaled-Size-Empfehlung mit unterschiedlichen Laufradgrößen gab es bereits für das MK10.

Fakten im Überblick: Liteville 301 (2005-2014)


Neupreise 2005: 1690 Euro für das Rahmen-Set mit Teile-Kit


Neupreise 2014: 2198 Euro für das Rahmen-Set o. Kit


Fahrerprofil: Die ersten Modelle mit 115 Millimetern bedienten Racer und Touren-Fahrer. Ab MK2/3 wurde der Rahmen für 160er-Gabeln freigegeben für AM bis Enduro.


Stärken: Zuverlässige Funktion, top Verarbeitung und Haltbarkeit, geniale Details


Probleme: Defekte an DT-Swiss-SSD-210-Dämpfer der ersten Baureihen, MK5 dellenanfällig


Unsere Empfehlung: Haltbar und zuverlässig sind alle 301er, unabhängig vom Baujahr. Wer mehr Federweg und Federwegs­optionen sucht, sollte ab 2010, also MK8 schauen. Die beste Hinterbaufunktion gibt es ab MK10.

Hier finden Sie die beliebtesten Mountainbikes in unserer Second-Hand-Modellberatung

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