Cannondale Prophet SL 3000

Tomek

 · 19.07.2005

Cannondale Prophet SL 3000Foto: Unbekannt

Neuheit 2006: Gerade ist das Enduro-Bike „Prophet“ auf dem Markt, da schieben die Amis eine „geschrumpfte“ Version des Eingelenkers nach: Das „Prophet SL“ soll die Lücke zwischen „Prophet“ (Enduro) und „Scalpel“ (CC) schließen. Hier finden Sie einen ersten Fahrbericht.

Gerade ist das Enduro-Bike „Prophet“ auf dem Markt, da schieben die Amis eine „geschrumpfte“ Version des Eingelenkers nach: Das „Prophet SL“ soll die Lücke zwischen „Prophet“ (Enduro) und „Scalpel“ (CC) schließen. Nach Cannondales Definition soll es weder ein Marathon-Bike, noch ein Enduro- oder Freeride light-Bike sein, sondern ein All-Mountain-Bike. Basis ist der „Prophet“-Rahmen samt Hinterbauschwinge in unveränderter Form. Die Federwege jedoch sind reduziert: statt 140 Millimetern vorne und 160 Millimetern hinten begnügt man sich beim „Prophet SL“ mit 120 Millimetern vorne und hinten. Eine im Federweg reduzierte „Lefty Max“ sowie ein spezieller Fox „RP3“-Dämpfer sind die Haupt-Änderungen gegenüber dem Prophet.


FAHRTEST

Wir konnten uns in einem ersten Fahrtest von den Qualitäten des „Prophet SL“ überzeugen. Auffälligste Fahreigenschaft: Das Bike lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Unbeirrt zieht es seine Bahn bergauf wie bergab. Enge Kurven und Singletrails dagegen erfordern etwas mehr Nachdruck. Grund für die außerordentliche Spurtreue ist der lange Radstand, die langen Kettenstreben und der flache Steuerkopfwinkel – 68 Grad messen wir in der Cross-Country-Position.

Das Fahrwerk funktioniert – wie man es von Cannondale gewohnt ist – sehr sensibel. Dämpfer und Gabel besitzen ein Plattform- System, das angenehm unscheinbar eingreift und das Ansprechverhalten der Federung kaum beeinträchtigt.

Die sportliche Sitzposition und die Geometriemaße legen den Einsatzbereich fest: Das Bike ist nicht zum gemütlichen Cruisen und auch nicht als quirliges Singletrail-Bike ausgelegt. Am wohlsten fühlt es sich auf der Überholspur. Und auch wenn Cannondale das „Prophet SL“ auf keinen Fall als Marathon-Bike positionieren will – genau für diesen Zweck eignet sich das Bike wohl am besten.

Foto: Unbekannt
  Kleiner Bruder: Das „Prophet SL 1000“ kommt mit einer einfacheren Gabel (110 Millimeter Federweg), einem Mix aus SRAM und Shimano „XT“-Parts und soll 12,3 Kilo wiegen. Dafür kostet es nur 3 199 Euro.Foto: Unbekannt
Kleiner Bruder: Das „Prophet SL 1000“ kommt mit einer einfacheren Gabel (110 Millimeter Federweg), einem Mix aus SRAM und Shimano „XT“-Parts und soll 12,3 Kilo wiegen. Dafür kostet es nur 3 199 Euro.

Meistgelesene Artikel

Unbekanntes Element