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Centurion Numinis.29: für 2015 komplett überarbeitet

Stefan Frey

 · 06.07.2014

Centurion Numinis.29: für 2015 komplett überarbeitetFoto: Stefan Frey

Für 2015 hat Centurion dem Tourenfully Numinis eine Frischzellenkur verpasst. Ein neuer Alu-Rahmen mit mehr Federweg soll vor allem auf Trailtouren Fahrspaß liefern.

Mit dem überarbeiteten Numinis.29 will Centurion ein Tourenfully mit moderner Geometrie auf die Beine gestellt haben. Es soll vor allem auf anspruchsvollen Touren Komfort und souveräne Fahreigenschaften liefern.

Dafür wurde im Vergleich zum Vorgänger der Federweg hinten und vorne um jeweils einen Zentimeter auf 120, beziehungsweise auf 130 Millimeter aufgebohrt. Bei der Geometrie hat sich Centurion Entwickler Hannes Genze vor allem auf eine Verbesserung des Stack to Reach Wertes konzentriert. Damit soll unter anderem die Sitzposition komfortabler werden. Bei früheren Modellen schwankte der Stack to Reach Wert teilweise stark von Größe zu Größe. Beim neuen Numinis soll sich durch ein neues System der Wert deutlich linearer im Vergleich zur Rahmengröße verändern. Somit bieten alle Größen im Verhältnis eine nahzu identische Geometrie.

  Durch die neue Geometrie-Anpassung sollen alle Größen im Verhältnis den selben Stack to Reach Wert erhalten.Foto: Centurion
Durch die neue Geometrie-Anpassung sollen alle Größen im Verhältnis den selben Stack to Reach Wert erhalten.

Verbesserte Hinterbau-Kinematik

Kürzere Kettenstreben sollen das Numinis.29 wendiger in Kurven und agiler im Handling machen. Auch die Kinematik des 29er Fullys wurde angepasst. Somit soll sich der schwimmend gelagerte "Float Link" Hinterbau noch antriebsneutraler pedalieren lassen. Beim Gewicht konnte der neue Rahmen ebenfalls einige Gramm abspecken und bringt jetzt nur noch 2700 Gramm in mittlerer Größe auf die Waage.Trotz des modernen Rahmendesigns bleibt im vorderen Rahmendreieck ausreichend Platz für einen Flaschenhalter.

  Schwimmend gelagerter Flaot-Link-Hinterbau.Foto: Stefan Frey
Schwimmend gelagerter Flaot-Link-Hinterbau.

Schöne Details am Numinis.29

Die Schaltzüge laufen versteckt im Rahmen, die Bremsleitung wird am Unterrohr an den Hinterbau geführt. Um die Wartung zu erleichtern verlegt Centurion eine durchgehende Außenhülle am Schaltzug, die über eine spezielle Kupplung am Tretlager wieder austritt. Eine absenkbare Sattelstütze wird nicht standardmäßig verbaut, lässt sich aber leicht nachrüsten. Eine interne Zugführung am Oberrohr des Numinis ist bereits ab Werk vorgesehen.

Um die Steifigkeit des Rahmens zu verbessern, verfügt das Numinis über ein Pressfit 92 Tretlager und am Hinterbau über eine 12 Millimeter E-Thru Steckachse.

