Canyon Nerve ES 9.0 (Dauertest 2010)

BIKE Magazin

 · 24.05.2010

Canyon Nerve ES 9.0 (Dauertest 2010)Foto: Daniel Simon
Canyon Nerve ES 9.0 (Dauertest 2010)

Deutschland taut auf. Zeit für die nächste Abrechnung der Dauertest-Bikes. Durch den Winter musste diesmal: Canyon Nerve ES 9.0

Meistens bin ich viel zu lang. Zumindest für die Test-Bikes, die in der BIKE-Redaktion getestet werden. Ich brauche ein Bike in XL – am besten für jeden Einsatzbereich. Ob Trail, ausgedehnte Tour, Marathon oder alpine Abfahrt, mein Bike soll alles schaffen, ohne in die Knie zu gehen. Meine Wünsche sind dabei als Zubehörtester sehr unterschiedlich. Schließlich bin ich 195 Zentimter groß und 90 Kilo schwer und baue schon mal gerne etwas um oder an. Also schaute ich mich nach einem Bike mit robuster Ausstattung, ordentlich Federweg und einem breiten Einsatzbereich um.

Verlagssonderveröffentlichung

Meine Wahl viel auf das Canyon Nerve ES 9.0. Shimano-Komponenten, stabile DT-Swiss-Laufräder, 200-Millimeter-Scheiben vorne und hinten, und 140 Millimeter Federweg überzeugten. Ich wuselte durch das Perfect-Positioning-System auf der Canyon-Homepage und bestellte ein Bike in Größe XL. Passt aber nicht, sagte nach den ersten hundert Kilometern mein rechtes Knie. Also ab zu den Vermessungsspezialisten von Specialized. Das Urteil des Ergonomie-Experten: Vorbau zu lang, Sattelstütze zu grade und zu kurz ausgefahren, falscher Sattel. Aha!

Auf der nächsten Testrunde keine Schmerzen mehr, super Sitzposition und die totale Kontrolle. Abgesehen von dem miserablen Schwerpunkt, den ich auf Bikes mit hohem Trelager immer habe – Schicksal. In den kommenden Monaten prügelte ich das Bike durch den Marathon am Gardasee, über zahllose Trails an der Isar, in NRW und über einige Almen in den Alpen. Ich verschliss dabei alles, was man so verschleißen kann: Reifen, Bremsbe läge, Ketten. Üble Defekte blieben aber aus. Bei den ersten Anzeichen von Disfunktion wurde die Gabel zum Service gegeben. Dem Dämpfer würde nun Ähnliches blühen, wenn der Test nicht zu Ende wäre.


Fazit: Absolut robustes Bike mit überschaubarem Wartungsaufwand und tollen Fahreigenschaften.


Veränderung:

• Sattel getauscht gegen SQ Lab 611

• Vorbau gegen kürzeren und steileren getauscht

Foto: Unbekannt
  BIKE-Urteil: Maximal-Punktzahl 10. Das Urteil ist keine Addition der einzelnen Punkte sondern subjektiv geprägt. In das Urteil fließen Fahrverhalten, Wartungsaufwand, Breite des Einsatzbereiches und Gesamteindruck des Fahrers ein.Foto: Unbekannt
BIKE-Urteil: Maximal-Punktzahl 10. Das Urteil ist keine Addition der einzelnen Punkte sondern subjektiv geprägt. In das Urteil fließen Fahrverhalten, Wartungsaufwand, Breite des Einsatzbereiches und Gesamteindruck des Fahrers ein.
  Fahrerprofil Matthias Dreuw,  BIKE-Redakteur,  Alter: 32,  Größe 1,95 m,  Gewicht: 92 kg,  Fährt Bike seit 1992,  Fahrer-Typ: All Mountain,  Lieblingsrevier: Gardasee, 222Foto: Daniel Simon
Fahrerprofil Matthias Dreuw, BIKE-Redakteur, Alter: 32, Größe 1,95 m, Gewicht: 92 kg, Fährt Bike seit 1992, Fahrer-Typ: All Mountain, Lieblingsrevier: Gardasee, 222
Foto: Unbekannt
Foto: Unbekannt
  Feierabend: Nach fast 3800 Kilometern spinnen Zugstufe und Gate des Monarchs.Foto: Daniel Simon
Feierabend: Nach fast 3800 Kilometern spinnen Zugstufe und Gate des Monarchs.
  Und plötzlich mit Starrgabel unterwegs. Bei Kilometer 1800 musste die Pike zum Service.Foto: Daniel Simon
Und plötzlich mit Starrgabel unterwegs. Bei Kilometer 1800 musste die Pike zum Service.

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