Für die Gabel spendiert Centurion einen vom Lenker bedienbaren Lockout.Foto: Stefan Frey
Für die Gabel spendiert Centurion einen vom Lenker bedienbaren Lockout.
Schaltzüge sind im Rahmen integriert. Eine Telesop-Stütze lässt sich nachrüsten.Foto: Stefan Frey
Schaltzüge sind im Rahmen integriert. Eine Telesop-Stütze lässt sich nachrüsten.
Der Ausgang für die Kabelführung der Teleskop-Stütze versteckt sich in der Verstrebung zum Sitzrohr.Foto: Stefan Frey
Der Ausgang für die Kabelführung der Teleskop-Stütze versteckt sich in der Verstrebung zum Sitzrohr.
Eine spezielle Kupplung sorgt für die Verbindung der Züge am Tretlager-Ausgang.Foto: Stefan Frey
Eine spezielle Kupplung sorgt für die Verbindung der Züge am Tretlager-Ausgang.
Auch eine Flaschenhlater findet ausreichend Platz im RahmenFoto: Stefan Frey
Auch eine Flaschenhlater findet ausreichend Platz im Rahmen
Für die Gabel spendiert Centurion einen vom Lenker bedienbaren Lockout.Foto: Stefan Frey
Für die Gabel spendiert Centurion einen vom Lenker bedienbaren Lockout.
Schaltzüge sind im Rahmen integriert. Eine Telesop-Stütze lässt sich nachrüsten.Foto: Stefan Frey
Schaltzüge sind im Rahmen integriert. Eine Telesop-Stütze lässt sich nachrüsten.
Schaltzüge sind im Rahmen integriert. Eine Telesop-Stütze lässt sich nachrüsten.
Der Ausgang für die Kabelführung der Teleskop-Stütze versteckt sich in der Verstrebung zum Sitzrohr.
Eine spezielle Kupplung sorgt für die Verbindung der Züge am Tretlager-Ausgang.
Auch eine Flaschenhlater findet ausreichend Platz im Rahmen
Für die Gabel spendiert Centurion einen vom Lenker bedienbaren Lockout.

Geschalten wird übrigens ganz klassisch mit dreifach Kurbeln, um den Einsatzbereich so wenig wie möglich zu beschränken. Der Umwerfer wird nicht wie sonst üblich am Sitzrohr montiert, sondern an einer speziellen Aufnahme an der Hinterbau-Schwinge befestigt.

  Der Umwerfer sitzt an der Hinterbau-Strebe.Foto: Stefan Frey
Der Umwerfer sitzt an der Hinterbau-Strebe.

Die Bremssattel-Aufnahme wurde ebenfalls neu konstruiert. An der Post Mount Direktaufnahme lassen sich nun adapterlos 160 Millimeter Scheiben montieren.

  Post Mount Aufnahme für 160 Millimeter-Bremsscheiben.Foto: Stefan Frey
Post Mount Aufnahme für 160 Millimeter-Bremsscheiben.

Zwei Versionen ab 1699 Euro

Das neue Numinis.29 wird in zwei Versionen erhältlich sein. Das Numinis 2000.29 ist mit einer Rock Shox Revelation RL und einem Monarch RL Dämpfer ausgestattet. Geschaltet und gebremst wird mit einem Mix aus Shimano XT und SLX. Mit leichten Fulcrum Red Power Laufräder sollte sich das Bike ordentlich beschleunigen lassen. Für 2.299 Euro gibt es das Numinis 2000.29 mit einem Gewicht von 12,9 Kilogramm.

Die günstigere Version, das Numinis 800.29 wird mit einer SR Suntour Epixon Federgabel, dem Manitou Radium Federbein und einem Mix aus Shimano Deore und XT ausgestattet sein. Der Preis beläuft sich auf 1.699 Euro. Das Gewicht liegt bei 13,9 Kilgramm.

Neues E-Fully Numinis E

  Brandneu: Das Numinis E mit Bosch-AntriebFoto: Centurion,Daniel Geiger
Brandneu: Das Numinis E mit Bosch-Antrieb

Ebenfalls neu im Programm ist eine E-Version des Numinis. Die soll mit einem Bosch-Motor 400-Watt-Stunden liefern und somit ordentlich Feuer unterm Hintern machen. Damit sich das brandneue Numinis E auch wie ein Mountainbike fährt, haben die Centurion Entwickler besonders lange an der Hinterbau-Kinematik gefeilt. Ein aufwendig konstruierter Mehrgelenker mit "Virtual Pivot Point" soll für ordentlich Fahrspaß sorgen. Das Numinis E wird es mit 27,5 Zoll Laufrädern in zwei Versionen geben. Beide Modelle verfügen an Front und Heck über 120 Millimeter Federweg und werden ausschließlich mit elffach-Antrieben ausgestattet. Das günstigere Numinis E 600.27 bringt 21,5 Kilo auf die Waage und kostet 3.449 Euro. Wer es etwas leichter möchte, muss zum 20 Kilo schweren Numinis E 2000.27 greifen. Dafür ruft Centurion 4099 Euro auf. Zusätzlich wird noch eine DX Option erhältlich sein. Die ist dann mit dem neuen Bosch Nyon Display ausgestattet und bietet das Abus Bosch Plus Akku-Schließsstem.

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